Themenfeld Interkulturalität

Bild_Haende.pngWo sehen wir Reflexions- und Handlungsbedarf?

Die globalen Herausforderungen durch zunehmende Heterogenität und kulturelle Diversität im Zusammenleben der Menschen weltweit – nicht nur ausgelöst durch die großen Migrations- und Mobilitätsbewegungen der heutigen Zeit, sondern auch durch die medial bedingte virtuelle und kulturelle Entgrenzung der Lebenswelten – machen Interkulturalität zu einem zentralen Forschungsthema und zu einer notwendigen Haltung mit dem Ziel einer interkulturellen Verständigung über zentrale Fragen der conditio humana:

  • nach Menschenbild und Leitwerten globaler Bildung, nach Deutung und Realisierung der Menschenrechte
  • nach Kriterien tragfähiger Gemeinschafts- und Wertebildung auf sozialer wie politischer Ebene
  • nach einer Ethik kommunikativen Handelns unter dem Primat von globaler Solidarität und freier Entfaltung der Person.

Worum geht es uns in Forschung und Reflexion?

Wir gehen davon aus, dass die philosophischen Grundfragen der Anthropologie, der politischen Theorie und der Ethik nur im interkulturellen Dialog tragfähig für die Zukunft beantwortet werden können. Dabei geht es vor allem um die Frage nach Begriff und Umsetzung sozialer Gerechtigkeit, nach Wert und Verständnis der Menschenrechte wie Bildung und Freiheit, die als Leitkonzepte der globalen Gemeinschaft in ihrer inhaltlichen Bestimmung heute offener sind denn je.

Unsere Forschungsprojekte, Lehrangebote und Publikationen zielen auf eine offene Auseinandersetzung zu philosophischen Fragen und tradierten Positionen über kulturelle Grenzen hinweg.

Worum geht es uns mit Blick auf politische Gestaltung?

Politische Gestaltung im Themenfeld Interkulturalität umfasst:

  • begriffliche Klärungen und argumentative Beiträge der Ethik, Sozialphilosophie und interkulturellen Philosophie als Expertise einzubringen in Politik und Gesellschaft
  • theoretisch fundierte Konzepte für praxisnahe Fortbildungen für Multiplikatoren und gesellschaftspolitische Akteure zu entwickeln und durch qualitative Forschung zu begleiten
  • neue Plattformen und Bildungsformate zu erschließen für den Diskurs und die Forschungsvermittlung in der politischen (Bildungs-)Arbeit auf globaler Ebene

Ziel ist es, im interkulturellen Austausch und einem fundierten Theorie-Praxis-Dialog nachhaltige Lösungen zu finden im Hinblick auf gesellschaftspolitische Herausforderungen wie Wertebildung, Integration oder die Krise der Demokratie.

 

Aktuelle Projekte

Wertebildung im interkulturellen Kontext

  • Fortbildungsreihe für Multiplikatoren: theoretische Grundlagen und modulare Weiterbildungskonzepte zur interkulturellen Werte-Bildung (Start: September 2016, Förderung durch die Deloitte Stiftung)
  • Philosophische Grundlegung und qualitative Sozialforschung zur Entwicklung von Kriterien für „Gelingende Wertebildung im Kontext von Migration. Eine Handreichung für die Bildungspraxis“ (Start: Dezember 2016, Förderung durch das Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales)

Interkulturelle Philosophie

Bildungsphilosophie in globaler Perspektive

 

Ansprechpartnerin

Dr. Karin Hutflötz

 

Partner

KU Eichstätt-Ingolstadt, Lehrstuhl für Systematische Pädagogik und Bildungsphilosophie, Prof. Dr. Krassimir Stojanov

Deloitte-Stiftung e.V.

Herrmann&Associates (Organisations- und Führungskräfte-Entwicklung)

Refugio München (Beratungs- und Behandlungszentrum für Geflüchtete)

Jesuit Worldwide Learning (tertiäre Bildung für Geflüchtete und Menschen in marginalisierten Regionen)