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Vortragsreihe "Quo Vadis, Menschheit? Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz".

  • 20.11.2017 Prof. Dr. Harald Lesch (München):
    "Vom Homo sapiens zum Homo digitalis. Endlich nur noch Nullen und Einsen"
  • 18.12.2017 Prof. Dr. Hans-Dieter Mutschler (Krakau):
    "Der Mensch als Computer, der Computer als Mensch. Eine kritische Analyse der Computermetapher"
  • 8.1.2018 Prof. Dr. Stefan Sorgner (Rom):
    "Transhumanismus, Privatheit und die Integration von KI in den Menschen"
  • 22.1.2018 Prof. Dr. Dieter Spath (München):
    "Digitalisierung und Künstliche Intelligenz – Auswirkungen auf die Zukunft der Arbeit"

Alle Vorträge 19:00 Uhr in der Aula der Hochschule.

RSNG-Jahrestagung 2017

Vom 6.-8.10.2017 findet in Stuttgart in Kooperation mit dem ING die Jahrestagung des Religion-and-Science-Germany-Network (RSNG) mit dem Titel "Gott und Welt in Beziehung. Zum panentheistischen Paradigma im Dialog von Naturwissenschaften und Theologie" statt.

Keynote-Speaker der Tagung
Prof. Dr. Philip Clayton, Claremont, USA
Prof. Dr. Regine Kather, Freiburg
Prof. Dr. Klaus Müller, Münster
Prof. Dr. Hans-Dieter Mutschler, Krakau
Prof. Dr. Holm Tetens, Berlin

Inhaltliche Beschreibung
In den letzten Jahren wurde in religionsphilosophischen, aber auch in theologischen Debatten eine strikte Trennung von Gott und Welt immer
mehr infrage gestellt, da dadurch nicht nur philosophische
Schwierigkeiten generiert werden. Diese strikte Trennung ist auch für
theologische Disziplinen wie Schöpfungstheologie, Christologie,
Trinitätstheologie problematisch, da durch die ontologische Trennung
das Gott-Welt-Verhältnis nur als externe Relationen aufgefasst werden
kann. Angesichts dieser Problemlage scheinen Ansätze in der
Gott-Welt-Debatte jenseits strikt dualistischer ("klassischer Theismus")
und identitätstheoretischer Modelle ("Pantheismus") in den Fokus zu
rücken, die zwar an einer Differenz von Gott und Welt festhalten, bei
denen dies aber nicht eine absolute Trennung voraussetzt. Diese
panentheistischen Ansätze können auf eine große Tradition in
Philosophie und Theologie verweisen, werden aber in der aktuellen
Debatte, gerade im deutschsprachigen Raum noch nicht adäquat diskutiert
und ausreichend gewürdigt.

Ziele der Tagung
Ziel der Tagung ist es vor allem, den systematischen Erklärungswert und
die Relevanz des panentheistischen Paradigmas für den Dialog zwischen
Naturwissenschaften und Religion herauszuarbeiten und für eine
konstruktive Vermittlung fruchtbar zu machen.

Neben dem inhaltlichen Schwerpunkt wird der wissenschaftliche Erfahrungsaustausch untereinander gefördert. Neben persönlichen
Vernetzungen werden neue Forschungsprojekte und -vorhaben zur Diskussion
gestellt.

So entstanden auf den bisherigen Jahreskonferenzen nicht nur
institutionelle Kooperationen zwischen Wissenschaftlern, Arbeitsgruppen
und Buchverlagen, sondern auch Konzepte für Konferenzen und
Forschungsprojekte, die erfolgreich umgesetzt werden konnten.

Zielgruppe
WissenschaftlerInnen, NachwuchswissenschaftlerInnen, LehrerInnen,
Wissenschaftsjournalisten, Verlage

Tagungsleitung
Dr. Tobias Müller, München
Dr. Heinz-Hermann Peitz, Stuttgart

 

 

Neue Arbeitsgruppe am ING

Im Sommersemester 2016 wurde am ING die Arbeitsgruppe „Natur und Subjekt“ (NuS) unter der Leitung von Dr. Tobias Müller gegründet, die sich aus PromotionsstipendiatInnen der Haas-Stiftung und anderen Promovenden des ING, die zu dieser Thematik arbeiten, zusammensetzt. Ergänzt wird dieser Kern durch jüngere doppelqualifizierte StudentInnen, die eine interdisziplinäre Arbeit in diesem Forschungsschwerpunkt anstreben.
Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Konzepte zu erarbeiten, die eine sinnvolle Einbettung von Subjektivität, d.h. unter Berücksichtigung ihrer qualitativen Eigenarten und organismischen Bedingtheiten, in Naturzusammenhänge erlauben. Zu diesem Zweck soll zum einen aus einer wissenschaftsphilosophischer Perspektive die Reichweite der naturwissenschaftlichen Ansätze bestimmt werden. Zum anderen soll aufgezeigt werden, dass sich das Betreiben von Wissenschaften als normativer Handlungszusammenhang erweist, der in der Person des Forschers immer schon ein Subjekt voraussetzt, das sich an Normativität orientieren können muss. Aufgrund dieser subjekttheoretischen Voraussetzungen sollen die Grundzüge eines tragfähigen Konzepts konkreter Subjektivität erarbeitet werden, das es ermöglicht, naturwissenschaftliche Erkenntnisse und lebensweltliche Bestimmungen zu vermitteln, um so auf dem Stand gegenwärtiger Naturforschung und philosophischer Reflexion einen weiterführenden Beitrag zur Bewusstseinsproblematik leisten zu können.

 

Vorlesungsreihe Sommersemester 2016

Das ING veranstaltet im Sommersemster 2016 eine öffentliche Vorlesungsreihe zu der Thematik
„Organismus als Maschine? Zur kritischen Rekonstruktion der Organismustheorie in der modernen Biologie“:

 

19. April                         Prof. Dr. Christian Kummer (Hochschule für Philosophie):                              Warum es Leben (nur?) als Organismus gibt
31. Mai Prof. Dr. Gernot Falkner (Salzburg): Die kreative Selbst- und Umweltgestaltung von Lebewesen als unaufhebbarer Kontrast zu mechanistischen Funktionen
7. Juni PD Dr. Spyridon Koutroufinis (Athen / Berlin): Organismische Prozesse vs. maschinelle Abläufe
     

Alle Vorlesungen finden im Hörsaal statt und starten um 19 Uhr

 

Radiobeitrag im Deutschlandfunk

Das Forschungsprojekt der NoMaNi-Stiftung, das am ING angesiedelt ist, befasst sich mit den prinzipiellen Grenzen des naturwissenschaftlichen Ansatzes. Dabei soll ein theoretischer Rahmen entwickelt werden, der es ermöglicht, sowohl die naturwissenschaftliche Perspektive als sinnvolle, zweckgerichtete Thematisierung der Natur auszuweisen als auch der Notwendigkeit nachzukommen, wesentliche, aber von den Naturwissenschaften methodisch ausgeklammerte Aspekte der Wirklichkeit für eine Deutung von Welt und Mensch miteinzubeziehen. Einen Radiobeitrag mit Prof. Dr. Harald Lesch und Dr. Tobias Müller berichtete nun im Deutschlandfunk über die Grundidee dieses Projektes.

Den ganzen Beitrag zum nachhören und nachlesen finden sie hier.

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