Publikationen

Michael Reder, Mara-Daria Cojocaru

Zur Praxis der Menschenrechte. Formen, Potenziale und Widersprüche

Globale Solidaritat – Schritte zu einer neuen Weltkultur, Bd. 25

Stuttgart 2015. 173 Seiten

ISBN 978-3170288997

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Die Menschenrechte haben sich als praktische Querschnittaufgabe einer Vielzahl an Politikfeldern etabliert. Oft werden sie als überzeugendes Beispiel für einen normativen Konsens der Weltgemeinschaft angeführt. Gleichzeitig wird immer wieder erkennbar, dass dieses Ideal verschiedenen Deutungen in der Praxis unterliegt. Welche Funktion hat etwa der Universalismus der Menschenrechte oder was trägt der Würde-Begriff wirklich aus? Welche Begründungsstrategien sind denkbar, auch im Lichte kultureller und religiöser Vielfalt? Und wäre nicht auch über Menschenpflichten nachzudenken? Was bleibt schließlich von dem Ideal der Menschenrechte angesichts von Problemstellungen, die es notwendig machen, über das klassische Gefüge von Staat und Individuum hinaus zu denken? Dieser Band des Forschungs- und Studienprojektes der Rottendorf-Stiftung an der Hochschule für Philosophie versammelt dazu Überlegungen namhafter Völkerrechtler, Politik-, Sozial-, Religionswissenschaftler und Philosophen.

Eckhard Frick

Psychosomatische Anthropologie. Ein Lehr- und Arbeitsbuch für Unterricht und Studium

2. überarb. u. erw. Aufl.

Stuttgart 2015. 286 Seiten

Unter Mitarbeit von Harald Gündel

ISBN 978-3170230361

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Medizin und Psychotherapie entwerfen mit verfeinerten diagnostischen Methoden ein immer klareres Bild vom Menschen, z. B. durch die Entschlüsselung des Genoms und durch die Untersuchung des Hirnstoffwechsels. Von welchem Menschenbild gehen die Wissenschaften aus, wenn sie den Menschen zum Gegenstand ihrer Forschung machen? Welcher Zusammenhang besteht zwischen unserem zunehmenden Wissen über den Menschen und dem Unbewussten als dem Kern des Psychischen? Wo liegt der Unterschied zwischen dem Leib, der ich bin, und dem Körper, den ich habe, der vom Arzt untersucht und behandelt wird?
Die zweite Auflage greift Fragen und Erfahrungen von Fachleuten und Studierenden auf und erschließt in zehn Kapiteln die zentralen Themen des Menschseins (z. B. Bindung, Angst, Leiden, Trauer) für Gesundheit, Krankheit und Therapie. Besonderer Wert wird dabei auf den Dialog zwischen Psychosomatik und der philosophischen Auseinandersetzung mit dem Wesen des Menschen gelegt. Die Suche nach der Seele des Menschen wird ebenso thematisiert wie das Embodiment als aktueller Leitbegriff der Psychosomatik.

Michael Reder, Verena Risse, Katharina Hirschbrunn u.a.

Global Common Good. Intercultural Perspectives on a Just and Ecological Transformation

Frankfurt und New York 2015. 272 Seiten

ISBN 978-3593503189

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Die Weltgemeinschaft ist heute mehr denn je mit gewaltigen Herausforderungen konfrontiert. In vielen Regionen der Welt wird diskutiert, welche Entwicklungsparadigmen ethisch verantwortbar, politisch vermittelbar und zugleich nachhaltig sein können. Der Band versammelt Beiträge eines interkulturellen Dialogs über zukünftige Entwicklungsparadigmen. Dieser Dialog wird sowohl auf der konzeptionellen wie auf der praktisch-politischen Ebene geführt, denn die Dringlichkeit der globalen Krisen erfordert ein gemeinsames Nachdenken über alternative Entwicklungsmodelle und ihre politische Umsetzung.

Dominik Finkelde, Rebekka A. Klein

Souveränität und Subversion. Figurationen des Politisch-Imaginären

Freiburg 2015. 256 Seiten

ISBN 978-3495487549

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Das historische Bild der Souveränität hat sich seit Thomas Hobbes’ Leviathan gewandelt, doch auch die heutigen Demokratien berufen sich auf imaginäre Subjekte souveräner Macht (Volk, Nation, Staat) und schreiben deren Existenz symbolisch in die soziale Wirklichkeit ein. Auch die vermeintliche Krise der Souveränität in einer globalisierten Welt hat der politischen Wirksamkeit dieser Figur des Politisch-Imaginären keinen Abbruch getan. So beanspruchen rechte und linke politische Protestbewegungen der Gegenwart, als souveräne Gemeinschaft der Ausgeschlossenen und Unterdrückten an die Stelle des souveränen Stimmvolkes treten zu können. Die Souveränität scheint unausweichlich. Subversiv gegen sie zu intervenieren, ist daher ein anspruchsvolles Unterfangen.

Barbara Schellhammer

"Dichte Beschreibung" in der Arktis. Clifford Geertz und die Kulturrevolution der Inuit in Nordkanada

Bielefeld 2015. 450 Seiten

ISBN 978-3-8376-3234-7

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Clifford Geertz (1926–2006) war einer der bedeutendsten Kulturanthropologen des 20. Jahrhunderts. Wie wichtig seine Vorstellung von Kultur als sinnstiftendes Bedeutungsgewebe heute noch ist, zeigt die erschütternde Gewalt von Menschen, die befürchten müssen, dass ihr sozio-kulturelles Netz Risse und Löcher bekommt, sie Halt und Orientierung verlieren. Die Geschichte und prekäre Situation der Inuit verdeutlicht diese Zusammenhänge.

Barbara Schellhammer verbindet das Geertz'sche Denken mit dessen konkreter Anwendung in Nordkanada und bietet somit neue Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten – sowohl für die sozialwissenschaftliche Theoriebildung als auch für die besorgniserregende psycho-soziale Lage der Inuit.

Rezension von Prof. Franz Gmainer-Pranzl (Uni Salzburg): "ein dichtes Netz geteilter Interpretationen"

Michael Bordt

Die Kunst, sich selbst zu verstehen. Den Weg ins eigene Leben finden. Ein philosophisches Plädoyer

München 2015. 200 Seiten

ISBN 978-3945543108

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Worüber sollte man nachdenken, wenn man sich selbst verstehen möchte? Was heißt es, ein selbstbestimmtes Leben zu führen? Wie kann unser Leben gelingen und was gibt ihm Sinn? Warum sind uns Freundschaft und Liebe, aber auch unsere Arbeit so wichtig? Und wie können wir mit Leid und Tod umgehen? Der Ausgangspunkt ist die Frage, wie man über sich selbst nachdenken sollte und worüber man nachdenken sollte, wenn man sich selbst verstehen möchte. Wesentlich für unser Leben ist aber nicht nur, dass wir über uns nachdenken, sondern auch, dass wir emotional auf unser Leben bezogen sind; sich selbst zu verstehen, bedeutet deswegen auch, die eigenen Emotionen zu verstehen.

Dominik Finkelde

Jacques Lacan: Struktur. Andersheit. Subjektkonstitution

Kleine Edition, Bd. 18

Berlin 2015. 137 Seiten

ISBN 978-3941360372

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Der vorliegende Band präsentiert erstmals einen der wichtigsten Vorträge Jacques Lacans in deutscher Übersetzung: "Über Struktur als das Einmischen einer Andersheit als Voraussetzung eines Subjekts." Lacan hielt ihn auf der berühmten Strukturalismus-Konferenz an der Johns Hopkins University in Baltimore im Jahr 1966, die unter dem Titel "The Structuralist Controversy" bekannt wurde. Der Vortrag bündelt philosophische Fragestellungen und Themen seiner Forschung aus zwei Jahrzehnten: die Unterscheidung zwischen dem "Subjekt der Aussage" und dem "Subjekt des Ausgesagten", die Rezeption von Bertrand Russells Mengen-Paradox und Gottlob Freges Theorie der Zahlengenese sowie die Einsicht in den prekären Status des Unbewussten, das in Wiederholungen befangen ist, um stets neu dem Subjekt sein 'Dasein' aufzufüllen. Ebenso legt Lacan seinen Hörern illustrative Veranschaulichungen der Psyche mit Verweisen auf das Möbius-Band, den Torus und die Klein’sche Flasche dar.

Der Grund für die eigentümliche Dichte des Vortrags wird unter anderem am Publikum gelegen haben: Roland Barthes, Jacques Derrida, Lucien Goldmann, René Girard, Jan Kott und andere hörten ihm zu. Die auf den Vortrag folgende Diskussion, die im Band enthalten ist und in der die Konflikte innerhalb der Strukturalismus-Debatten in gereizter Atmosphäre ausgetragen werden, macht den Text zu einem Zeitdokument besonderer Art.

Johannes Wallacher, Georg Fahrenschon

Ethik und Finanzwirtschaft

Stuttgart 2015. 448 Seiten

ISBN 978-3093052521

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Die Finanzkrise und ihre globalen Folgen haben das Bewusstsein dafür geschärft, dass Selbstverständnis und Handeln finanzwirtschaftlicher Akteure intensiv zu reflektieren sind. Dieses Buch bietet eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Finanzexperten und Ethikern, die den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus weiten. Finanztechnisches Fachwissen wird so in einer integrierten Weise mit ethischem Orientierungswissen verknüpft. Praxisbeiträge zeigen exemplarisch, wie die Theorie umgesetzt werden kann. Bei den Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe sind aufgrund ihrer Geschichte und ihres öffentlichen Auftrags viele Elemente eines ethischen Grundverständnisses im Markenkern konzentriert. Beispiele verdeutlichen, wie dieses Grundverständnis strategisch ausgebaut und in eine positive Kundenbeziehung eingebracht werden kann.

Michael Bordt

Was in Krisen zählt. Wie Leben gelingen kann

München 2015. Audio-CD

Sprecher: Michael Bordt SJ

ISBN 978-3945095058

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"Ich bin davon überzeugt, dass es zu Krisen kommt, weil Menschen vergessen, auf was es im Leben eigentlich ankommt. Anders gesagt: weil sie in falschen Bildern vom glücklichen Leben gefangen sind. Weil Menschen sich von Dingen ihr Glück versprechen, die nicht glücklich machen". (Michael Bordt)

Friedo Ricken

Kontexte der Vernunft

Stuttgart 2015. 157 Seiten

ISBN 978-3170289376

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Wenn wir die Vernunft mit einer Wurzel vergleichen, dann sind die Kontexte der Vernunft das Erdreich, in das sie eingebettet ist. Sachlicher Mittelpunkt des Bandes ist ein Text zur Religionsphilosophie Kants. Die Wurzel der Vernunft ist eingebettet in das Erdreich des im Neuen Testament niedergelegten historischen Offenbarungsglaubens, der dem Vernunftglauben Fasslichkeit, Ausbreitung und Beharrlichkeit gibt. Der Prozess der Aneignung der Offenbarung durch die Vernunft ist nicht abgeschlossen; wie die Pflanze auf das Erdreich, so ist der Vernunftglaube auf den Kontext des historischen Offenbarungsglaubens angewiesen. Was Kant für die Religionsphilosophie ausführt, wird durch die anderen Texte in einen größeren Zusammenhang gestellt. Um das Erdreich zu durchdringen, entfaltet die Wurzel sich in vielen Fasern; entsprechend wird der Begriff der Vernunft durch seine verschiedenen Kontexte in vielfacher Weise differenziert.

Michael Bordt

Die Kunst sich selbst auszuhalten. Ein Weg zur inneren Freiheit

München 2015. Audio-CD

Sprecher: Michael Bordt SJ

ISBN 978-3945095065

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Warum ist es so schwer, sich selbst zu erkennen und zu akzeptieren? Wie findet man die innere Freiheit – die Freiheit, sein eigenes Leben zu führen und nicht das Leben, das andere von einem erwarten? Michael Bordt hat mit "Die Kunst sich selbst auszuhalten" einen klaren Leitfaden dafür verfasst. Schritt für Schritt führt er durch den schwierigen Prozess, sich von negativen Emotionen zu lösen und innere Ausgeglichenheit zu erlangen. Bordt fordert uns auf, in uns hinein zu horchen, die eigenen Gefühle bewusst wahrzunehmen, ohne uns vom Alltagstress, Handy oder den Weiten des Internets ablenken zu lassen. Er bestärkt uns, sich von den Erwartungen der heutigen Leistungsgesellschaft frei zu machen und stattdessen zur Ruhe zu kommen.

Olivia Mitscherlich-Schönherr, Matthias Schloßberger

Die Unergründlichkeit der menschlichen Natur

Internationales Jahrbuch für Philosophische Anthropologie, Bd. 5
Berlin 2015, 293 Seiten
ISSN 2192-4279

Inhaltsverzeichnis

Einzelartikel

Die Unergründlichkeit der menschlichen Natur ist ein Gemeinplatz der Philosophie: Irgendetwas an der Natur des Menschen entzieht sich beharrlich jedem philosophischen Zugriff: homo absconditus. Das Motiv findet sich in vielen philosophischen Traditionen, aber erst die recht gestellte Frage nach dem Wesen des Menschen ermöglicht ein volles Verständnis der Rede vom homo absconditus. Der Band versammelt Beiträge aus unterschiedlichen Traditionen und Schulen und bringt so die verschiedenen Zugriffe auf die Unergründlichkeit der menschlichen Natur ins Gespräch.

 

Eckhard Frick, Andreas Hamburger

Freuds Religionskritik und der 'Spiritual Turn'

Stuttgart 2014. 200 Seiten

ISBN 978-3170230651

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Sigmund Freuds 1927 erschienene "Zukunft einer Illusion" und die kurz darauf verfasste Erwiderung des reformierten Pfarrers und Psychoanalytikers Oskar Pfister ("Die Illusion einer Zukunft") eröffnen einen spannungsreichen Dialog zwischen dem Denken, der Praxis, den verschiedenen Schulen und Institutionen der Psychoanalyse einerseits und Theologie, Philosophie und Religionsgemeinschaften andererseits. Der aktuelle "Spiritual Turn" zeichnet sich durch die Hinwendung zu vielgestaltigen spirituellen Suchbewegungen des religiösen Subjekts aus, sowohl innerhalb religiöser Institutionen als auch unabhängig von diesen. Dieser "Spiritual Turn" löst eine Demokratisierung der Spiritualität, aber auch der klassischen psychoanalytischen Religionskritik und ihres Dialogs mit ihren Gesprächspartnern aus.

Michael Hainz, Gert Pickel, Detlef Pollack u.a.

Zwischen Säkularisierung und religiöser Vitalisierung. Religiosität in Deutschland und Polen im Vergleich

Veröffentlichungen der Sektion Religionssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Wiesbaden 2014. 327 Seiten (Softcover und eBook)

ISBN 978-3658046637

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Ob sich Religion in der Gegenwart durch Bedeutungsverlust oder eine Rückkehr des Religiösen auszeichnet, ist umstritten. Konsens ist, dass Religion in verschiedenen Kulturen und Ländern unterschiedliche Bedeutungen besitzt. In der Erkenntnis, dass Polen und Ostdeutschland diesbezüglich zwei Extreme darstellen, stellen sich hier erstmals deutsche und polnische Sozialwissenschaftler die Aufgabe, Ähnlichkeiten wie Differenzen zwischen Polen, Westdeutschland und Ostdeutschland herauszuarbeiten und entfalten vergleichende und weiterführende Perspektiven des Forschungsgebietes. Das umfasst die Frage, ob man trotz der Unterschiede in der verankerten Religiosität nicht in allen Gebieten Säkularisierungsprozesse feststellen kann genauso, wie Fragen nach dem Verhältnis der jüngeren Generation zu Religion und dessen politische Konsequenzen: Geht mit Säkularisierungsprozessen soziales Engagement zurück – und soziales Kapital verloren?

Gerd Haeffner

Quellwasser schluckweise. Großstadtpredigten

Saarbrücken 2014. 256 Seiten

ISBN 978-3-8416-0354-8

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Die hier gesammelten Predigten stammen aus den Jahren 1988 bis 2013. Die meisten von ihnen sind in der Jesuitenkirche St. Michael in der Münchner Innenstadt beim sonntäglichen Hauptgottesdienst gehalten worden. Sie tragen drei besondere Akzente, die auf den Ausbildungsgang des Predigers zurückgehen: erstens die Spiritualität der Exerzitien des hl. Ignatius von Loyola, bei denen die Gestalt Jesu Christi und das Wirken des Hl. Geistes im Zentrum stehen; zweitens die anhaltende Bemühung um ein Verstehen der Glaubensbotschaft für die Gegenwart; drittens der Beitrag sowohl der deutschen wie der französischen Exegese. Dies ist kein Predigtbuch „zum Nachschlagen“. Eher findet man einladende Meditationen, die die biblischen Texte für heute erschließen, oft in überraschender Weise. Der einfühlsame Stil und die klare und kräftige Sprache sind geeignet, jeden Suchenden anzusprechen. Die befreiende, dialogische Kraft des Evangeliums kommt zum Ausdruck, erfrischend wie Quellwasser.

Christof Wolf

Der Augenblick ist mein. Eine ignatianische Anleitung zum Beten

Mit Aquarellen von Monika Gatt und einem Nachwort von Josef Schmidt SJ

Paderborn 2014. 120 Seiten

ISBN 978-3897105775

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Ignatianische Exerzitien – das klingt nach Aufwand: vier Wochen beten und schweigen. Wie sollen Berufstätige das hinbekommen? "In Wirklichkeit können auch Exerzitien, die mitten im Lebensalltag und nicht schweigend vollzogen werden, vollkommen ignatianisch sein", hat Papst Franziskus im Interview gesagt. Ignatianisch ist eben nicht zuerst eine Methode, sondern eine Sichtweise. Ignatius geht davon aus, dass Gott in allem zu finden ist. "Die Welt ist Gottes so voll", hat Alfred Delp geschrieben. Wichtig ist, sich diesem Allem, dieser Fülle zu öffnen, sensibel zu werden für die Gegenwart Gottes, um sich selbst danach auszurichten und das Leben neu zu ordnen. Das allerdings kann, das muss man üben. Der Filmemacher und Jesuit P. Christof Wolf hat die Ignatianischen Exerzitien für den Alltag aufbereitet. An den vier klassischen Themen "Prinzip und Fundament", "Das Leben Jesu", "Das Leiden Jesu", "Die Auferstehung Jesu" entlang hat er für jeden Tag einen Bibeltext ausgewählt, ihn kommentiert und dazu Impulsfragen formuliert. Außerdem gibt es täglich einen Filmtipp, denn die großen Themen des Lebens, die natürlich immer religiöse Themen sind, werden heute auch im Kino erzählt.

Michael Reder, Mara-Daria Cojocaru

Zukunft der Demokratie. Ende einer Illusion oder Aufbruch zu neuen Formen?

Globale Solidarität – Schritte zu einer neuen Weltkultur, Bd. 24

Stuttgart 2014. 149 Seiten

ISBN 978-3170253506

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Demokratie betrifft uns alle – doch gegenwärtig besteht Unsicherheit, ob sie nach wie vor als bestmögliche politische Ordnung gelten kann. Erschien sie im 20. Jahrhundert als alternativlos, so ziehen aktuelle politische, ökonomische und kulturelle Phänomene diese Gewissheit in Zweifel: Wie genau ist Demokratie theoretisch zu fassen? Wie praktisch zu verstehen? Kann oder muss sie weltweit dasselbe bedeuten? Was ist ihr normativer Kern?

Namhafte Politikwissenschaftler und Philosophen diskutieren diese Themen im Rahmen des Rottendorf Symposions – immer vor dem Hintergrund der Frage, ob sich das Ideal der Demokratie angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen, Problemlagen und Krisen als Illusion erweisen muss oder ob neue Formen von Demokratie geeignete Antworten auf die Transformationen gegenwärtiger Gesellschaften darstellen können.

Michael Reder, Havva Engin

Wandel durch Dialog. Gesellschaftliche, politische und theologische Aspekte des Dialogs zwischen Islam und Christentum

Interreligiöser Dialog in gesellschaftlicher Verantwortung, Bd. 2

Stuttgart 2014. 258 Seiten

ISBN 978-3170256149

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Der vorliegende zweite Band der Schriftenreihe "Interreligiöser Dialog in gesellschaftlicher Verantwortung" der Eugen-Biser-Stiftung beleuchtet unterschiedliche Aspekte des Wandels der deutschen und europäischen Gesellschaft im Zuge der zunehmenden Präsenz des Islam in Europa. Es zeigt sich, dass die wachsenden Konfliktpotenziale, die sich nicht zuletzt in einer dezidierten und politisch organisierten Islamfeindlichkeit niederschlagen, langfristig nur auf dem Wege des Dialogs überwunden werden können. In dem Band werden Gesprächsangebote von muslimischer wie von christlicher Seite vorgelegt, die es anzunehmen und weiterzuführen gilt.

Olivia Mitscherlich, Dieter Thomä, Christoph Henning

Glück. Ein interdisziplinäres Handbuch

Stuttgart 2011, 466 Seiten
ISBN 978-3-476-02285-1

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Bei Booklooker

Macht Geld glücklich? Ist Glück der Sinn des Lebens? Was passiert bei glücklichen Menschen im Hirn? Lässt sich Glück messen oder erlernen? Kann die Politik zum Glück beitragen? – Diese und andere Fragen beantwortet das interdisziplinäre Handbuch „Glück“, in dem neben der Philosophie z.B. die Neurowissenschaften zu Wort kommen wie auch Sozialmedizin, Psychologie, Ökonomie, Pädagogik, Kunst- und Literaturwissenschaft. Darüber hinaus erläutert das Handbuch Glücksbegriffe in verschiedenen Sprachen und Religionen und gibt einen Überblick über Glücksdeutungen in Geschichte und Gegenwart.

Olivia Mitscherlich-Schönherr, Matthias Schloßberger

Das Glück des Glücks. Philosophische Anthropologie gelingenden Lebens

Internationales Jahrbuch für Philosophische Anthropologie, Bd. 4
Berlin 2014, 286 Seiten
ISSN 2192-4279

Inhaltsverzeichnis

Einzelartikel

Das Jahrbuch für Philosophische Anthropologie reflektiert interdisziplinäre Grenzübergänge zwischen den empirischen Disziplinen und ihren jeweiligen Anthropologien. Der diesjährige Band Das Glück des Glücks fragt nach dem Verhältnis der subjektiven und objektiven Dimensionen des Glücks. Dieses Verhältnis wird für die Themen „Glück haben“, „Glücklich sein“, „Das Glück suchen“ und „Das Glück verfehlen“ ausgelotet