Publikationen

Alexander Filipović, Ingrid Stapf, Marlis Prinzing

Gesellschaft ohne Diskurs? Digitaler Wandel und Journalismus aus medienethischer Perspektive

Kommunikations- und Medienethik, Bd. 5

Baden-Baden 2017. 291 Seiten

ISBN 978-3848736447

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Im Zuge der Digitalisierung ist oft von einer Verrohung öffentlicher Debatten die Rede. Der Journalismus steckt zudem in einer tiefen Vertrauenskrise. Durch den digitalen Wandel erhöht sich die Gefahr einer Gesellschaft ohne sachgerechten Diskurs. Inwiefern kann Journalismus unter den sich verändernden Bedingungen seiner Aufgabe der Herstellung und Begleitung der öffentlich-gesellschaftlichen Debatte gerecht werden? Die Beiträge befassen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Zukunft im Journalismus. Dabei ist die Frage leitend, was auf dem Spiel steht, wenn die Gesellschaft ihren kritisch und fair angelegten und durch einen unabhängigen Journalismus moderierten Diskurs verliert.

Dominik Finkelde

Badiou and the State

Nomos Verlag 2017, 231 Seiten, broschiert.

ISBN 978-3-8487-3224-1

Abstract:

Badiou’s philosophy of the event stands at the centre of his influential theory of revolutionary politics. It has received both much acclaim for the way it rigorously and systematically unfolds as well as heavy criticism because of the philosopher’s theoretical and personal radicalism as an outspoken critic of modern western democracies. Does Badiou’s oeuvre not undermine the value of political representation via the state? What is left of the state in Badiou’s thinking if political and universal “events” by definition bear validity through their illegitimacy, while the state only represents legality?

The essays presented in the volume “Badiou and the State”, written by internationally outstanding scholars in the field of contemporary political philosophy, are dedicated to these questions, which Badiou’s unique philosophy provokes.

With contributions by:
Alain Badiou, Lorenzo Chiesa, Oliver Feltham, Dominik Finkelde, Gernot Kamecke, Paul Livingston, Rado Riha, Frank Ruda, Arno Schubbach, Alberto Toscano, Yannis Stavrakakis and Jan Völker.

Further information:
Badiou and the State | Finkelde | Nomos Verlagsgesellschaft

Michael Bordt

Die Kunst, die Eltern zu enttäuschen - Vom Mut zum selbstbestimmten Leben

Nur wer bereit ist, andere zu enttäuschen, wird sein eigenes Leben finden.

Was passiert, wenn man erkennt, dass die Vorstellungen, die andere sich von uns machen, nicht mehr zu uns selbst passen? Vorstellungen, die unsere Freunde, unsere Partner, unsere Kinder oder unsere Eltern von uns haben und die uns, bei aller Freundschaft und Liebe, auch festlegen und manchmal fremd bestimmen? Wie findet man zu seinem eigenen Leben, seiner eigenen Stimme? Wie enttäuscht man Erwartungen, um selbstbestimmt leben zu können? Was lernt man aus den eigenen Enttäuschungen – von anderen Menschen, vielleicht auch vom Leben, aber auch von uns selbst? Fragen, denen Michael Bordt in einem klugen, kurzen Essay nachspürt. Statt gutgemeinter Ratschläge schlägt er eine neue, befreiende Sicht auf Enttäuschungen vor, die gewohnte Denkmuster auf den Kopf stellt und den Blick frei macht für die Schönheit und die Verletzbarkeit des eigenen Lebens.

Webseite des Verlags
Thomas Schärtl, Ludwig Jaskolla, Georg Gasser

Handbuch der analytischen Theologie

Das Projekt einer analytischen Theologie versucht die Methoden und Ergebnisse der analytischen Philosophie und Religionsphilosophie für theologische Fragestellungen fruchtbar zu machen. Mit dem vorliegenden Buch sind die aktuellen Debatten der analytischen Theologie und Religionsphilosophie erstmals in kompakter Form, klarer Darstellung und aktueller Aufarbeitung des Sachstands in deutscher Sprache zugänglich. Ausgewiesene Experten/innen konnten für die Sachstandsdarstellung einschlägiger Themen gewonnen werden. Im breiten Themenspektrum des Buches werden nicht nur Fragen der Methodologie oder das Vernunft-Glaube-Verhältnis bzw. die Frage der Rationalität des Gottesglaubens erörtert, sondern es wird auch der Ertrag analytisch-theologischen Vorgehens in Hinsicht auf materialdogmatische Themen (Trinität, Inkarnation, Erlösung etc.) bilanziert. Gleichzeitig versteht sich das vorliegende Buch als Einladung zum Dialog und Diskurs; aus diesem Grund waren theologische Experten/innen, die sich in der Theologie dezidiert auf andere philosophische Grundlagen berufen, eingeladen, auf die einzelnen Sachstandskapitel kritisch-konstruktiv zu replizieren. Das vorliegende Buch dient daher nicht nur der soliden Grundlageninformation über das Projekt einer analytischen Theologie, sondern zeigt bereits an, wo und wie die analytische Methodik produktiv in die Theologie hineinwirken kann.

850 Seiten, Aschendorff-Verlag

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Patrick Zoll

Perfektionistischer Liberalismus. Warum Neutralität ein falsches Ideal in der Politikbegründung ist

Praktische Philosophie, Bd. 89

Freiburg 2016. 499 Seiten

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Dürfen in der Rechtfertigung des Gebrauchs staatlicher Zwangsgewalt Argumente eine Rolle spielen, die von kontroversen Annahmen darüber abhängig sind, was ein gutes Leben ist und ausmacht? Während Politische Liberale behaupten, dass ein Rückgriff auf derartige Argumente illegitim ist, weil damit gegen ein Neutralitätsprinzip verstoßen wird, lehnen Perfektionistische Liberale ein solches Prinzip ab und argumentieren, dass eine Verwendung solcher Argumente nicht grundsätzlich unzulässig ist. Dieses Buch analysiert die in der Debatte vertretenen Positionen, kritisiert die beiden bisher entwickelten Modelle eines Perfektionistischen Liberalismus als unbefriedigend und präsentiert abschließend einen eigenen Ansatz, der beansprucht, sich einem Politischen Liberalismus als überlegen zu erweisen.

Jörg Alt, Patrick Zoll

Wer hat, dem wird gegeben? Besteuerung von Reichtum. Argumente, Probleme, Alternativen

Fragen der Zeit, Bd. 13

Würzburg 2016. 200 Seiten

ISBN 978-3429039134

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Die Vermögenskonzentration in Deutschland ist inzwischen eine der höchsten weltweit: Ein Prozent der Bevölkerung besitzt ein Drittel des Vermögens und die unteren 90 Prozent ebenfalls nur ein Drittel. Ist das fair? Zahlen große Konzerne angemessene Steuern, um zur Finanzierung von Gemeinschaftsaufgaben beizutragen, wie den Bau von Straßen, Brücken, Kindergärten oder Schulen? Und was ist mit jenen, die solche Konzerne als Anteilseigner oder Aktionäre besitzen? Zahlen sie einen ihrem Vermögen angemessenen Beitrag? Gibt es Alternativen, die es Vermögenden erleichtern, einen größeren Teil ihres Besitzes der Gemeinschaft zurückzugeben? Spenden, Stiftungen, Entwicklungsinvestitionen ... Die Diskussion darüber ist heftig. In diesem Buch stellen sich Ethiker, Empiriker und Praktiker solchen Fragen. Und da Deutschland keine Insel im globalen Meer ist, werden auch internationale Perspektiven einbezogen.

Josef Schmidt

"Geist", "Religion" und "absolutes Wissen". Ein Kommentar zu den drei gleichnamigen Kapiteln aus Hegels "Phänomenologie des Geistes"

Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 13

Stuttgart 2016. 492 Seiten

ISBN 978-3170319158

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Dieses Buch erhalten Sie als e-book oder Book on Demand-Ausgabe. Dabei handelt es sich um einen Nachdruck der vergriffenen Originalausgabe von 1997, der auf Bestellung mit einem hochwertigen Digitaldruckverfahren hergestellt wird.

Hegels "Phänomenologie des Geistes" ist eines der großen Werke der philosophischen Weltliteratur. Seit ihrem Erscheinen im Jahre 1807 ist sie bis heute Gegenstand heftiger Auseinandersetzung. Merkwürdigerweise stehen den vielen globalen Interpretationen aber nur wenige Versuche einer sorgfältigen Textanalyse gegenüber. Das gilt besonders für die drei letzten Kapitel, "Geist", "Religion" und "absolutes Wissen". Gerade diese Passagen aber müssen als die wichtigsten und inhaltsreichsten Abschnitte des Werks gelten, auf die dieses als ganzes zuläuft. Der vorliegende Kommentar soll diese Lücke schließen. Nach einer zusammenfassenden Deutung der ersten Hälfte der "Phänomenologie" wird der Gehalt der drei Gipfel-Kapitel erschlossen, die die zweite Hälfte ausmachen, und zwar in engem Anschluss an den Text selbst. Auf diese Weise erhellen sich zahlreiche dunkle Stellen, über die bisher hinweggelesen wurde oder die der Deutung widerstanden. Hegels Denken zeigt sich so in neuer Frische.

Stefan Bauberger

Wissenschaftstheorie: Eine Einführung

Grundkurs Philosophie, Bd. 20

1. Aufl.

Stuttgart 2016. 191 Seiten

ISBN 978-3-17-031119-0

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Aus den beiden Erkenntnisquellen menschlichen Wissens (empirische Erkenntnis, logische Analyse) entwickelt Bauberger zwei Grundfragen der Wissenschaftstheorie, nach denen sich auch das Lehrbuch gliedert: Zunächst reflektiert die Wissenschaftstheorie die Methoden der empirischen Wissenschaften und liefert damit Hilfestellung für das Betreiben derselben. Darüber hinaus bewertet sie die Geltung der empirischen Erkenntnisse und stellt sich damit einer genuin philosophischen Aufgabe. Der so entstehende Dialog konkreter wissenschaftlicher Aufgabenfelder, Methoden- und Metareflexion zeigt die Relevanz wissenschaftstheoretischen Arbeitens und fördert die Sprachfähigkeit der Studierenden außerhalb ihres philosophischen Faches. Historische Entwicklungen und Darstellung von wissenschaftsphilosophischen Positionen aus der Tradition werden anhand der thematischen Kapitel durchgeführt.

Webseite des Verlags: Wissenschaftstheorie: Eine Einführung (Kohlhammer Verlag)

Michael Reder, Verena Risse, Mara-Daria Cojocaru

Katastrophen – Perspektiven

Globale Solidaritat – Schritte zu einer neuen Weltkultur, Bd. 26

Stuttgart 2016. 156 Seiten

ISBN 978-3170309555

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Von einer Katastrophe ist schnell die Rede. Doch was, wenn überhaupt etwas, hat der Klimawandel mit dem Zweiten Weltkrieg gemein? Was ein Terroranschlag mit einem Börsencrash? Interessanterweise werden sowohl das Thema als auch der Begriff der "Katastrophe" in der Philosophie nur selten explizit behandelt. Anders als zur "Krise" gibt es keine einschlägigen Theorien oder Denker. Diese Leerstelle zumindest teilweise zu füllen, war das Anliegen des Rottendorf-Symposiums zum Titelthema, das 2015 an der Hochschule für Philosophie in München stattfand. Der vorliegende Band dokumentiert die Ergebnisse dieser Tagung und versammelt die Überlegungen namhafter Vertreter der Germanistik, Religionsphilosophie, Kulturphilosophie, Geschichtswissenschaft und -philosophie, Soziologie, Umweltgeschichte und Medienethik. In ihren Beiträgen beantworten sie Fragen wie: Können wir überhaupt sinnvoll über Katastrophen sprechen? Woher kommt der Begriff? Welche Funktionen übernimmt er in Kultur und Politik? Und können Katastropheninterpretationen dazu dienen, eine hilfreiche Perspektive auf die menschliche Zukunft zu erschließen – wird man aus Schaden klug?

Josef Schmidt, Peter Ehlen, Gerd Haeffner

Philosophie des 19. Jahrhunderts

Grundkurs Philosophie, Bd. 9

5. vollst. überarb. Aufl.

Stuttgart 2016. 428 Seiten

ISBN 978-3170309517

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Eine der intensivsten Epochen der Philosophiegeschichte ist der Deutsche Idealismus, gekennzeichnet durch das Ringen um das Absolute, besonders bei Fichte, Schelling und Hegel. Nach dem Zusammenbruch dieser Systeme kommt es zu einer vielgestaltigen Differenzierung philosophischen Denkens: Es entstehen die Existenzphilosophie (Kierkegaard), der Positivismus und Materialismus, die Lebensphilosophie (Nietzsche und Bergson), die Religionskritik Feuerbachs, die sozialphilosophisch bei Marx und Engels fortwirkt. Diese Positionen werden in Grundzügen dargestellt, wobei auf Grenzen und Engführungen hingewiesen wird.

Godehard Brüntrup, Gerd Haeffner

Gibt es einen guten Tod?

Ignatianische Impulse, Bd. 70

Würzburg 2016. 88 Seiten

ISBN 978-3429039264

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Der Tod erwartet alle – ausnahmslos. Diese Tatsache verursacht Unbehagen, sobald wir uns ihrer bewusst werden. Wie sollen, wie können wir damit umgehen? Soll man diesen Gedanken möglichst bald wieder loswerden oder verhilft er einem zur Erkenntnis über den Sinn des Lebens? Kann der Glaube helfen, die radikale Existenz-Angst zu überwinden, die der Gedanke des Todes mit sich bringt?
Diesen Fragen geht das Buch nach – in Form eines Gesprächs zwischen einem jüngeren und einem älteren Jesuiten, das um den Gedanken eines "guten Todes" kreist, und in Form eines Essays von Gerd Haeffner.

Dominik Finkelde

Phantaschismus. Von der totalitären Versuchung unserer Demokratie

Berlin 2016. 104 Seiten

ISBN 978-3940384836

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Der Philosoph Dominik Finkelde geht mit seiner Publikation der Frage nach, inwieweit sich unsere Wirklichkeitswahrnehmung und -konstitution und damit unser alltägliches und politisch weitreichendes Handeln nicht alleine erkenntnisorientiert bildet, sondern wesentlich auch durch Wunsch und Phantasie. Es handelt sich hierbei keinesfalls um eine (wie immer verdächtige) akademische Fragestellung: Die Frage hat sich nämlich bereits sehr einfach an drei eklatant politisch-gesellschaftlichen, in sich nicht tragfähigen Widersprüchen "entzündet" – weil es sich um offene Fragen handelt:

1. Wie kann es möglich sein, dass eine Gesellschaft wie die US-amerikanische, die in ihrer Verfassung die Menschenrechte so hoch auf ihre Agenda gestellt hat, sich Foltergefängnisse wie Abu Ghuraib leisten konnte und bis heute Guantánamo erklärtermaßen leistet? Wie lässt sich erklären, dass ein derart fundamentaler Widerspruch zur eigenen, zur staatenbildenden Normentradition mehrheitlich und demokratisch gewählt und geduldet wird?

2. Wie kann, am Beispiel Israels, ein nationales Selbstverhältnis und -verständnis, das nach der Erfahrung der Shoah die Nakba als ge­mein­schaftskonstituierend nicht anerkennen darf, genau letztere an den Palästinensern staats­gründend, die Verfassung konstituierend, praktizieren?

3. Und wie kann die BRD in Nachfolge von und Absetzung vom Nationalsozialismus eine solche Apartheidpolitik Israels jahrzehntelang tolerieren?

Die Antwort des Autors liegt in einem paradoxalen UND – das nicht deswegen Gültigkeit beansprucht, weil er es nicht ge- oder untersagt hätte, sondern weil er es offen dargelegt hat: In Finkeldes lückenhafter Wortbildung Phantaschismus ist das falsche UND, zwi­schen­silbig versteckt und damit zurecht, verschluckt worden.

Rezension von Sophia Deeg auf kritisch-lesen.de

Godehard Brüntrup, Ludwig Jaskolla

Panpsychism. Contemporary Perspectives

Oxford University Press 2016. 414 Seiten

ISBN 978-0199359943

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Recent debates in philosophy of mind seemingly have resulted in an impasse. Reductive physicalism cannot account for the phenomenal mind, and nonreductive physicalism cannot safeguard a causal role for the mental as mental. Dualism was formerly considered to be the only viable alternative, but in addition to exacerbating the problem of mental causation, it is hard to square with a naturalist evolutionary framework.

By 1979, Thomas Nagel argued that if reductionism and dualism fail, and a non-reductionist form of strong emergence cannot be made intelligible, then panpsychism-the thesis that mental being is a fundamental and ubiquitous feature of the universe-might be a viable alternative. But it was not until David Chalmers' The Conscious Mind in 1996 that debates on panpsychism entered the philosophical mainstream. Since then the field has been growing rapidly, and some leading philosophers of mind as well as scientist have argued in favor of panpsychism.

This book features contemporary arguments for panpsychism as a genuine alternative in analytic philosophy of mind in the 21st century. Different varieties of panpsychism are represented and systematically related to each other in the volume's 16 essays, which feature not only proponents of panpsychism but also prominent critics from both the physicalist and non-physicalist camps.

Contributors: Godehard Brüntrup (Munich School of Philosophy), Ludwig Jaskolla (Munich School of Philosophy, David Chalmers (New York University), Galen Strawson (University of Texas at Austin), Yujin Nagasawa (University of Birmingham), Khai Wager (University of Birmingham), Berit Brogaard (University of Miami), Gregg Rosenberg, Barbara Gail Montero (City University of New York), William Seager (University of Toronto Scarborough), Sam Coleman (University of Hertfordshire), Philip Goff (Central European University), Brian McLaughlin (Rutgers University), Achim Stephan (Universität Osnabrück), Leopold Stubenberg (University of Notre Dame), Charles Taliaferro (St. Olaf College), Uwe Meixner (Universität Augsburg)

Johannes Herzgsell, Janez Percic

Große Denker des Jesuitenordens

Paderborn 2016. 137 Seiten

ISBN 978-3506784001

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Der Jesuitenorden hat im Laufe seiner fast fünfhundertjährigen Geschichte immer wieder originelle Denker auf verschiedensten Wissensgebieten hervorgebracht und so die abendländische Kultur bereichert. Acht von diesen Denkern werden in diesem Buch vorgestellt: Francisco Suárez, Baltasar Gracián, Teilhard de Chardin, Henri de Lubac, Bernard Lonergan, Karl Rahner, Oswald von Nell-Breuning und Michel de Certeau. Ihnen allen ist es in ihrer Zeit gelungen, Entwicklungen und Erkenntnisse neuzeitlicher Philosophie und Wissenschaft aufzunehmen und mit der christlichen Tradition zu versöhnen. Damit haben sie das Christentum für den modernen Menschen verstehbar und attraktiv gemacht. Ihre originellen denkerischen Beiträge in den Geistes-, Natur- und Sozialwissenschaften sind auch für Fragen und Probleme der Gegenwart von Bedeutung und bleiben eine Quelle der Inspiration.

Alexander Filipović

Erfahrung – Vernunft – Praxis. Christliche Sozialethik im Gespräch mit dem philosophischen Pragmatismus

Gerechtigkeit – Ethik – Religion, Bd. 2

Paderborn u.a. 2015. 246 Seiten

ISBN 978-3506772961

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Seit einigen Jahren regt die Philosophie des Pragmatismus erneut die philosophische Debatte an. Die vorliegende Arbeit macht diese reiche Tradition für moralphilosophische Grundlagenfragen Christlicher Sozialethik fruchtbar.

Die Leistungen der Philosophie des Pragmatismus wurden vor allem in Deutschland lange nicht gesehen. In der Christlichen Sozialethik, wie in der ganzen katholischen Theologie, blieb die Tradition des Pragmatismus im Grunde bisher völlig unbeachtet, obwohl sie wie von selbst einer postnaturrechtlichen Ausgestaltung Christlicher Sozialethik entgegenkommt. Das Buch identifiziert in den Begriffen Erfahrung, Vernunft und Praxis moralphilosophische Kondensationspunkte christlich-sozialethischer Konzeptionen. Es stellt diesen Entwürfen zentrale Aspekte einer pragmatistischen Ethik zur Seite, um dann die Möglichkeiten einer pragmatistischen Anreicherung moralphilosophischer Grundlegung Christlicher Sozialethik darzustellen.

Peter Dohm, Wolfgang Neuser, Barbara Schellhammer u.a.

Arbeitsbuch Managementtechniken. Werkzeuge für Projektleiter

Steinbeis-Edition

Stuttgart 2015. 153 Seiten

ISBN 978-3956630521

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Das Arbeitsbuch Managementtechniken dient als grundlegendes Werkzeug und Hilfsmittel, um ihre Führungsaufgabe zu erfüllen. Es soll Ihnen helfen, tagtägliche Herausforderungen wie das Aufbereiten und Präsentieren von Aufgabenstellungen, das Leiten von Gruppen, das Vorbereiten von Entscheidungen und die Steuerung gruppendynamischer Prozesse zu meistern.

Hierzu ist das Arbeitsbuch in fünf Bereiche unterteilt. Im ersten werden theoretische Grundlagen zur Erfüllung der Führungsaufgaben erläutert. Beispielsweise geht es hier um Macht und Verantwortung sowie um Kommunikation. Weitere Kapitel behandeln die Theorie praktischer Fähigkeiten wie die Gestaltung und Durchführung von Meetings und Besprechungen. Der dritte Bereich befasst sich mit der Anwendung von Moderationstechniken bei Diskussionen. Der vierte Bereich stellt verschiedene Innovations- und Kreativitätstechniken vor. In den abschließenden Kapiteln des fünften Bereichs wird auf verschiedene Modelle des werteorientierten Handelns eingegangen.

Zur Vertiefung des gelernten Inhalts sind am Ende jedes Kapitels Aufgaben zur Selbstkontrolle zu finden.

Dominik Finkelde

Exzessive Subjektivität. Eine Theorie tathafter Neubegründung des Ethischen nach Kant, Hegel und Lacan

Freiburg 2015. 480 Seiten

ISBN 978-3495487709

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Rezension: Philosophischer Literaturanzeiger, 1-2016

Rezension: Philosophisches Jahrbuch 123. Jg./II (2016)

Rezension: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 2016-64/6

Rezension: RISS - Zeitschrift für Psychoanalyse Nr. 85 (2017/1)

Wie lassen sich ethisch motivierte Taten denken, die sich auf keine gegebenen sittlichen Vorstellungen und keine Legalität stützen können? Das heißt: Taten, welche – umgekehrt – die gegebenen normativen Ordnungen radikal in Frage stellen, dennoch aber nicht einfach als eigennützige Verletzung oder willkürliche Übertretung der herrschenden Normativität zu qualifizieren sind. Die in dem vorliegenden Buch präsentierte Theorie "exzessiver Subjektivität" zielt auf genau solche historisch so seltenen wie fundamentalen (nämlich gründenden) ethischen Ereignisse. Die Rede von "exzessiver Subjektivität" wird dabei als ein Strukturmoment verstanden, aber nicht in der Verwirklichung dessen, was Ethik als philosophische Disziplin erklärbarer und rechtfertigbarer Handlungen vorzuschreiben versucht, sondern als Verwirklichung "des Ethischen", das sich im Sinne eines Kontextbruches mit der Sittlichkeit als Ineinssetzung von Partikulärem und Allgemeinem erst nachträglich (be-)gründet. Die Studie untersucht und analysiert diesen riskanten und dennoch unumgänglichen Moment einer "tathaften Neubegründung" als zentrales Strukturmoment des Ethischen in den Werken von Kant, Hegel und Lacan.

"Der heute vorherrschende Begriff von Subjektivität beruht auf dem Habermas'schen Projekt gegenseitiger Anerkennung von frei und verantwortlich handelnden Akteuren. Was diesem Projekt entgeht, ist das antagonistische Herzstück von Subjektivität: die traumatische Verstörung, die in den Begriff des Subjekts selbst – von Kant bis Hegel eingeschrieben ist. Mit Bezug auf Lacan erinnert uns Finkelde kraftvoll an diese vernachlässigte Dimension: Die wahre Bedeutung von exzessiver Subjektivität liegt darin, dass Subjektivität als solche exzessiv ist. Das Buch "Exzessive Subjektivität" ist nicht bloß ein wichtiger Beitrag zur Subjektphilosophie, es ist viel mehr: Es bestimmt das Themenfeld gänzlich neu. Kurz gesagt, es ist bereits jetzt ein Klassiker." – Slavoj Žižek

Michael Reder, Mara-Daria Cojocaru

Zur Praxis der Menschenrechte. Formen, Potenziale und Widersprüche

Globale Solidaritat – Schritte zu einer neuen Weltkultur, Bd. 25

Stuttgart 2015. 173 Seiten

ISBN 978-3170288997

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Die Menschenrechte haben sich als praktische Querschnittaufgabe einer Vielzahl an Politikfeldern etabliert. Oft werden sie als überzeugendes Beispiel für einen normativen Konsens der Weltgemeinschaft angeführt. Gleichzeitig wird immer wieder erkennbar, dass dieses Ideal verschiedenen Deutungen in der Praxis unterliegt. Welche Funktion hat etwa der Universalismus der Menschenrechte oder was trägt der Würde-Begriff wirklich aus? Welche Begründungsstrategien sind denkbar, auch im Lichte kultureller und religiöser Vielfalt? Und wäre nicht auch über Menschenpflichten nachzudenken? Was bleibt schließlich von dem Ideal der Menschenrechte angesichts von Problemstellungen, die es notwendig machen, über das klassische Gefüge von Staat und Individuum hinaus zu denken? Dieser Band des Forschungs- und Studienprojektes der Rottendorf-Stiftung an der Hochschule für Philosophie versammelt dazu Überlegungen namhafter Völkerrechtler, Politik-, Sozial-, Religionswissenschaftler und Philosophen.

Eckhard Frick

Psychosomatische Anthropologie. Ein Lehr- und Arbeitsbuch für Unterricht und Studium

2. überarb. u. erw. Aufl.

Stuttgart 2015. 286 Seiten

Unter Mitarbeit von Harald Gündel

ISBN 978-3170230361

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Medizin und Psychotherapie entwerfen mit verfeinerten diagnostischen Methoden ein immer klareres Bild vom Menschen, z. B. durch die Entschlüsselung des Genoms und durch die Untersuchung des Hirnstoffwechsels. Von welchem Menschenbild gehen die Wissenschaften aus, wenn sie den Menschen zum Gegenstand ihrer Forschung machen? Welcher Zusammenhang besteht zwischen unserem zunehmenden Wissen über den Menschen und dem Unbewussten als dem Kern des Psychischen? Wo liegt der Unterschied zwischen dem Leib, der ich bin, und dem Körper, den ich habe, der vom Arzt untersucht und behandelt wird?
Die zweite Auflage greift Fragen und Erfahrungen von Fachleuten und Studierenden auf und erschließt in zehn Kapiteln die zentralen Themen des Menschseins (z. B. Bindung, Angst, Leiden, Trauer) für Gesundheit, Krankheit und Therapie. Besonderer Wert wird dabei auf den Dialog zwischen Psychosomatik und der philosophischen Auseinandersetzung mit dem Wesen des Menschen gelegt. Die Suche nach der Seele des Menschen wird ebenso thematisiert wie das Embodiment als aktueller Leitbegriff der Psychosomatik.

Michael Reder, Verena Risse, Katharina Hirschbrunn u.a.

Global Common Good. Intercultural Perspectives on a Just and Ecological Transformation

Frankfurt und New York 2015. 272 Seiten

ISBN 978-3593503189

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Die Weltgemeinschaft ist heute mehr denn je mit gewaltigen Herausforderungen konfrontiert. In vielen Regionen der Welt wird diskutiert, welche Entwicklungsparadigmen ethisch verantwortbar, politisch vermittelbar und zugleich nachhaltig sein können. Der Band versammelt Beiträge eines interkulturellen Dialogs über zukünftige Entwicklungsparadigmen. Dieser Dialog wird sowohl auf der konzeptionellen wie auf der praktisch-politischen Ebene geführt, denn die Dringlichkeit der globalen Krisen erfordert ein gemeinsames Nachdenken über alternative Entwicklungsmodelle und ihre politische Umsetzung.