Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 8

Stuttgart 1992. 324 Seiten

ISBN 978-3170122383

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Das Verhältnis von Gefühl und Vernunft, von Emotion und Kognition, gehört wie das Leib-Seele-Problem zu den Grundfragen philosophischer und psychologischer Anthropologie. Die vorliegende Untersuchung erörtert diese Fragen im Lichte der gegenwärtigen Emotionspsychologie. Die vorhandenen Ergebnisse der Emotionsforschung unterstützen weder die Dichotomie von Emotion und Kognition noch eine damit einhergehende Überbewertung oder Abwertung von Denken und Fühlen. Sie unterstreichen vielmehr die konstruktive und adaptive Rolle der Emotionen und ihre enge Verflochtenheit mit Kognitionen. Der Mensch ist das emotionalste und rationalste Lebewesen. Der gegenwärtige Forschungsstand der Emotionspsychologie wirft ein neues Licht auf die Frage nach dem Verhältnis von Psychischem und Physischem. Gefühlserlebnisse sind keine physischen Phänomene, jedoch an das materielle Substrat eines funktionierenden Nervensystems gebunden. Wie ist die Verschiedenheit und Einheit erlebter Gefühlsqualitäten und neurophysiologischer Prozesse im Menschen zu verstehen? Die Vorliegende Arbeit deutet dieses Verhältnis im Sinne eines "pragmatischen Dualismus".


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