Prof. Dr. Barbara Schellhammer
Professorin für Intercultural Social Transformation | Leiterin des Zentrums für Globale Fragen (ZGF)
© HFPH/ A. Futter
Zur Person
Kurzvita
- seit 2019 Leiterin des Zentrums für Globale Fragen (ZGF) an der HFPH
- 2019 Ernennung zur Professorin für Intercultural Social Transformation (IST) an der HFPH
- 2018 Habilitation, Universität Hildesheim
- 2013-2019 Dozentin für Erwachsenenbildung bzw. Interkulturelle Bildung an der HFPH
- 2009-2013 Professorin für Interkulturelle Soziale Arbeit, CVJM-Hochschule Kassel
- 2005-2011 Lehrtätigkeit an der Royal Roads University, Victoria, BC, Kanada
- 2009 Promotion in Philosophie, Hochschule für Philosophie München (HFPH)
- 2001 Diplom Soziale Arbeit, Hochschule München
Link: Wikipedia
Arbeitsschwerpunkte in Forschung & Lehre
- Philosophische Anthropologie
- Kulturphilosophie und interkulturelle Philosophie
- Selbst, Identität und Person
- Phänomenologie des Fremden
- Dialogphilosophische Ansätze in Kontexten interkultureller Bildung
- Bildung, sozio-kulturelle Transformation und Human Development
- Konflikttransformation, Friedensbildung und Restorative Justice
Link: ResearchGate
Ausgewählte Publikationen
Monographien & Herausgeberbände
(2025) Kulturphilosophie, transcript (utb).
(2025) Erfahrungen des „Fremden“ , Gmainer-Pranzl/Schellhammer (Hg.), polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 54.
(2024) Epistemic Injustice and Violence. Exploring Knowledge, Participation, and Power in Philosophy and Beyond, Schützle/Schellhammer/Yadav/Kather/Thomine (Hg.), transcript. (OA)
(2024)Sexuelle Selbstbestimmung bei Menschen mit kognitiven Einschränkungen? , Kuhn/Renzikowski/Schellhammer (Hg.), Nomos. (OA)
(2024) Philosophie der Grenze, Schellhammer/Schützle (Hg.), wbg/Herder. (OA)
(2021) Zwischen Phänomenologie und Psychoanalyse: Im interdisziplinären Gespräch mit Bernhard Waldenfels, Schellhammer (Hg.), Nomos.
(2021) Indigegogy. An Invitation to Learning in a Relational Way, Wilson/Schellhammer (Hg.), wbg/Herder. (OA)
(2020) Bildung zum Widerstand, Schellhammer/Geordeler (Hg.), wbg/Herder (OA).
(2019) An Konflikten wachsen. Konflikt-Coaching und die Sorge um sich selbst, Beltz.
(2019) Fremdheitsfähig werden: Zur Bedeutung der Selbstsorge für die Begegnung mit Fremdem, Karl Alber.
(2017) Wie lernen Erwachsene (heute)? Eine transdisziplinäre Einführung in die Erwachsenenbildung, Beltz Juventa.
(2015) „Dichte Beschreibung“ in der Arktis. Clifford Geertz und die Kulturrevolution der Inuit in Nordkanada, transcrpit.
Zeitschriftenbeiträge
(2025)„Interkulturelle Philosophie ist keine Philosophie“. Eine Auseinandersetzung mit Kritik und neuen Perspektiven im Feld interkulturellen Philosophierens, mit Franz Gmainer-Pranzl. In: Salzburger Jahrbuch für Philosophie, 70, 151–169.
(2023) Reading „Split Tooth“ – Lessons of the Sovereign Erotic I take away and still grapple with. In: Zeitschrift für Kanada-Studien (ZKS), 43/73, 94–107.
(2021) Global denken? Zum Anspruch des Fremden in der Philosophie. In: Salzburger Jahrbuch für Philosophie, 66, 249–263.
(2020) Social Distancing? Eine leibphänomenologische Studie über Nähe und Distanz in Ausnahmesituationen. In: Zeitschrift für Praktische Philosophie. Schwerpunkt Corona Pandemie, 7/2, 335–258.
(2020) Wider den „Terror des Gleichen“. Nähe und Distanz als interkulturelle Herausforderung. In: Internationale Zeitschrift für Philosophie und Psychosomatik (IZPP) 22/2, http://www.izpp.de/ausgabe-22020-naehe-und-distanz/.
(2019) Truth and Reconciliation in Kanada. Zur Bedeutung indigener Philosophietraditionen für die Heilung des kulturellen Genozids unter Ureinwohnern. In: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, 42, 61–73.
(2018) The philosophy of Self-Care, Individuation and Psychodrama. Exploring creative means to Encountering the „unknown Other“ in Self. In: British Journal of Guidance & Counselling, 48/1, 114-124.
Beiträge in Sammelbänden
(2025): Zur Bedeutung mannigfaltiger „Verknüpfungen unseres Ichs mit der Welt“. Wilhelm von Humboldts Beitrag zu einer Bildung mit interkulturellem Anspruch. In: Rucker, Thomas/Scholl, Lena/De Maddalena, Romano: Gelingende Bildung. Interdisziplinäre Studien zu einem gesellschaftlichen Dauerproblem. Berlin: de Gruyter, 199–212.
(2022) Zum responsiven Umgang mit Ungewissheit. In: Hax-Schoppenhorst, Thomas (Hrsg.): Arbeitsbuch Ungewissheit. Bern: Hogrefe, 77–84.
(2022) Do Glaciers listen? Die Naturphilosophie indigener Traditionen als kritischer Impetus für die Soziale Arbeit. In: Pfaff, Tino/Schramkowski, Barbara/Lutz, Ronald: Klimakrise und Soziale Arbeit. Weinheim: Beltz Juventa, 328–337.
(2021) Bildung und Kultur. Zur Beziehung zwei umkämpfter Begriffe und deren Bedeutung für die Herausforderungen gesellschaftlicher Pluralität. In: Gmainer-Pranzl, Franz/Brandstetter, Bettina/Greiner, Ulrike (Hrsg.): Von „schöner Vielfalt“ zu prekärer Heterogenität. Bildungsprozesse in pluraler Gesellschaft. Frankfurt a. Main u.a.: Peter Lang, 219–238.
(2020) Leadership by Socrates: Self-Care in difficult and unpredictable times. In: von Zyl, Ebben/Campbell, Andrew/Lues, Liezel (Hrsg.): Chaos is a Gift? Leading Oneself in Uncertain and Complex Environments. Randburg: KR Publishing, 45–56.
(2019) Die Begegnung mit Fremdem als Grenzerfahrung. Zur Bedeutung der Selbstsorge für die kultursensible Kommunikation in der Palliativversorgung. In: Wasner, Maria/Raischl, Josef (Hrsg.): Dem Fremden begegnen – kultursensible Kommunikation und Begleitung am Ende des Lebens. München: Kohlhammer, 39–49.
Downloads
Forschungsprojekte und Arbeitsgruppen
Philosophieren mit Indigenen Traditionen
Die interkulturelle Philosophie mit Indigenen Traditionen, insbesondere in Kanada, ist seit Jahren ein besonderer Schwerpunkt der Professur. Einige ausgewählte Projekte der letzten Zeit zeugen davon:
Tagung: Indigene Rechte als Testfall für die Zukunft der Menschenrechte?
An der Frage, wie es gelingen kann, die internationalen Menschenrechte für Unrechtserfahrungen Indigener Völker zu öffnen, entscheidet sich die Glaubwürdigkeit des Menschenrechtsansatzes im Ganzen. Zentral dafür ist, inwieweit das „westliche“ Denken bereit ist, sich von Indigenen Philosophien herausfordern zu lassen und sich der eigenen Verantwortung im Horizont der europäischen Expansion zu stellen.
Forschungsprojekt: RÉSO-T Instrumente zur kultursensiblen Suizidprävention mithilfe KI-gestützter Innovation
RÉSO-T stützt sich auf drei Schlüsseldisziplinen, um die Überlegungen und Praktiken bei der Entwicklung kultursensibler Werkzeuge für künstliche Intelligenz (KI) in der Suizidprävention voranzutreiben. Ein innovativer, kultursensibler Ansatz zur Integration der Computerlinguistik in Instrumente zur Suizidprävention insbesondere im Hinblick auf Indigene Jugendliche.
Workshop: „Story and Place – the Importance of Oral Traditions in Philosophy“
Ein Gespräch mit der Gwich’in Forscherin Alestine Andre, ihrem Ehemann und Künstler Itai Katz und Jaana Kretzschmar, die mit einer preisgekrönten Bachelorarbeit über Philosophie der oralen Tradition: Indigenes Storytelling als epistemologische Praxis an der HFPH graduierte.
Schellhammer, Barbara/Wilson, Stan (2026): From Oral Tradition to Written Text? Attempting to Write from Relational to Linear Thinking. In: Graneß, Anke (Hrsg.): Status of Oral Traditions in the History of Philosophy. Olms: Universität Hildesheim.
Schellhammer, Barbara & Wilson, Stan (2025): Embodied Knowledge – Decolonizing Philosophy by turning to the nature that we are. In: Cajete, Gregory u. a. (Hrsg.): Decolonizing Western-Indigenous Dialogues. Interwoven Epistemologies for Multiple Modernities. London: Bloomsbury, 39–50.
Schellhammer, Barbara (2024): Body, Place, and Story – Who am I Doing Philosophy with Indigenous Peoples? In: Schützle, Lena u. a. (Hrsg.) (2024): Knowledge, Participation and Power: Epistemic Violence and Injustice in Philosophy. Bielefeld, 181–189. (OA)
Schellhammer, Barbara (2023): Reading „Split Tooth“ – Lessons of the Sovereign Erotic I take away and still grapple with. In: Zeitschrift für Kanada-Studien (ZKS), 43/73, 94–107.
Schellhammer, Barbara (2023): Indigenes Wissen. Ein kritisches Korrektiv unseres Verhältnisses zur Natur. In: Stimmen der Zeit, 5/23, 345–355.
Schellhammer, Barbara (2022): Do Glaciers listen? Die Naturphilosophie indigener Traditionen als kritischer Impetus für die Soziale Arbeit. In: Pfaff, Tino u. a.: Klimakrise und Soziale Arbeit. Weinheim, 328–337.
Wilson, Stan & Schellhammer, Barbara (2021): Indigegogy. Invitation to Learning in a Relational Way. Darmstadt. (OA)
Schellhammer, Barbara (2020): Inuit auf der Suche nach sich selbst. Zu den Folgen der Kulturrevolution in Nordkanada. In: Friedman, Alexander u. a. (Hrsg.): Die Arktis: Geschichte, Bewohner, Rezeption. Würzburg, 201–223.
Schellhammer, Barbara (2019): Truth and Reconciliation in Kanada. Zur Bedeutung indigener Philosophietraditionen für die Heilung des kulturellen Genozids unter Ureinwohnern. In: polylog , 42, 61–73.
Vergangene Projekte
Veranstaltungen
-
08.
Juni 2026
Q&A Session – Ethics of Intercultural Dialogue
-
17.
März 2026
Q&A Session – Ethics of Intercultural Dialogue
-
14.
November 2025
Indigene Rechte als Testfall für die Zukunft der Menschenrechte
Abendveranstaltung mit polyphoner Keynote und Podiumsdiskussion von Expert*innen aus Gesellschaft, Politik und Wissenschaft.
Promotionen (abgeschlossen)
Noah Ijabani Lucas
The Philosophical Contribution of Achille Mbembe to a Theory and Practice of Recognition in the Multicultural State Nigeria.
Viktoria Maria Blass
Die Lüge des Postfeminismus. Sozioökonomische Phänomene der Gegenwart und zwei Klassiker der feministischen Theorie.
Barbara Nieder
zwischen uns. Phänomenologische Skizzen zur Begegnung und deren Transformationspotential in der Sozialen Arbeit.
René Leibold
Zwischen Person und Profession. Narrative Identitäten deutscher Mittelstandsunternehmer:innen im Anschluss an Paul Ricœur.
Die Professur in den Medien
- BR Beitrag in „Stationen“ zur Angst vor Fremden. Zum Nach-Schauen.
- „Es ist schwierig für einen Philosophen, nicht zu denken“
Interview in der Süddeutschen Zeitung - Warum haben wir Angst vor Fremden und Fremdem? Erklär mir die Welt: #22
- „Eins zu Eins. Der Talk“ mit Achim Bogdhan
- „Menschen merken oft gar nicht, wie sie sich in ihrer Opferrolle suhlen“ Interview in der Süddeutschen Zeitung
Weitere Aktivitäten
- Leiterin des Zentrums für globale Fragen (ZGF)
- Beraterin der Kommission X Weltkirche der Dt. Bischofskonferenz
- Redaktionsmitglied der Zeitschrift pm – perspektive mediation
- Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Kanada Studien (GKS)
- Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie (GIP)
- Mitglied der Nordic Society of Phenomenology
- Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der International Conference on the Dialogical Self
- Fellow der Bayerischen Wissenschaftsallianz für Friedens-, Konflikt- und Sicherheitsforschung (FoKS)
- Mitglied im Bildungsausschuss der Katholischen Akademie Bayern
Mitarbeitende am Lehrstuhl
Lena Schützle
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Intercultural Social Transformation und am Zentrum für Globale Fragen
Dr. Stefan Einsiedel
Lehrbeauftragter, Geschäftsführer des Zentrums für Globale Fragen
© privat
Dr. Krisha Kops
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Intercultural Social Transformation und am Zentrum für globale Fragen











