Publikationen

Walter Kerber

Die Wahrheit der Religionen

Fragen einer neuen Weltkultur, Bd. 10

München 1994. 252 Seiten

ISBN 978-3925412158

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Was hat Religion mit Wahrheit zu tun? Viele sehen den Kern des Religiösen in irrationalen Entscheidungen und unbestimmten Gefühlen. Alle Religionen gelten als irgendwie gleichberechtigt, ohne daß man sich über die Art dieser Gleichberechtigung näher Rechenschaft gibt. Eine solche Einstellung erscheint sogar als notwendiger Voraussetzung für eine menschliche Welt. Aber erheben die Religionen selbst nicht einen Anspruch auf absolute Wahrheit? Gehört dieser Anspruch nicht obendrein zum Wesen der Religion, wenn sie sich sprachlich ausformuliert?
In diesem Buch wird die grundsätzliche Bedeutung von Sprache und Wahrheit in den Religionen untersucht. Sind Wahrheitsansprüche für alle Religionen charakteristisch? Ein Blick auf historische Religionen bietet eine Grundlage für religionsphilosophische Überlegungen.

Norbert Brieskorn, Paul Mikat, Daniela Müller u.a.

Vom mittelalterlichen Recht zur neuzeitlichen Rechtswissenschaft. Bedingungen, Wege und Probleme der europäischen Rechtsgeschichte. Winfried Trusen zum 70. Geburtstag

Rechts- und Staatswissenschaftliche Veröffentlichungen der Görres-Gesellschaft. Neue Folge, Bd. 72

Paderborn u.a. 1994. 612 Seiten

ISBN 978-3506733726

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Godehard Brüntrup

Mentale Verursachung

Münchener Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 11

Stuttgart 1994. 284 Seiten

ISBN 978-3170132245

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Die jüngste Entwicklung in der analytischen Philosophie des Geistes ist vor allem durch zwei Annahmen gekennzeichnet, die einander zu widersprechen scheinen: Einerseits hält man am physikalistischen Grundprinzip der kausalen Geschlossenheit der materiellen Welt fest, andererseits behauptet man die Realität und die kausale Wirksamkeit des Geistes. Die verschiedenen Standardtheorien versuchen, die Verträglichkeit dieser beiden Annahmen aufzuzeigen. Die vorliegende Arbeit führt den Nachweis, daß sie als gescheitert betrachtet werden müssen, weil ihre metaphysich-realstischen Voraussetzungen letztlich die Kausalität des Geistes ausschließen.Sie entwickelt eine Alternative: Einzig auf dem Hintergrund einer anti-realistischen Semantik kann die Gültigkeit beider Annahmen verteidigt werden.

Erich Schäfer

Grenzen der Künstlichen Intelligenz. John R. Searles Philosophie des Geistes

Münchner Philosophsiche Studien. Neue Folge, Bd. 9

Stuttgart 1994. 148 Seiten

ISBN 978-3170129689

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Künstliche Intelligenz-Forschung, Kognitionswissenschaften und Neurobiologie vergleichen häufig die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns mit dem Funktionieren eines Computers. Zahlreiche Wissenschaftler versuchen dabei, das gesamte intellektuelle und emotionale Leben des Menschen nach dem Modell des Computers zu erklären. Die vorliegende Untersuchung beweist auf der Basis des "Chinese-Room-Arguments" von John R. Searle, daß die funktionalen Zustände eines Computers rein formal bestimmte Modellzustände sind, die von sich aus keine Bedeutung haben können, für menschliches Erleben, Denken und Handeln dagegen Aspekthaftigkeit, (Be-)Deutung und Entscheidungsfreiheit wesentlich sind. Aufgezeigt werden jedoch auch Inkonsistenzen sowohl in Searles biologisch-naturalistischer Auffassung des Leib-Seele-Verhältnisses als auch in seiner Intentionalitätstheorie. Dabei werden vor allem der Kausalitätsbegriff, die These vom vorintentionalen Hintergrund und ein impliziter Außenweltskeptizismus in Searles Philosophie des Geistes kritisiert.

Friedo Ricken, François Marty

Kant über Religion

Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 7

Stuttgart 1992. 240 Seiten

ISBN 978-3170120297

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Kants Kritik der metaphysischen Gottesbeweise stellte die bis dahin dominierende Religionsphilosophie in Frage. Vor allem in seinem Spätwerk entwickelte er eine neue philosophische Grundlegung des religiösen Glaubens. Die Beiträge deutscher, französischer und englischer Forscher verfolgen die Entwicklung von der Religionsschrift bis zum Opus postumum. Dabei suchen sie nach heute gültigen Ansätzen für eine metaphysik- und vernunftkritische Philosophie der Religion. Im Mittelpunkt steht das Problem: Worin liegt die Vernünftigkeit einer Religion als geschichtlicher Erscheinung? Der theologiegeschichtliche Hintergrund Kants wird dargestellt. Diskutiert werden der Vernunftbegriff der Kantischen Religionsphilosophie, der Einfluß der Bibel, Kants philosophische Rekonstruktion christlicher Glaubensinhalte sowie politische und geschichtsphilosophische Konsequenzen seiner Religionsphilosophie.

Hans Goller

Emotionspsychologie und Leib-Seele-Problem

Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 8

Stuttgart 1992. 324 Seiten

ISBN 978-3170122383

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Das Verhältnis von Gefühl und Vernunft, von Emotion und Kognition, gehört wie das Leib-Seele-Problem zu den Grundfragen philosophischer und psychologischer Anthropologie. Die vorliegende Untersuchung erörtert diese Fragen im Lichte der gegenwärtigen Emotionspsychologie. Die vorhandenen Ergebnisse der Emotionsforschung unterstützen weder die Dichotomie von Emotion und Kognition noch eine damit einhergehende Überbewertung oder Abwertung von Denken und Fühlen. Sie unterstreichen vielmehr die konstruktive und adaptive Rolle der Emotionen und ihre enge Verflochtenheit mit Kognitionen. Der Mensch ist das emotionalste und rationalste Lebewesen. Der gegenwärtige Forschungsstand der Emotionspsychologie wirft ein neues Licht auf die Frage nach dem Verhältnis von Psychischem und Physischem. Gefühlserlebnisse sind keine physischen Phänomene, jedoch an das materielle Substrat eines funktionierenden Nervensystems gebunden. Wie ist die Verschiedenheit und Einheit erlebter Gefühlsqualitäten und neurophysiologischer Prozesse im Menschen zu verstehen? Die Vorliegende Arbeit deutet dieses Verhältnis im Sinne eines "pragmatischen Dualismus".

Thomas Immoos

Japan – Archaische Moderne

Fragen einer neuen Weltkultur, Bd. 5

München 1991. 190 Seiten

ISBN 978-3925412103

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"Archaische Moderne": Auf diese Formel bringt Thomas Immoos die merkwürdige Verbindung von shintoistischen Traditionen und westlicher Industriekultur im modernen Japan. In keinem anderen Land der Welt haben die religiösen und ethischen Werte so ungebrochen ihren Platz behauptet. Aber auch kein Land hat in der letzten Zeit einen vergleichbaren wirtschaftlichen Aufstieg zu verzeichnen. Das wissenschaftlich fundierte und lebendig geschriebene Buch eröffnet eine Innenansicht dieses faszinierenden Phänomens. Erst vom religiösen und geschichtlichen Hintergrund her läßt sich die Dynamik der expandierenden Großmacht Japan voll verstehen.

Emil Angehrn

Geschichtsphilosophie

Grundkurs Philosophie, Bd. 15

Stuttgart 1991. 194 Seiten

ISBN 978-3170106236

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Dieser Band führt in das Thema Geschichtsphilosphie mit einem zugleich historischen und systematischen Überblick ein. Leitend ist dabei die Überzeugung, daß sich Themenbereich, Fragestellung und Status der Geschichtsphilosophie nicht unabhängig von deren faktischer Geschichte bestimmen lassen. Ihr wird in drei Schritten nachgegangen. Der erste Teil zeichnet die Herausbildung geschichtsphilosophischer Reflexion in drei Bereichen nach: in der entstehenden Geschichtsschreibung (Herodot, Thukydides), der antiken Philosophie (Platon, Aristoteles) und der Geschichtstheologie (Augustinus). Der zweite Teil betrachtet die Entfaltung neuzeitlicher Geschichtsphilosophie bis zu ihrem zweifachen Endpunkt bei Hegel und Marx. In dieser Phase erhält Geschichtsphilosophie ihre klassische Ausprägung. Zu den auffallenden Merkmalen der Geschichtsphilosophie gehört, daß sie bald nach ihrer vollen Ausbildung in eine fundamentale Krise gerät. Der dritte Teil behandelt die Lage des Geschichtsdenkens nach dem Zusammenbruch der großen Systeme: erörtert werden sowohl die Krise und Kritik der Geschichtsphilosophie wie die verschiedenen Ansätze einer Rekonstruktion des Geschichtlichen.

Béla Weissmahr

Ontologie

Grundkurs Philosophie, Bd. 3

2. durchges. Aufl.

Stuttgart 1991. 184 Seiten

ISBN 978-3170117750

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Als grundlegender Teil der Metaphysik hat die Ontologie die Aufgabe, die letzten Strukturen der Wirklichkeit aufzudecken und unbedingt gültige Erkenntnisprinzipien aufzustellen. Im Gespräch mit den exakten Wissenschaften muß die Ontologie zeigen, daß es inhaltliche Aussagen gibt, die nicht geleugnet werden können. Darüber hinaus hat sie zu begründen, warum sich ihre Aussagen nie so unmißverständlich formulieren lassen, wie dies bei den Einzelwissenschaften möglich ist. Wesentlich ist dabei die Unterscheidung zwischen begrifflicher und überbegrifflicher Erkenntnis bzw. die Berechtigung "dialektischer" Redeweise, die begrifflich Gegensätzliches zusammenhält und so Überbegriffliches zur Sprache bringt. Mit einer dem Gegenstand angemessenen Methode werden auch die klassischen Themen der Seinsmetaphysik behandelt.

Aus dem Inhalt:

Inhaltsverzeichnis

Walter Kerber

Das Absolute in der Ethik

Fragen einer neuen Weltkultur, Bd. 7

München 1991. 220 Seiten

ISBN 978-3925412127

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Der Zusammenprall der Kulturen und Religionen in einer zusammengewachsenen Welt bildet ein brennendes Problem der Gegenwart. Von welchen übergeordneten Aspekten her läßt sich die Einheit der Welt so denken, daß dabei die Vielfalt der Sitten und Traditionen nicht eingeebnet wird? Nach abendländischer Überzeugung ist bei allen Völkern ein Element des Absoluten nachweisbar, das menschliches Denken und Handeln bestimmt. Aber der Verglich mit anderen Kulturen wirft Zweifel auf, ob es im Sinne einer weltweit einheitlichen Moral gedacht werden kann: Ist man mit der Betonung dieser Absolutheit nicht einem ethnozentrischen Vorurteil erlegen? Muß die absolute sittliche Forderung mit Notwendigkeit religiös formuliert werden, wie das bei vielen Völkern der Fall ist? Der vorliegende Band dokumentiert Ergebnisses eines Forschungsgesprächs an der Hochschule für Philosophie in München zu diesen Themenbereich.

Walter Kerber

Menschenrechte und kulturelle Identität

Fragen einer neuen Weltkultur, Bd. 8

München 1991. 216 Seiten

ISBN 978-3925412134

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Der Gedanke von angeborenen und unantastbar geltenden Rechten des Menschen findet in der westlichen Welt breite Zustimmung als moralische Grundlage staatlicher und rechtlicher Ordnung. Weltweit hat er Sprengkraft bekommen als Kriterium gerechter Sozialstrukturen.
Die Ausformulierung dieser Idee ist eng verbunden mit der Kulturgeschichte der westlichen Welt. Ist es dennoch möglich, ihre allgemeine Geltung auch für nicht-abendländische Kulturen zu begründen? Kann der Menschenrechtsgedanke eine geistige Grundlage für das Miteinander der verschiedenen Kulturen in einer entstehenden Weltkultur bilden? Auf diese Fragen gibt das vorliegende Buch Antworten aus philosophischer, theologischer, rechtsvergleichender und rechtsphilosophischer Perspektive.

Walter Kerber

Wie tolerant ist der Islam?

Fragen einer neuen Weltkultur, Bd. 6

München 1991. 152 Seiten

ISBN 978-3925412110

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Die Golfkrise hat in dramatischer Weise ins Bewußtsein gerufen, daß der Islam als politische und religiöse Kraft ernster genommen werden muß, als man im Westen bisher meinte. Wie löst der muslimische Glaube die Spannung zwischen der Absolutheit des religiösen Wahrheitsanspruchs und der humanen Forderung nach Toleranz? Erlaubt es der Islam Andersdenkenden eine vergleichbare Toleranz entgegenzubringen wie jene, zu der sich die abendländische Welt selbst erst spät durchgerungen hat? In diesem Buche geben Islamwissenschaftler Einblick in die Hintergründe der Toleranzbereitschaft einer Religion, die das Gesicht der Erde in den kommenden Jahrzehnten prägen wird.

Walter Kerber, Heimo Ertl, Michael Hainz

Katholische Gesellschaftslehre im Überblick. 100 Jahre Sozialverkündigung der Kirche

Frankfurt 1991. 268 Seiten

ISBN 978-3782006231

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Norbert Brieskorn

Rechtsphilosophie

Grundkurs Philosophie, Bd. 14

Stuttgart 1990. 187 Seiten

ISBN 978-3170099663

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Warum überhaupt soll Recht sein? Wie ist es zu definieren? Warum muß es in seinen Formen, wie Gesetz, Vertrag und Urteil, bleibend der Macht der Menschen unterworfen sein? Welche Macht darf das Recht über die Menschen ausüben? Auf diese Fragen will die "Rechtsphilosophie" Antwort geben. Die den Menschen aufgegebene Lebensgestaltung verlangt nach einer Ordnung, welche die Freiheitsräume stabil, entlastend und damit orientierend vermittelt. Diese unverzichtbare Ordnung ist Werk der Menschen, um ihrer selbst willen sollen sie sich dem Recht unterwerfen. Wie die Freiheit des Rechts bedarf, so benötigt das Recht Freiheit. Deshalb werden von den Feldern, in denen das Recht notwendig ist, die Politik und die Wirtschaft besonders behandelt. Auch die Frage des sittlichen Umgangs mit dem Recht wird thematisiert.

Aus dem Inhalt:

Inhaltsverzeichnis

Johann von Düffel

Intentionalität als Absichtlichkeit

Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 6

Stuttgart 1990. 136 Seiten

ISBN 978-3170112322

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Intentionalität ist in der angelsächsischen Philosophie fast zu einem Modethema geworden. Im Zeichen dieses Begriffs einer "Gerichtetheit des Subjekts auf etwas" erleben Brentano und vor allem Husserl in den USA eine Renaissance. Dabei wird der Geburtsfehler der Phänomenologie fortgeschrieben: die Konstruktion einer rein theoretischen Intentionalität, die ihren Bezug zur alltäglichen Absichtlichkeit verloren hat. In kritischer Auseinandersetzung mit der dualistischen Unterscheidung von theoretischer und praktischer Intentionalität gelangt die Abhandlung zu einem Begriff von Intentionalität als Absichtlichkeit, von dem aus Subjektivität im Erkennen wie im Handeln verständlich zu werden verspricht. Aus dieser einheitlichen Sicht der Subjektivität werden grundlegende Problemlösungen für die Erkenntnistheorie entwickelt.

Hans-Dieter Mutschler

Spekulative und empirische Physik. Aktualität und Grenzen der Naturphilosophie Schellings

Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 5

Stuttgart 1990. 232 Seiten

ISBN 978-3170110212

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In den letzten Jahren sind vermehrt Untersuchungen über Schellings Naturphilosophie erschienen, die diese Philosophie als Korrektiv unseres einseitig zweckrationalen und funktionalen Naturverhältnisses zur Geltung bringen wollen. Wer Schellings Naturphilosophie heute Gehör verschaffen will, muß ihr zugleich kritische gegenübertreten. Einerseits finden sich in ihr spekulative Vorwegnahmen neuester Entdeckungen der Physik unseres Jahrhunderts, andererseits beträchtliche Verwirrungen bei dem Versuch, inhaltlich in den damaligen Wissenschaftsprozeß einzugreifen. So stellt sich eine doppelte Aufgabe: einmal den Sinn von Schellings Naturphilosophie zu eruieren, dann aber den positiven spekulativen Gehalt seiner Philosophie in bezug auf Entwürfe unseres Jahrhunderts herauszuarbeiten. Tatsächlich sind in Schellings Naturphilosophie Einsichten verborgen, die bis heute noch nicht eingeholt wurden.

Edmund Runggaldier

Analytische Sprachphilosophie

Grundkurs Philosophie, Bd. 11

Stuttgart 1990. 192 Seiten

ISBN 978-3170106139

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Was ist Sprache? Worin besteht die Bedeutung sprachlicher Ausdrücke? Ist die Struktur der Welt durch unsere Sprache bedingt? Wie können wir mit Hilfe der Sprache die Wirklichkeit verändern? Die Sprachphilosophie geht diesen Fragen nach. Deshalb ist sie grundlegend für die Erkenntnistheorie, die Ontologie und die philosophische Anthropologie.
Diese Einführung in ausgewählte Probleme der Sprachphilosophie steht in der Tradition von Frege, Wittgenstein und Quine. Sie geht davon aus, daß Sprechen ein Handeln ist, und unterscheidet zunächst die verschiedenen Sprechakte. Im Mittelpunkt des Buches stehen die Sprechhandlungen, durch die wir auf Dinge und Ereignisse Bezug nehmen und etwas von ihnen aussagen. Wie funktionieren in diesen referentiellen und prädikativen Akten beispielsweise Eigennamen Kennzeichnungen, Ausdrücke für natürliche Arten oder Demonstrativa? Unter verschiedenen Gesichtspunkten werden Aussagesätze diskutiert. Wichtig für die Erkenntnistheorie und Ontologie ist dabei vor allem die Unterscheidung zwischen analytischen und synthetischen, apriorischen und aposteriorischen, notwendigen und kontigenten Aussagen.

Aus dem Inhalt:

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Christian Schröer

Naturbegriff und Moralbegründung

Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 3

Stuttgart 1988. 232 Seiten

ISBN 978-3170101739

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Christian Wolff (1679–1754) steht im Schnittpunkt wichtiger Traditionslinien: Sein Werk ist bestimmt durch den Rückbezug auf Leibniz und auf die scholastische Tradition und übte eine – bislang kaum erforschte – Wirkung auf Kant sowie auf die Neuscholastik aus. Die Verwendung des Naturbegriffs in der Moralbegründung ist spätestens seit Hume und Kant grundsätzlich in Frage gestellt und bis heute heftig umstritten ("Naturalismus-Diskussion"). Wolff gilt als ein klassischer Vertreter des Naturrechts, Kant als einer der bedeutendsten Kritiker; die Darstellung der Wolffschen Position und ihre Kritik durch Kant gewährt Aufschluß über wichtige Sachprobleme, die die Kontroverse um das Naturrecht bestimmen.

Franz von Magnis-Suseno

Neue Schwingen für Garuda. Indonesien zwischen Tradition und Moderne

Fragen einer neuen Weltkultur, Bd. 4

München 1988. 214 Seiten

ISBN 978-3925412080

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Die Studie des in Jakarta lebenden und lehrenden Jesuitenpaters Magnis-Suseno vermittelt eine lebendige Begegnung mit der bunten Kultur des fernöstlichen Inselreiches. Sie schildert die im Alltagsleben praktizierten Formen der traditionellen Kultur und deren Zusammenprall mit der technischen Zivilisation. Von großer praktischer Bedeutung ist die sogenannte javanische "Harmonie-Ethik". Mit ihren Prinzipien "Respekt" und "Konfliktvermeidung" weist sie einen Weg zur Koexistenz von Moderne und Tradition, der für die Länder der dritten Welt beispielhaft ist. Der Leser wird mit der geographischen, ethnischen und geschichtlichen Situation des Vielvölkerstaates Indonesien vertraut gemacht. Ausführlich wird die spannungsreiche Ablösung vom Kolonialismus behandelt, die 1945 zur Gründung der Republik Indonesien führte.

Paul Erbrich

Zufall. Eine naturwissenschaftlich-philosophische Untersuchung

Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 2

Stuttgart 1988. 256 Seiten

ISBN 978-3170100886

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Der Zufall spielt in der Naturwissenschaft eine zentrale Rolle. Man denke an den "absoluten Zufall" der Quantenmechanik oder an "Zufall und Notwendigkeit" in der Evolutionstheorie. Was aber ist Zufall? Man vernimmt die verschiedensten Antworten: Koinzidenz unabhängiger Kausalketten, fehlende Ursache, mangelndes Wissen. Die zwei wichtigsten Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung zeigen: 1. Der moderne Zufall ist der Ersatz für die alte Teleologie, die zu Unrecht dem Anthropomorphismusverbot zum Opfer gefallen ist. 2. Der darwinistische Evolutionmechanismus überfordert den Zufall in fast jeder Hinsicht. Wenn der Zufall sich weiterhin erfolgreich behauptet, dann vor allem deshalb, weil es keine naturwissenschaftlich formulierbare Alternative gibt noch geben kann.

Aus dem Inhalt:

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