Aus der Projektarbeit

Rottendorf-Symposium "Natur als Grenze der Freiheit? Ethische Fragen des Menschen im Umgang mit sich selbst", am 30. Juni und 1. Juli 2017

Spätestens seit Beginn der Neuzeit ist die Berufung auf die "Natur des Menschen" zur Orientierung in ethischen Fragen problematisch geworden. Andererseits häufen sich - nicht zuletzt durch bioethische Entwicklungen - Stimmen, die eine Rückbesinnung auf anthropologische Fragen fordern. Das Symposium will unterschiedliche Perspektiven auf dieses Spannungsverältnis untersuchen. Ist es aus ethischer Sicht wünschenswert oder sogar erforderlich, dass der Mensch sich im Umgang mit sich selbst von Seiten seiner (wie zu verstehenden?) "Natur" (bzw. "Natürlichkeit") Grenzen zieht und, wenn ja, auf welche Weise und welche?

Eingeladen zu diskutieren waren (in alphabetischer Reihenfolge): Prof. Dr. Jens Clausen (Freiburg i.Br.), PD Dr. Jessica Heesen (Karlsruhe und Tübingen), Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otfried Höffe (Tübingen), Prof. Dr. Angela Kallhoff (Wien), Prof. Dr. mult. Nikolaus Knoepffler (Jena), Dr. Tobias Müller (München), Prof. Dr. Theda Rehbock (Dresden), Prof. Dr. Andreas Trampota (München).

Leitung: Prof. Dr. Andreas Trampota. Mehr Informationen zum Programm finden sich hier.

 

Veranstaltungsreihe "Grenzen der Demokratie? Für eine neue Kultur der Solidarität"

Was ist los mit unserer Demokratie? Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Nationalismus oder Islamophobie sind (wieder) Teil öffentlicher Debatten geworden. Menschen äußern bei Pegida-Demonstrationen offen ihre Ablehnung  rechtsstaatliche Institutionen, es werden Anschläge auf  Flüchtlingsunterkünfte verübt und die AfD hat eine stereotype Islam-Kritik zu einem zentralen Merkmal ihres Programms erhoben. Gleichzeitig zeigen sich weltweit immer mehr gewalttätige Konflikte, in denen extremistische Gruppen massive Gewalt anwenden und Menschen diskriminieren.

In Fortführung der Reihe "Feinde des Rechtsstaates" an der Hochschule für Philosophie soll in diesem Wintersemester gefragt werden, wie aus der Perspektive der Philosophie, der Geschichtswissenschaft und der Soziologie die gegenwärtigen Phänomene begriffen werden können und was ihnen entgegengesetzt werden kann.

Wir freuen uns auf drei spannende Abende mit Vertretern aus Wissenschaft und Gesellschaft:

Montag, 14. November, 19.30 Uhr: Demokratie in Gefahr? Globale Gewalt und neue Formen von Extremismus in Deutschland
Montag, 5. Dezember, 19.30 Uhr: Gewalt und Asyl. Die Bundesrepublik (und ihre Ausländer) nach 1989
Montag, 23. Januar, 19.30 Uhr: Zurück in die Zukunft: Die Rhetorik der Reaktion

Details zu den Veranstaltungen finden Sie hier!

 

Jahresbericht 2015 des Rottendorf-Projekts

Der Jahresbericht 2015 des Rottendorf-Projektes ist hier online verfügbar. Druckversionen können unter rottendorf@hfph.de angefordert werden.

 

Rottendorf-Symposium "Der philosophische Pragmatismus in der Bewährung" am 3. und 4. Juni 2016

In einer Zeit nach den großen Ideologien scheint „Pragmatismus“ zwar vielfach hoch im Kurs zu stehen. Für den philosophischen Pragmatismus, der sich vom umgangssprachlichen Gebrauch des Begriffes signifikant unterscheidet, lässt sich das nicht ohne Weiteres behaupten. Diesem u.a. von Charles S. Peirce, William James und John Dewey zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten Programm, das sich zumindest durch eine besondere Auffassung vom Zusammenhang von Denken und Handeln auszeichnet, wurde – nicht zuletzt in Deutschland – lange mit großer Skepsis (bis hin zu echter Feindseligkeit) begegnet.

Mittlerweile scheint sich das Blatt zu wenden. Insbesondere in den letzten Jahrzehnten ist es zu einer veritablen Renaissance der pragmatistischen Philosophie gekommen, die in der ganzen Bandbreite philosophischer Forschungsfelder eigenständige Beiträge leistet zu klassischen Themen der Philosophie – wie etwa zur Wahrheit, zur Fragen der Erkenntnis, der Metaphysik, aber auch zum Verhältnis von Philosophie und Wissenschaft.

<>Ziel des Rottendorf-Symposions 2016 war es, das Potenzial des philosophischen Pragmatismus darauf hin zu prüfen, ob er in der praktischen Philosophie und in der Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaften gute Lösungsansätze für diejenigen gesellschaftlichen Konflikte und Problemfelder bieten kann, die sich im Rahmen einer Projektarbeit zum Thema „Globale Solidarität“ ergeben.

Es diskutierten (in alphabetischer Reihenfolge): Dr. Mara-Daria Cojocaru (München und Sheffield), Prof. Dr. Cornelie Dietrich (Lüneburg), Prof. Dr. Andrea Esser (Jena), Dr. Andreas Gösele SJ (München), Dr. Oliver Herborth (Groningen und Baltimore), Prof. Dr. Hans Joas (Berlin), Prof. Dr. Michael Reder (München), Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin (München), Prof. Dr. Oliver Kessler (Erfurt).

Leitung: Prof. Dr. Alexander Filipovic.

Mehr Informationen hier.

 

Neues Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive

Das neue Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive soll ein Forum sein für Arbeiten aus den Bereichen der Politischen Philosophie, der Moral-, Sozial- und Rechtsphilosophie sowie aus den Nachbardisziplinen (Soziologie, Psychologie, Kultur-, Politik-, Umwelt-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften), die sich dezidiert mit globalen Fragen befassen oder an entsprechende Problemstellungen anschließen. Das Jahrbuch besteht aus einem allgemeinen Beitragsteil, in dem grundsätzliche Arbeiten zu diesem Themenfeld veröffentlicht werden, und einem Schwerpunktteil, der jedes Jahr unter ein neues Thema gestellt wird. Dieses Thema wird auch in den jeweiligen Symposien des Forschungs- und Studienprojekts der Rottendorf-Stiftung an der Hochschule für Philosophie München behandelt. In diesem Jahr widmet sich der Schwerpunktteil daher dem philosophischen Pragmatismus.

Mehr Informationen finden sich hier.