Geschichte

Im Jahr 1973 wurde eine Stiftung gegründet, die zum Andenken an die Eheleute Andreas und Rose Rottendorf den Namen Rottendorf-Stiftung trägt. Sie hat ihren Sitz in Ennigerloh/West­falen, wo die ihr gehörende Firma Rottendorf-Pharma steht, aus deren Erträgen die Ausschüttungen vor allem finanziert werden. Die Stiftung ist gemeinnützig. Sie unterstützt die Forschung in Pharmakologie / Pharmacie, die Erforschung und Pflege der niederdeutschen Kultur sowie kirchliche, wissenschaftliche und mildtätige Projekte.

Schon ab 1979 hat das Kuratorium der Stiftung mehrfach Zuwendungen zur Förderung von wissenschaftlichen Aktivitäten (u.a. von Gastprofessuren) an die Hochschule für Philosophie gegeben. Im Sommer 1982 wollte man die Förderung auf eine festere Basis stellen. In Zusammenarbeit mit Vorstand und Kuratorium arbeitete Prof. Dr. Hans Zwiefelhofer SJ, Mitglied des Stiftungs-Kuratoriums und damaliger Rektor der Hochschule für Philosophie, einige Richtlinien dafür aus. Am 3. Mai 1983 genehmigte dann die Rottendorf-Stiftung offiziell das von der Hochschule vorgestellte »Forschungs- und Studienprojekt ›Philosophische Fragen einer neuen Welt­kultur‹«. Am 8. April 1983 passierte die Satzung des Projekts den Hochschulrat der Hochschule für Philosophie. Am 13.Juni 1983 wählte der Hochschulrat zum ersten Mal (für drei Jahre) die Projekt-Mitglieder; die erste Sitzung des Projektbeirats fand am 19. Juli 1983 statt.

Der Projektleiter war anfangs identisch mit dem Rektor der Hochschule, 1984 wurde die Satzung des Projekts dahingehend geändert, dass die Ämter des Rektors der Hochschule für Philosophie und des Projektleiters getrennt wurden.

Im Herbst 1984 wurde der Alfred-Delp-Preis des Rottendorf-Projekts gestiftet; im November 1985 wurde er zum ersten Mal verliehen.

Das Rottendorf-Projekt hat sich in den ersten ca. 15 Jahren seines Bestehens schwerpunktmäßig mit fremden Ländern und Kulturen sowie mit der Rolle der Religionen in einer entstehenden Weltkultur auseinandergesetzt. Die Ergebnisse dieser Forschungstätigkeit wurden veröffentlicht in der Reihe »Fragen einer neuen Weltkultur« im Kindt-Verlag, München.

Seit ca. zehn Jahren setzt es sich – in Anknüpfung an diesen ersten Schwerpunkt – vorrangig mit dem neuen Schwerpunktthema »Globale Solidarität – Schritte zu einer neuen Weltkultur« auseinander. Die Forschungsergebnisse werden seitdem in der Reihe »Globale Solidarität - Schritte zu einer neuen Weltkultur« im Kohlhammer-Verlag, Stuttgart, der Öfffentlichkeit zugänglich gemacht.