Menschenrechte und kulturelle Identität

Walter Kerber
Menschenrechte und kulturelle Identität

Fragen einer neuen Weltkultur, Bd. 8

München 1991. 216 Seiten

ISBN 978-3925412134

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Der Gedanke von angeborenen und unantastbar geltenden Rechten des Menschen findet in der westlichen Welt breite Zustimmung als moralische Grundlage staatlicher und rechtlicher Ordnung. Weltweit hat er Sprengkraft bekommen als Kriterium gerechter Sozialstrukturen.
Die Ausformulierung dieser Idee ist eng verbunden mit der Kulturgeschichte der westlichen Welt. Ist es dennoch möglich, ihre allgemeine Geltung auch für nicht-abendländische Kulturen zu begründen? Kann der Menschenrechtsgedanke eine geistige Grundlage für das Miteinander der verschiedenen Kulturen in einer entstehenden Weltkultur bilden? Auf diese Fragen gibt das vorliegende Buch Antworten aus philosophischer, theologischer, rechtsvergleichender und rechtsphilosophischer Perspektive.


Wie tolerant ist der Islam?

Walter Kerber
Wie tolerant ist der Islam?

Fragen einer neuen Weltkultur, Bd. 6

München 1991. 152 Seiten

ISBN 978-3925412110

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Die Golfkrise hat in dramatischer Weise ins Bewußtsein gerufen, daß der Islam als politische und religiöse Kraft ernster genommen werden muß, als man im Westen bisher meinte. Wie löst der muslimische Glaube die Spannung zwischen der Absolutheit des religiösen Wahrheitsanspruchs und der humanen Forderung nach Toleranz? Erlaubt es der Islam Andersdenkenden eine vergleichbare Toleranz entgegenzubringen wie jene, zu der sich die abendländische Welt selbst erst spät durchgerungen hat? In diesem Buche geben Islamwissenschaftler Einblick in die Hintergründe der Toleranzbereitschaft einer Religion, die das Gesicht der Erde in den kommenden Jahrzehnten prägen wird.


Das Absolute in der Ethik

Walter Kerber
Das Absolute in der Ethik

Fragen einer neuen Weltkultur, Bd. 7

München 1991. 220 Seiten

ISBN 978-3925412127

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Der Zusammenprall der Kulturen und Religionen in einer zusammengewachsenen Welt bildet ein brennendes Problem der Gegenwart. Von welchen übergeordneten Aspekten her läßt sich die Einheit der Welt so denken, daß dabei die Vielfalt der Sitten und Traditionen nicht eingeebnet wird? Nach abendländischer Überzeugung ist bei allen Völkern ein Element des Absoluten nachweisbar, das menschliches Denken und Handeln bestimmt. Aber der Verglich mit anderen Kulturen wirft Zweifel auf, ob es im Sinne einer weltweit einheitlichen Moral gedacht werden kann: Ist man mit der Betonung dieser Absolutheit nicht einem ethnozentrischen Vorurteil erlegen? Muß die absolute sittliche Forderung mit Notwendigkeit religiös formuliert werden, wie das bei vielen Völkern der Fall ist? Der vorliegende Band dokumentiert Ergebnisses eines Forschungsgesprächs an der Hochschule für Philosophie in München zu diesen Themenbereich.


Katholische Gesellschaftslehre im Überblick. 100 Jahre Sozialverkündigung der Kirche

Walter Kerber, Heimo Ertl ,Michael Hainz
Katholische Gesellschaftslehre im Überblick. 100 Jahre Sozialverkündigung der Kirche

Frankfurt 1991. 268 Seiten

ISBN 978-3782006231

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Rechtsphilosophie

Norbert Brieskorn
Rechtsphilosophie

Grundkurs Philosophie, Bd. 14

Stuttgart 1990. 187 Seiten

ISBN 978-3170099663

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Warum überhaupt soll Recht sein? Wie ist es zu definieren? Warum muß es in seinen Formen, wie Gesetz, Vertrag und Urteil, bleibend der Macht der Menschen unterworfen sein? Welche Macht darf das Recht über die Menschen ausüben? Auf diese Fragen will die "Rechtsphilosophie" Antwort geben. Die den Menschen aufgegebene Lebensgestaltung verlangt nach einer Ordnung, welche die Freiheitsräume stabil, entlastend und damit orientierend vermittelt. Diese unverzichtbare Ordnung ist Werk der Menschen, um ihrer selbst willen sollen sie sich dem Recht unterwerfen. Wie die Freiheit des Rechts bedarf, so benötigt das Recht Freiheit. Deshalb werden von den Feldern, in denen das Recht notwendig ist, die Politik und die Wirtschaft besonders behandelt. Auch die Frage des sittlichen Umgangs mit dem Recht wird thematisiert.

Aus dem Inhalt:

Inhaltsverzeichnis


Johann von Düffel
Intentionalität als Absichtlichkeit

Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 6

Stuttgart 1990. 136 Seiten

ISBN 978-3170112322

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Intentionalität ist in der angelsächsischen Philosophie fast zu einem Modethema geworden. Im Zeichen dieses Begriffs einer "Gerichtetheit des Subjekts auf etwas" erleben Brentano und vor allem Husserl in den USA eine Renaissance. Dabei wird der Geburtsfehler der Phänomenologie fortgeschrieben: die Konstruktion einer rein theoretischen Intentionalität, die ihren Bezug zur alltäglichen Absichtlichkeit verloren hat. In kritischer Auseinandersetzung mit der dualistischen Unterscheidung von theoretischer und praktischer Intentionalität gelangt die Abhandlung zu einem Begriff von Intentionalität als Absichtlichkeit, von dem aus Subjektivität im Erkennen wie im Handeln verständlich zu werden verspricht. Aus dieser einheitlichen Sicht der Subjektivität werden grundlegende Problemlösungen für die Erkenntnistheorie entwickelt.


Hans-Dieter Mutschler
Spekulative und empirische Physik. Aktualität und Grenzen der Naturphilosophie Schellings

Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 5

Stuttgart 1990. 232 Seiten

ISBN 978-3170110212

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In den letzten Jahren sind vermehrt Untersuchungen über Schellings Naturphilosophie erschienen, die diese Philosophie als Korrektiv unseres einseitig zweckrationalen und funktionalen Naturverhältnisses zur Geltung bringen wollen. Wer Schellings Naturphilosophie heute Gehör verschaffen will, muß ihr zugleich kritische gegenübertreten. Einerseits finden sich in ihr spekulative Vorwegnahmen neuester Entdeckungen der Physik unseres Jahrhunderts, andererseits beträchtliche Verwirrungen bei dem Versuch, inhaltlich in den damaligen Wissenschaftsprozeß einzugreifen. So stellt sich eine doppelte Aufgabe: einmal den Sinn von Schellings Naturphilosophie zu eruieren, dann aber den positiven spekulativen Gehalt seiner Philosophie in bezug auf Entwürfe unseres Jahrhunderts herauszuarbeiten. Tatsächlich sind in Schellings Naturphilosophie Einsichten verborgen, die bis heute noch nicht eingeholt wurden.


Analytische Sprachphilosophie

Edmund Runggaldier
Analytische Sprachphilosophie

Grundkurs Philosophie, Bd. 11

Stuttgart 1990. 192 Seiten

ISBN 978-3170106139

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Was ist Sprache? Worin besteht die Bedeutung sprachlicher Ausdrücke? Ist die Struktur der Welt durch unsere Sprache bedingt? Wie können wir mit Hilfe der Sprache die Wirklichkeit verändern? Die Sprachphilosophie geht diesen Fragen nach. Deshalb ist sie grundlegend für die Erkenntnistheorie, die Ontologie und die philosophische Anthropologie.
Diese Einführung in ausgewählte Probleme der Sprachphilosophie steht in der Tradition von Frege, Wittgenstein und Quine. Sie geht davon aus, daß Sprechen ein Handeln ist, und unterscheidet zunächst die verschiedenen Sprechakte. Im Mittelpunkt des Buches stehen die Sprechhandlungen, durch die wir auf Dinge und Ereignisse Bezug nehmen und etwas von ihnen aussagen. Wie funktionieren in diesen referentiellen und prädikativen Akten beispielsweise Eigennamen Kennzeichnungen, Ausdrücke für natürliche Arten oder Demonstrativa? Unter verschiedenen Gesichtspunkten werden Aussagesätze diskutiert. Wichtig für die Erkenntnistheorie und Ontologie ist dabei vor allem die Unterscheidung zwischen analytischen und synthetischen, apriorischen und aposteriorischen, notwendigen und kontigenten Aussagen.

Aus dem Inhalt:

Inhaltsverzeichnis


Christian Schröer
Naturbegriff und Moralbegründung

Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 3

Stuttgart 1988. 232 Seiten

ISBN 978-3170101739

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Christian Wolff (1679–1754) steht im Schnittpunkt wichtiger Traditionslinien: Sein Werk ist bestimmt durch den Rückbezug auf Leibniz und auf die scholastische Tradition und übte eine – bislang kaum erforschte – Wirkung auf Kant sowie auf die Neuscholastik aus. Die Verwendung des Naturbegriffs in der Moralbegründung ist spätestens seit Hume und Kant grundsätzlich in Frage gestellt und bis heute heftig umstritten ("Naturalismus-Diskussion"). Wolff gilt als ein klassischer Vertreter des Naturrechts, Kant als einer der bedeutendsten Kritiker; die Darstellung der Wolffschen Position und ihre Kritik durch Kant gewährt Aufschluß über wichtige Sachprobleme, die die Kontroverse um das Naturrecht bestimmen.


Zufall. Eine naturwissenschaftlich-philosophische Untersuchung

Paul Erbrich
Zufall. Eine naturwissenschaftlich-philosophische Untersuchung

Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 2

Stuttgart 1988. 256 Seiten

ISBN 978-3170100886

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Der Zufall spielt in der Naturwissenschaft eine zentrale Rolle. Man denke an den "absoluten Zufall" der Quantenmechanik oder an "Zufall und Notwendigkeit" in der Evolutionstheorie. Was aber ist Zufall? Man vernimmt die verschiedensten Antworten: Koinzidenz unabhängiger Kausalketten, fehlende Ursache, mangelndes Wissen. Die zwei wichtigsten Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung zeigen: 1. Der moderne Zufall ist der Ersatz für die alte Teleologie, die zu Unrecht dem Anthropomorphismusverbot zum Opfer gefallen ist. 2. Der darwinistische Evolutionmechanismus überfordert den Zufall in fast jeder Hinsicht. Wenn der Zufall sich weiterhin erfolgreich behauptet, dann vor allem deshalb, weil es keine naturwissenschaftlich formulierbare Alternative gibt noch geben kann.

Aus dem Inhalt:

Inhaltsverzeichnis


Neue Schwingen für Garuda. Indonesien zwischen Tradition und Moderne

Franz von Magnis-Suseno
Neue Schwingen für Garuda. Indonesien zwischen Tradition und Moderne

Fragen einer neuen Weltkultur, Bd. 4

München 1988. 214 Seiten

ISBN 978-3925412080

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Die Studie des in Jakarta lebenden und lehrenden Jesuitenpaters Magnis-Suseno vermittelt eine lebendige Begegnung mit der bunten Kultur des fernöstlichen Inselreiches. Sie schildert die im Alltagsleben praktizierten Formen der traditionellen Kultur und deren Zusammenprall mit der technischen Zivilisation. Von großer praktischer Bedeutung ist die sogenannte javanische "Harmonie-Ethik". Mit ihren Prinzipien "Respekt" und "Konfliktvermeidung" weist sie einen Weg zur Koexistenz von Moderne und Tradition, der für die Länder der dritten Welt beispielhaft ist. Der Leser wird mit der geographischen, ethnischen und geschichtlichen Situation des Vielvölkerstaates Indonesien vertraut gemacht. Ausführlich wird die spannungsreiche Ablösung vom Kolonialismus behandelt, die 1945 zur Gründung der Republik Indonesien führte.


Adam Zak
Vom reinen Denken zur Sprachvernunft

Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 1

Stuttgart 1987. 224 Seiten

ISBN 978-30098404

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Das aus einer einmaligen deutsch-jüdischen Symbiose entsprungene Sprachdenken Franz Rosenzweigs wartet immer noch auf die ihm gebührende Beachtung. Gegen jeden philosophischen, theologischen oder politischen Totalitätsanspruch versuchte Rosenzweig in kritischer Abgrenzung zum Idealismus und im Rückgriff auf den Sprachschatz der jüdischen Überlieferung, das Recht und die Pflicht der Verantwortung für die Quelle der Sprachkraft im Menschen zu begründen und zu sichern. Das Buch gibt eine Deutung der für Rosenzweig typischen Verknüpfung der Reflexion über die Sprachgebundenheit des Denkens mit der Frage nach der Offenbarung. Es wird deutlich, wie Rosenzweig neben den Ansätzen der Spätphilosophie Schellings auch die Motive der Kantkritik Hamanns für die Neubegründung der Autonomie des hörenden und sprechenden Menschen fruchtbar macht.


Säkularisierung und Wertewandel. Analysen und Überlegungen zur gesellschaftlichen Situation in Europa

Walter Kerber
Säkularisierung und Wertewandel. Analysen und Überlegungen zur gesellschaftlichen Situation in Europa

Fragen einer neuen Weltkultur, Bd. 2

München 1986. 120 Seiten

ISBN 978-3925412059

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Weite Bereiche des kulturellen und politischen Lebens sind heute vom Geist der Säkularisation geprägt. Deshalb erfahren viele die Gegenwart als eine Zeit der Verunsicherung und des Zerfalls der Werte der christlichen Tradition. Auf diese Problematik wirft das vorliegende Buch ein neues Licht. Die Überlegungen zum Wertewandel in verschiedenen Ländern Europas ergeben, dass der Konflikt zwischen der christlichen Lehre und säkularer Gesellschaft keineswegs nur eine Entwicklung zum Schlechteren beinhaltet. In der neuen Werteordnung können auch neue Formen gelebten und vertieften Glaubens Wirklichkeit werden.


Ethos und Religion bei Führungskräften. Eine Studie im Auftrag des Arbeitskreises für Führungskräfte in der Wirtschaft

Franz Xaver Kaufmann, Walter Kerber ,Paul Michael Zulehner
Ethos und Religion bei Führungskräften. Eine Studie im Auftrag des Arbeitskreises für Führungskräfte in der Wirtschaft

Fragen einer neuen Weltkultur, Bd. 3

München 1986. 352 Seiten

ISBN 978-3805543347

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Unter dem Schlagwort "Wirtschaftsethik" ist eine Diskussion über das Verhältnis von Ethik und Ökonomie, von Moral und unternehmerischer Aktivität entstanden. Oft werden die Unternehmer verdächtigt, unverantwortlich und gemeinwohlwidrig zu handeln. Nach welcher Moral treffen Unternehmer ihre Entscheidungen? Welchen Einfluß hat eine religiöse Orientierung auf ihr Gewissen? Lassen ihnen die wirtschaftlichen Sachzwänge überhaupt noch genügend Freiheit für moralische Überlegungen? Zu diesen Fragen liegt hier eine sozialempirische Untersuchung vor: eine Repräsentativ-Umfrage, die vom GETAS-Institut für angewandte Sozialforschung (Bremen) im Großraum München und Nürnberg durchgeführt wurde. Wissenschaftler verschiedener Disziplinen werten die Daten aus, zeigen Hintergründe und mögliche Folgen auf. Die Ergebnisse sind beunruhigend. Sie sollten gründlich bedacht werden: Während nach außen hin traditionelle Werte hoch im Kurs stehen, bedroht eine neue opportunistische Einstellung die Grundlagen unserer Kultur und unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Zeichnet sich aber nicht zugleich eine neue Wertorientierung ab? Wenn Unternehmen in jüngster Zeit auf Druck der Öffentlichkeit ihr ethisches Verhalten diskutieren, dann wird deutlich, dass sie die Notwendigkeit erkannt haben, über das Feld bloßer ökonomischer Sachzwänge hinauszudenken.


China im Wandel. Das chinesische Denken im Umbruch seit dem 19. Jahrhundert

Luis Gutheinz
China im Wandel. Das chinesische Denken im Umbruch seit dem 19. Jahrhundert

Fragen einer neuen Weltkultur, Bd. 1

München 1985. 174 Seiten

ISBN 978-3925412042

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Dieses Buch will den westlichen Leser mit einer immer noch weitgehend fremden Kultur vertraut machen. Es eröffnet eine erste Begegnung mit der geistlichen Welt Chinas. In einem Rückblick auf die Tradition Chinas und ihre Entwicklung seit dem 19. Jahrhundert wird ein tieferes Verständnis geweckt für das Denken und das Lebensgefühl des chinesischen Menschen, der sich heute mit der Ideologie des Kommunismus konfrontiert sieht. Aus der ungebrochenen Vitalität des chinesischen Denkens lassen sich aber hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven erkennen.