Gibt es einen guten Tod?

Godehard Brüntrup, Gerd Haeffner
Gibt es einen guten Tod?

Ignatianische Impulse, Bd. 70

Würzburg 2016. 88 Seiten

ISBN 978-3429039264

Direkt beim Verlag bestellen

Jetzt bei Amazon bestellen

Der Tod erwartet alle – ausnahmslos. Diese Tatsache verursacht Unbehagen, sobald wir uns ihrer bewusst werden. Wie sollen, wie können wir damit umgehen? Soll man diesen Gedanken möglichst bald wieder loswerden oder verhilft er einem zur Erkenntnis über den Sinn des Lebens? Kann der Glaube helfen, die radikale Existenz-Angst zu überwinden, die der Gedanke des Todes mit sich bringt?
Diesen Fragen geht das Buch nach – in Form eines Gesprächs zwischen einem jüngeren und einem älteren Jesuiten, das um den Gedanken eines "guten Todes" kreist, und in Form eines Essays von Gerd Haeffner.


Panpsychism. Contemporary Perspectives

Godehard Brüntrup, Ludwig Jaskolla
Panpsychism. Contemporary Perspectives

Oxford University Press 2016. 414 Seiten

ISBN 978-0199359943

Jetzt bei Amazon bestellen

Recent debates in philosophy of mind seemingly have resulted in an impasse. Reductive physicalism cannot account for the phenomenal mind, and nonreductive physicalism cannot safeguard a causal role for the mental as mental. Dualism was formerly considered to be the only viable alternative, but in addition to exacerbating the problem of mental causation, it is hard to square with a naturalist evolutionary framework.

By 1979, Thomas Nagel argued that if reductionism and dualism fail, and a non-reductionist form of strong emergence cannot be made intelligible, then panpsychism-the thesis that mental being is a fundamental and ubiquitous feature of the universe-might be a viable alternative. But it was not until David Chalmers' The Conscious Mind in 1996 that debates on panpsychism entered the philosophical mainstream. Since then the field has been growing rapidly, and some leading philosophers of mind as well as scientist have argued in favor of panpsychism.

This book features contemporary arguments for panpsychism as a genuine alternative in analytic philosophy of mind in the 21st century. Different varieties of panpsychism are represented and systematically related to each other in the volume's 16 essays, which feature not only proponents of panpsychism but also prominent critics from both the physicalist and non-physicalist camps.

Contributors: Godehard Brüntrup (Munich School of Philosophy), Ludwig Jaskolla (Munich School of Philosophy, David Chalmers (New York University), Galen Strawson (University of Texas at Austin), Yujin Nagasawa (University of Birmingham), Khai Wager (University of Birmingham), Berit Brogaard (University of Miami), Gregg Rosenberg, Barbara Gail Montero (City University of New York), William Seager (University of Toronto Scarborough), Sam Coleman (University of Hertfordshire), Philip Goff (Central European University), Brian McLaughlin (Rutgers University), Achim Stephan (Universität Osnabrück), Leopold Stubenberg (University of Notre Dame), Charles Taliaferro (St. Olaf College), Uwe Meixner (Universität Augsburg)


Perfektionistischer Liberalismus. Warum Neutralität ein falsches Ideal in der Politikbegründung ist

Patrick Zoll
Perfektionistischer Liberalismus. Warum Neutralität ein falsches Ideal in der Politikbegründung ist

Praktische Philosophie, Bd. 89

Freiburg 2016. 499 Seiten

Jetzt bei buch7 bestellen

Jetzt bei Amazon bestellen

Dürfen in der Rechtfertigung des Gebrauchs staatlicher Zwangsgewalt Argumente eine Rolle spielen, die von kontroversen Annahmen darüber abhängig sind, was ein gutes Leben ist und ausmacht? Während Politische Liberale behaupten, dass ein Rückgriff auf derartige Argumente illegitim ist, weil damit gegen ein Neutralitätsprinzip verstoßen wird, lehnen Perfektionistische Liberale ein solches Prinzip ab und argumentieren, dass eine Verwendung solcher Argumente nicht grundsätzlich unzulässig ist. Dieses Buch analysiert die in der Debatte vertretenen Positionen, kritisiert die beiden bisher entwickelten Modelle eines Perfektionistischen Liberalismus als unbefriedigend und präsentiert abschließend einen eigenen Ansatz, der beansprucht, sich einem Politischen Liberalismus als überlegen zu erweisen.


Philosophie des 19. Jahrhunderts

Josef Schmidt, Peter Ehlen ,Gerd Haeffner
Philosophie des 19. Jahrhunderts

Grundkurs Philosophie, Bd. 9

5. vollst. überarb. Aufl.

Stuttgart 2016. 428 Seiten

ISBN 978-3170309517

Jetzt bei Amazon bestellen

Eine der intensivsten Epochen der Philosophiegeschichte ist der Deutsche Idealismus, gekennzeichnet durch das Ringen um das Absolute, besonders bei Fichte, Schelling und Hegel. Nach dem Zusammenbruch dieser Systeme kommt es zu einer vielgestaltigen Differenzierung philosophischen Denkens: Es entstehen die Existenzphilosophie (Kierkegaard), der Positivismus und Materialismus, die Lebensphilosophie (Nietzsche und Bergson), die Religionskritik Feuerbachs, die sozialphilosophisch bei Marx und Engels fortwirkt. Diese Positionen werden in Grundzügen dargestellt, wobei auf Grenzen und Engführungen hingewiesen wird.


"Geist", "Religion" und "absolutes Wissen". Ein Kommentar zu den drei gleichnamigen Kapiteln aus Hegels "Phänomenologie des Geistes"

Josef Schmidt
"Geist", "Religion" und "absolutes Wissen". Ein Kommentar zu den drei gleichnamigen Kapiteln aus Hegels "Phänomenologie des Geistes"

Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 13

Stuttgart 2016. 492 Seiten

ISBN 978-3170319158

Jetzt bei Amazon bestellen
Dieses Buch erhalten Sie als e-book oder Book on Demand-Ausgabe. Dabei handelt es sich um einen Nachdruck der vergriffenen Originalausgabe von 1997, der auf Bestellung mit einem hochwertigen Digitaldruckverfahren hergestellt wird.

Hegels "Phänomenologie des Geistes" ist eines der großen Werke der philosophischen Weltliteratur. Seit ihrem Erscheinen im Jahre 1807 ist sie bis heute Gegenstand heftiger Auseinandersetzung. Merkwürdigerweise stehen den vielen globalen Interpretationen aber nur wenige Versuche einer sorgfältigen Textanalyse gegenüber. Das gilt besonders für die drei letzten Kapitel, "Geist", "Religion" und "absolutes Wissen". Gerade diese Passagen aber müssen als die wichtigsten und inhaltsreichsten Abschnitte des Werks gelten, auf die dieses als ganzes zuläuft. Der vorliegende Kommentar soll diese Lücke schließen. Nach einer zusammenfassenden Deutung der ersten Hälfte der "Phänomenologie" wird der Gehalt der drei Gipfel-Kapitel erschlossen, die die zweite Hälfte ausmachen, und zwar in engem Anschluss an den Text selbst. Auf diese Weise erhellen sich zahlreiche dunkle Stellen, über die bisher hinweggelesen wurde oder die der Deutung widerstanden. Hegels Denken zeigt sich so in neuer Frische.


Wissenschaftstheorie: Eine Einführung

Stefan Bauberger
Wissenschaftstheorie: Eine Einführung

Grundkurs Philosophie, Bd. 20

1. Aufl.

Stuttgart 2016. 191 Seiten

ISBN 978-3-17-031119-0

Jetzt bei Amazon bestellen

Aus den beiden Erkenntnisquellen menschlichen Wissens (empirische Erkenntnis, logische Analyse) entwickelt Bauberger zwei Grundfragen der Wissenschaftstheorie, nach denen sich auch das Lehrbuch gliedert: Zunächst reflektiert die Wissenschaftstheorie die Methoden der empirischen Wissenschaften und liefert damit Hilfestellung für das Betreiben derselben. Darüber hinaus bewertet sie die Geltung der empirischen Erkenntnisse und stellt sich damit einer genuin philosophischen Aufgabe. Der so entstehende Dialog konkreter wissenschaftlicher Aufgabenfelder, Methoden- und Metareflexion zeigt die Relevanz wissenschaftstheoretischen Arbeitens und fördert die Sprachfähigkeit der Studierenden außerhalb ihres philosophischen Faches. Historische Entwicklungen und Darstellung von wissenschaftsphilosophischen Positionen aus der Tradition werden anhand der thematischen Kapitel durchgeführt.

Webseite des Verlags: Wissenschaftstheorie: Eine Einführung (Kohlhammer Verlag)


Katastrophen – Perspektiven

Michael Reder, Verena Risse ,Mara-Daria Cojocaru
Katastrophen – Perspektiven

Globale Solidaritat – Schritte zu einer neuen Weltkultur, Bd. 26

Stuttgart 2016. 156 Seiten

ISBN 978-3170309555

Jetzt bei Amazon bestellen

Von einer Katastrophe ist schnell die Rede. Doch was, wenn überhaupt etwas, hat der Klimawandel mit dem Zweiten Weltkrieg gemein? Was ein Terroranschlag mit einem Börsencrash? Interessanterweise werden sowohl das Thema als auch der Begriff der "Katastrophe" in der Philosophie nur selten explizit behandelt. Anders als zur "Krise" gibt es keine einschlägigen Theorien oder Denker. Diese Leerstelle zumindest teilweise zu füllen, war das Anliegen des Rottendorf-Symposiums zum Titelthema, das 2015 an der Hochschule für Philosophie in München stattfand. Der vorliegende Band dokumentiert die Ergebnisse dieser Tagung und versammelt die Überlegungen namhafter Vertreter der Germanistik, Religionsphilosophie, Kulturphilosophie, Geschichtswissenschaft und -philosophie, Soziologie, Umweltgeschichte und Medienethik. In ihren Beiträgen beantworten sie Fragen wie: Können wir überhaupt sinnvoll über Katastrophen sprechen? Woher kommt der Begriff? Welche Funktionen übernimmt er in Kultur und Politik? Und können Katastropheninterpretationen dazu dienen, eine hilfreiche Perspektive auf die menschliche Zukunft zu erschließen – wird man aus Schaden klug?


Phantaschismus. Von der totalitären Versuchung unserer Demokratie

Dominik Finkelde
Phantaschismus. Von der totalitären Versuchung unserer Demokratie

Berlin 2016. 104 Seiten

ISBN 978-3940384836

Jetzt bei Amazon bestellen

Der Philosoph Dominik Finkelde geht mit seiner Publikation der Frage nach, inwieweit sich unsere Wirklichkeitswahrnehmung und -konstitution und damit unser alltägliches und politisch weitreichendes Handeln nicht alleine erkenntnisorientiert bildet, sondern wesentlich auch durch Wunsch und Phantasie. Es handelt sich hierbei keinesfalls um eine (wie immer verdächtige) akademische Fragestellung: Die Frage hat sich nämlich bereits sehr einfach an drei eklatant politisch-gesellschaftlichen, in sich nicht tragfähigen Widersprüchen "entzündet" – weil es sich um offene Fragen handelt:

1. Wie kann es möglich sein, dass eine Gesellschaft wie die US-amerikanische, die in ihrer Verfassung die Menschenrechte so hoch auf ihre Agenda gestellt hat, sich Foltergefängnisse wie Abu Ghuraib leisten konnte und bis heute Guantánamo erklärtermaßen leistet? Wie lässt sich erklären, dass ein derart fundamentaler Widerspruch zur eigenen, zur staatenbildenden Normentradition mehrheitlich und demokratisch gewählt und geduldet wird?

2. Wie kann, am Beispiel Israels, ein nationales Selbstverhältnis und -verständnis, das nach der Erfahrung der Shoah die Nakba als ge­mein­schaftskonstituierend nicht anerkennen darf, genau letztere an den Palästinensern staats­gründend, die Verfassung konstituierend, praktizieren?

3. Und wie kann die BRD in Nachfolge von und Absetzung vom Nationalsozialismus eine solche Apartheidpolitik Israels jahrzehntelang tolerieren?

Die Antwort des Autors liegt in einem paradoxalen UND – das nicht deswegen Gültigkeit beansprucht, weil er es nicht ge- oder untersagt hätte, sondern weil er es offen dargelegt hat: In Finkeldes lückenhafter Wortbildung Phantaschismus ist das falsche UND, zwi­schen­silbig versteckt und damit zurecht, verschluckt worden.

Rezension von Sophia Deeg auf kritisch-lesen.de


Wer hat, dem wird gegeben? Besteuerung von Reichtum. Argumente, Probleme, Alternativen

Jörg Alt, Patrick Zoll
Wer hat, dem wird gegeben? Besteuerung von Reichtum. Argumente, Probleme, Alternativen

Fragen der Zeit, Bd. 13

Würzburg 2016. 200 Seiten

ISBN 978-3429039134

Jetzt bei buch7 bestellen

Jetzt bei Amazon bestellen

Die Vermögenskonzentration in Deutschland ist inzwischen eine der höchsten weltweit: Ein Prozent der Bevölkerung besitzt ein Drittel des Vermögens und die unteren 90 Prozent ebenfalls nur ein Drittel. Ist das fair? Zahlen große Konzerne angemessene Steuern, um zur Finanzierung von Gemeinschaftsaufgaben beizutragen, wie den Bau von Straßen, Brücken, Kindergärten oder Schulen? Und was ist mit jenen, die solche Konzerne als Anteilseigner oder Aktionäre besitzen? Zahlen sie einen ihrem Vermögen angemessenen Beitrag? Gibt es Alternativen, die es Vermögenden erleichtern, einen größeren Teil ihres Besitzes der Gemeinschaft zurückzugeben? Spenden, Stiftungen, Entwicklungsinvestitionen ... Die Diskussion darüber ist heftig. In diesem Buch stellen sich Ethiker, Empiriker und Praktiker solchen Fragen. Und da Deutschland keine Insel im globalen Meer ist, werden auch internationale Perspektiven einbezogen.


Erfahrung – Vernunft – Praxis. Christliche Sozialethik im Gespräch mit dem philosophischen Pragmatismus

Alexander Filipović
Erfahrung – Vernunft – Praxis. Christliche Sozialethik im Gespräch mit dem philosophischen Pragmatismus

Gerechtigkeit – Ethik – Religion, Bd. 2

Paderborn u.a. 2015. 246 Seiten

ISBN 978-3506772961

Jetzt bei buch7 bestellen

Jetzt bei Amazon bestellen

Seit einigen Jahren regt die Philosophie des Pragmatismus erneut die philosophische Debatte an. Die vorliegende Arbeit macht diese reiche Tradition für moralphilosophische Grundlagenfragen Christlicher Sozialethik fruchtbar.

Die Leistungen der Philosophie des Pragmatismus wurden vor allem in Deutschland lange nicht gesehen. In der Christlichen Sozialethik, wie in der ganzen katholischen Theologie, blieb die Tradition des Pragmatismus im Grunde bisher völlig unbeachtet, obwohl sie wie von selbst einer postnaturrechtlichen Ausgestaltung Christlicher Sozialethik entgegenkommt. Das Buch identifiziert in den Begriffen Erfahrung, Vernunft und Praxis moralphilosophische Kondensationspunkte christlich-sozialethischer Konzeptionen. Es stellt diesen Entwürfen zentrale Aspekte einer pragmatistischen Ethik zur Seite, um dann die Möglichkeiten einer pragmatistischen Anreicherung moralphilosophischer Grundlegung Christlicher Sozialethik darzustellen.


Zur Praxis der Menschenrechte. Formen, Potenziale und Widersprüche

Michael Reder, Mara-Daria Cojocaru
Zur Praxis der Menschenrechte. Formen, Potenziale und Widersprüche

Globale Solidaritat – Schritte zu einer neuen Weltkultur, Bd. 25

Stuttgart 2015. 173 Seiten

ISBN 978-3170288997

Direkt beim Verlag bestellen

Die Menschenrechte haben sich als praktische Querschnittaufgabe einer Vielzahl an Politikfeldern etabliert. Oft werden sie als überzeugendes Beispiel für einen normativen Konsens der Weltgemeinschaft angeführt. Gleichzeitig wird immer wieder erkennbar, dass dieses Ideal verschiedenen Deutungen in der Praxis unterliegt. Welche Funktion hat etwa der Universalismus der Menschenrechte oder was trägt der Würde-Begriff wirklich aus? Welche Begründungsstrategien sind denkbar, auch im Lichte kultureller und religiöser Vielfalt? Und wäre nicht auch über Menschenpflichten nachzudenken? Was bleibt schließlich von dem Ideal der Menschenrechte angesichts von Problemstellungen, die es notwendig machen, über das klassische Gefüge von Staat und Individuum hinaus zu denken? Dieser Band des Forschungs- und Studienprojektes der Rottendorf-Stiftung an der Hochschule für Philosophie versammelt dazu Überlegungen namhafter Völkerrechtler, Politik-, Sozial-, Religionswissenschaftler und Philosophen.


Arbeitsbuch Managementtechniken. Werkzeuge für Projektleiter

Peter Dohm, Wolfgang Neuser ,Barbara Schellhammer u.a.
Arbeitsbuch Managementtechniken. Werkzeuge für Projektleiter

Steinbeis-Edition

Stuttgart 2015. 153 Seiten

ISBN 978-3956630521

Jetzt bei Amazon bestellen

Das Arbeitsbuch Managementtechniken dient als grundlegendes Werkzeug und Hilfsmittel, um ihre Führungsaufgabe zu erfüllen. Es soll Ihnen helfen, tagtägliche Herausforderungen wie das Aufbereiten und Präsentieren von Aufgabenstellungen, das Leiten von Gruppen, das Vorbereiten von Entscheidungen und die Steuerung gruppendynamischer Prozesse zu meistern.

Hierzu ist das Arbeitsbuch in fünf Bereiche unterteilt. Im ersten werden theoretische Grundlagen zur Erfüllung der Führungsaufgaben erläutert. Beispielsweise geht es hier um Macht und Verantwortung sowie um Kommunikation. Weitere Kapitel behandeln die Theorie praktischer Fähigkeiten wie die Gestaltung und Durchführung von Meetings und Besprechungen. Der dritte Bereich befasst sich mit der Anwendung von Moderationstechniken bei Diskussionen. Der vierte Bereich stellt verschiedene Innovations- und Kreativitätstechniken vor. In den abschließenden Kapiteln des fünften Bereichs wird auf verschiedene Modelle des werteorientierten Handelns eingegangen.

Zur Vertiefung des gelernten Inhalts sind am Ende jedes Kapitels Aufgaben zur Selbstkontrolle zu finden.


Kontexte der Vernunft

Friedo Ricken
Kontexte der Vernunft

Stuttgart 2015. 157 Seiten

ISBN 978-3170289376

Jetzt bei Amazon bestellen

Wenn wir die Vernunft mit einer Wurzel vergleichen, dann sind die Kontexte der Vernunft das Erdreich, in das sie eingebettet ist. Sachlicher Mittelpunkt des Bandes ist ein Text zur Religionsphilosophie Kants. Die Wurzel der Vernunft ist eingebettet in das Erdreich des im Neuen Testament niedergelegten historischen Offenbarungsglaubens, der dem Vernunftglauben Fasslichkeit, Ausbreitung und Beharrlichkeit gibt. Der Prozess der Aneignung der Offenbarung durch die Vernunft ist nicht abgeschlossen; wie die Pflanze auf das Erdreich, so ist der Vernunftglaube auf den Kontext des historischen Offenbarungsglaubens angewiesen. Was Kant für die Religionsphilosophie ausführt, wird durch die anderen Texte in einen größeren Zusammenhang gestellt. Um das Erdreich zu durchdringen, entfaltet die Wurzel sich in vielen Fasern; entsprechend wird der Begriff der Vernunft durch seine verschiedenen Kontexte in vielfacher Weise differenziert.


Ethik und Finanzwirtschaft

Johannes Wallacher, Georg Fahrenschon
Ethik und Finanzwirtschaft

Stuttgart 2015. 448 Seiten

ISBN 978-3093052521

Direkt beim Verlag bestellen

Die Finanzkrise und ihre globalen Folgen haben das Bewusstsein dafür geschärft, dass Selbstverständnis und Handeln finanzwirtschaftlicher Akteure intensiv zu reflektieren sind. Dieses Buch bietet eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Finanzexperten und Ethikern, die den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus weiten. Finanztechnisches Fachwissen wird so in einer integrierten Weise mit ethischem Orientierungswissen verknüpft. Praxisbeiträge zeigen exemplarisch, wie die Theorie umgesetzt werden kann. Bei den Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe sind aufgrund ihrer Geschichte und ihres öffentlichen Auftrags viele Elemente eines ethischen Grundverständnisses im Markenkern konzentriert. Beispiele verdeutlichen, wie dieses Grundverständnis strategisch ausgebaut und in eine positive Kundenbeziehung eingebracht werden kann.


"Dichte Beschreibung" in der Arktis. Clifford Geertz und die Kulturrevolution der Inuit in Nordkanada

Barbara Schellhammer
"Dichte Beschreibung" in der Arktis. Clifford Geertz und die Kulturrevolution der Inuit in Nordkanada

Bielefeld 2015. 450 Seiten

ISBN 978-3-8376-3234-7

Direkt beim Verlag bestellen

Jetzt bei Amazon bestellen

Clifford Geertz (1926–2006) war einer der bedeutendsten Kulturanthropologen des 20. Jahrhunderts. Wie wichtig seine Vorstellung von Kultur als sinnstiftendes Bedeutungsgewebe heute noch ist, zeigt die erschütternde Gewalt von Menschen, die befürchten müssen, dass ihr sozio-kulturelles Netz Risse und Löcher bekommt, sie Halt und Orientierung verlieren. Die Geschichte und prekäre Situation der Inuit verdeutlicht diese Zusammenhänge.

Barbara Schellhammer verbindet das Geertz'sche Denken mit dessen konkreter Anwendung in Nordkanada und bietet somit neue Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten – sowohl für die sozialwissenschaftliche Theoriebildung als auch für die besorgniserregende psycho-soziale Lage der Inuit.

Rezension von Prof. Franz Gmainer-Pranzl (Uni Salzburg): "ein dichtes Netz geteilter Interpretationen"


Souveränität und Subversion. Figurationen des Politisch-Imaginären

Dominik Finkelde, Rebekka A. Klein
Souveränität und Subversion. Figurationen des Politisch-Imaginären

Freiburg 2015. 256 Seiten

ISBN 978-3495487549

Jetzt bei Amazon bestellen

Das historische Bild der Souveränität hat sich seit Thomas Hobbes’ Leviathan gewandelt, doch auch die heutigen Demokratien berufen sich auf imaginäre Subjekte souveräner Macht (Volk, Nation, Staat) und schreiben deren Existenz symbolisch in die soziale Wirklichkeit ein. Auch die vermeintliche Krise der Souveränität in einer globalisierten Welt hat der politischen Wirksamkeit dieser Figur des Politisch-Imaginären keinen Abbruch getan. So beanspruchen rechte und linke politische Protestbewegungen der Gegenwart, als souveräne Gemeinschaft der Ausgeschlossenen und Unterdrückten an die Stelle des souveränen Stimmvolkes treten zu können. Die Souveränität scheint unausweichlich. Subversiv gegen sie zu intervenieren, ist daher ein anspruchsvolles Unterfangen.


Die Unergründlichkeit der menschlichen Natur

Olivia Mitscherlich-Schönherr, Matthias Schloßberger
Die Unergründlichkeit der menschlichen Natur

Internationales Jahrbuch für Philosophische Anthropologie, Bd. 5
Berlin 2015, 293 Seiten
ISSN 2192-4279

Inhaltsverzeichnis

Einzelartikel

Die Unergründlichkeit der menschlichen Natur ist ein Gemeinplatz der Philosophie: Irgendetwas an der Natur des Menschen entzieht sich beharrlich jedem philosophischen Zugriff: homo absconditus. Das Motiv findet sich in vielen philosophischen Traditionen, aber erst die recht gestellte Frage nach dem Wesen des Menschen ermöglicht ein volles Verständnis der Rede vom homo absconditus. Der Band versammelt Beiträge aus unterschiedlichen Traditionen und Schulen und bringt so die verschiedenen Zugriffe auf die Unergründlichkeit der menschlichen Natur ins Gespräch.

 


Global Common Good. Intercultural Perspectives on a Just and Ecological Transformation

Michael Reder, Verena Risse ,Katharina Hirschbrunn u.a.
Global Common Good. Intercultural Perspectives on a Just and Ecological Transformation

Frankfurt und New York 2015. 272 Seiten

ISBN 978-3593503189

Jetzt bei Amazon bestellen

Die Weltgemeinschaft ist heute mehr denn je mit gewaltigen Herausforderungen konfrontiert. In vielen Regionen der Welt wird diskutiert, welche Entwicklungsparadigmen ethisch verantwortbar, politisch vermittelbar und zugleich nachhaltig sein können. Der Band versammelt Beiträge eines interkulturellen Dialogs über zukünftige Entwicklungsparadigmen. Dieser Dialog wird sowohl auf der konzeptionellen wie auf der praktisch-politischen Ebene geführt, denn die Dringlichkeit der globalen Krisen erfordert ein gemeinsames Nachdenken über alternative Entwicklungsmodelle und ihre politische Umsetzung.


Die Kunst, sich selbst zu verstehen. Den Weg ins eigene Leben finden. Ein philosophisches Plädoyer

Michael Bordt
Die Kunst, sich selbst zu verstehen. Den Weg ins eigene Leben finden. Ein philosophisches Plädoyer

München 2015. 200 Seiten

ISBN 978-3945543108

Jetzt bei Amazon bestellen

Worüber sollte man nachdenken, wenn man sich selbst verstehen möchte? Was heißt es, ein selbstbestimmtes Leben zu führen? Wie kann unser Leben gelingen und was gibt ihm Sinn? Warum sind uns Freundschaft und Liebe, aber auch unsere Arbeit so wichtig? Und wie können wir mit Leid und Tod umgehen? Der Ausgangspunkt ist die Frage, wie man über sich selbst nachdenken sollte und worüber man nachdenken sollte, wenn man sich selbst verstehen möchte. Wesentlich für unser Leben ist aber nicht nur, dass wir über uns nachdenken, sondern auch, dass wir emotional auf unser Leben bezogen sind; sich selbst zu verstehen, bedeutet deswegen auch, die eigenen Emotionen zu verstehen.


Die Kunst sich selbst auszuhalten. Ein Weg zur inneren Freiheit

Michael Bordt
Die Kunst sich selbst auszuhalten. Ein Weg zur inneren Freiheit

München 2015. Audio-CD

Sprecher: Michael Bordt SJ

ISBN 978-3945095065

Jetzt bei Amazon bestellen

Warum ist es so schwer, sich selbst zu erkennen und zu akzeptieren? Wie findet man die innere Freiheit – die Freiheit, sein eigenes Leben zu führen und nicht das Leben, das andere von einem erwarten? Michael Bordt hat mit "Die Kunst sich selbst auszuhalten" einen klaren Leitfaden dafür verfasst. Schritt für Schritt führt er durch den schwierigen Prozess, sich von negativen Emotionen zu lösen und innere Ausgeglichenheit zu erlangen. Bordt fordert uns auf, in uns hinein zu horchen, die eigenen Gefühle bewusst wahrzunehmen, ohne uns vom Alltagstress, Handy oder den Weiten des Internets ablenken zu lassen. Er bestärkt uns, sich von den Erwartungen der heutigen Leistungsgesellschaft frei zu machen und stattdessen zur Ruhe zu kommen.