Arbeitsgruppe "Natur und Subjekt" (NuS)

Im Sommersemester 2016 wurde am ING die Arbeitsgruppe „Natur und Subjekt“ (NuS) unter der Leitung von Dr. Tobias Müller gegründet, die sich aus PromotionsstipendiatInnen der Haas-Stiftung und anderen Promovenden des ING, die zu dieser Thematik arbeiten, zusammensetzt. Ergänzt wird dieser Kern durch jüngere doppelqualifizierte StudentInnen, die eine interdisziplinäre Arbeit in diesem Forschungsschwerpunkt anstreben.

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Konzepte zu erarbeiten, die eine sinnvolle Einbettung von Subjektivität, d.h. unter Berücksichtigung ihrer qualitativen Eigenarten und organismischen Bedingtheiten, in Naturzusammenhänge erlauben. Zu diesem Zweck soll zum einen aus einer wissenschaftsphilosophischer Perspektive die Reichweite der naturwissenschaftlichen Ansätze bestimmt werden. Zum anderen soll aufgezeigt werden, dass sich das Betreiben von Wissenschaften als normativer Handlungszusammenhang erweist, der in der Person des Forschers immer schon ein Subjekt voraussetzt, das sich an Normativität orientieren können muss. Aufgrund dieser subjekttheoretischen Voraussetzungen sollen die Grundzüge eines tragfähigen Konzepts konkreter Subjektivität erarbeitet werden, das es ermöglicht, naturwissenschaftliche Erkenntnisse und lebensweltliche Bestimmungen zu vermitteln, um so auf dem Stand gegenwärtiger Naturforschung und philosophischer Reflexion einen weiterführenden Beitrag zur Bewusstseinsproblematik leisten zu können.