Publikationen

Dominik Finkelde, Paul M. Livingston

Idealism, Relativism, and Realism: New Essays on Objectivity Beyond the Analytic-Continental Divide

De Gruyter; 1. Auflage 2020
300 Seiten
ISBN: 978-3110666823
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Several debates of the last years within the research field of contemporary realism – known under titles such as "New Realism," "Continental Realism," or "Speculative Materialism" – have shown that science is not systematically the ultimate measure of truth and reality. This does not mean that we should abandon the notions of truth or objectivity all together, as has been posited repeatedly within certain currents of twentieth century philosophy. However, within the research field of contemporary realism, the concept of objectivity itself has not been adequately refined. What is objective is supposed to be true outside a subject’s biases, interpretations and opinions, having truth conditions that are met by the way the world is. The volume combines articles of internationally outstanding authors who have published on either Idealism, Epistemic Relativism, or Realism and often locate themselves within one of these divergent schools of thought. As such, the volume focuses on these traditions with the aim of clarifying what the concept objectivity nowadays stands for within contemporary ontology and epistemology beyond the analytic-continental divide.

With articles from: Jocelyn Benoist, Ray Brassier, Dominik Finkelde, Markus Gabriel, Iain Hamilton Grant, Graham Harman, Johannes Hübner, Andrea Kern, Anton F. Koch, Martin Kusch, Paul M. Livingstion, Paul Redding, Sebastian Rödl, Dieter Sturma.

Erscheint: April 2020.

Barbara Schellhammer

Fremdheitsfähig werden: Zur Bedeutung der Selbstsorge für die Begegnung mit Fremdem

Verlag Karl Alber
1. Auflage 2019
480 Seiten
ISBN: 978-3-495-49098-3
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Neue Wege in der Kulturphilosophie

Ausgangspunkt des Buchs ist die Einsicht, dass die Fremdheitsfähigkeit einer Person und die damit einhergehende Verunsicherung nicht durch den Erwerb von Methoden oder Kompetenzen bzw. durch die typologische Einordnung von Kulturen erworben werden kann. Vielmehr gilt es, so die Kernthese des Buchs, sich angesichts verstörender Fremdheitserfahrungen mit sich selbst zu befassen. Ausgehend von der phänomenologischen Beschreibung der konkreten Situation einer misslungenen Fremdheitserfahrung untersucht Barbara Schellhammer Motive der Selbstsorge in der Begegnung mit Fremdem. Dabei spielen u.a. zwischenleibliche Körpererfahrungen und die Kultur als Praxis sinnstiftender Verortung eine besondere Rolle.

Dominik Finkelde

Logiken der Inexistenz. Figurationen des Realen im Zeitalter der Immanenz

Passagen Verlag, 1. Auflage 2019
172 Seiten
ISBN: 978-3-709-20367-5
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Dinge inexistieren. Objekte tun dies nicht. Sie stehen in einem rationalisierbaren Raum, der von Dingen in seiner Statik unterminiert wird. Im Zeitalter der Immanenz werden die Übermacht der Dinge und die Eigenschaft ihrer Inexistenz zur Bedrohung.

Was Jacques Lacan „das Reale“ nennt, verkörpert eine paradoxe Materialität: Es existiert nicht als klar definierbare Entität, sondern inexistiert – zum Beispiel in Verstörungen und Irritationen unserer symbolischen und imaginären Welten. Autoren wie Walter Benjamin, Sigmund Freud, W. G. Sebald, Martin Heidegger, aber auch zeitgenössische Philosophen wie Graham Harman widmen sich den Formen der Inexistenz und versuchen, Logiken darin zu entdecken. Die genannten Autoren offenbaren eine große Sensibilität dafür, wie sich die Grundstrukturen der Wirklichkeit in Formen kleinster Abweichungen fundamental verkehren können. Wo dies geschieht, markiert eine konstitutive Abwesenheit den dialektischen Umkehrpunkt, von dem aus eine bestimmte Konstruktion von Wirklichkeit ihre verdrängte oder verborgene Wahrheit in Form ihres Gegenteils kennenlernt.

Barbara Schellhammer

An Konflikten wachsen. Konflikt-Coaching und die Sorge um sich selbst.

Beltz Verlag, 1. Auflage 2019
176 Seiten (E-Book inside)
ISBN: 978-3-407-36683-2
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Konflikt-Coaching vollzieht sich stets in der Spannung zwischen Professionalität und Intuition, zwischen Technik und Begegnung. Beides ist wichtig, doch meistens wird dem Konflikt-Coaching als strukturiertes Verfahren und klar definierten Kommunikationstechniken mehr Gewicht beigemessen als der Sorge um sich selbst. Gerade sie ist jedoch nötig, um in emotional aufgeheizten Momenten dem anderen gelassen begegnen und zuhören zu können.
Das Buch leistet einen interdisziplinären Beitrag zur theoretischen Fundierung des Konflikt-Coachings, der zugleich immer praktisch relevant ist. Dabei bezieht es sich auf verschiedene Philosophien der Selbstsorge, auf psychologische Implikationen der Selbstkultivierung und auf neurophysiologische Erkenntnisse. Basierend auf der Einsicht, dass Konflikte immer auch eine Chance darstellen, kulturell unterschiedlich wahrgenommen werden und in narrative Prozesse eingespannt sind, präsentiert das Buch ein eigenes Konflikt-Coaching Modell: P.A.C.E.

Rezension von Prof. DDr. Wolfgang Dietrich (UNESCO Chairholder for Peace Studies, University of Innsbruck/Austria) 

Stefan Bauberger

Glück ohne Ratgeber. Eine Philosophie des Gelingens

Verlag Herder, 1. Auflage 2019
160 Seiten
ISBN: 978-3-451-38448-6
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Wir Menschen sind immer auf der Suche nach Glück – und glauben es heutzutage immer häufiger nur mit Hilfe von Ratgebern finden zu können. Stefan Bauberger, Jesuit, Naturwissenschaftler und Zen-Meister in einer Person, sieht diesen Glückswahn kritisch. In seinem klugen Buch erklärt er, warum es oft besser ist, seinem Glück nicht zwanghaft hinterherzurennen und gerade deshalb zu einem erfüllteren Leben zu finden.

Bauberger greift auf sein fundiertes Wissen aus der christlichen und fernöstlichen Spiritualität sowie seine praktische Erfahrung als Meditationslehrer zurück. Er schreibt über sinnentleerte Wellness-Spiritualität und warum man das Glück viel eher ohne teure Ratgeber findet. Für ihn bedeutet Glück, etwas Besonderes zu sein – und nicht das krampfhafte Anhäufen von Erfahrungen und vermeintlichen Glücksmomenten. Auch wenn solche Momente wichtig sind – und Bauberger beschreibt auch, wie man sie finden kann – kann einen das Klammern daran nie zum wahren Glück führen.

„Spirituelle Traditionen bereichern den Glückssucher, aber gleichzeitig können sie auch vom Eigentlichen wegführen, wenn sie äußerlich bleiben“, so der Autor. In seinem Buch beschriebt Bauberger, was hinter dem Glückswahn steckt und wie wir den Weg heraus aus der Glücksfalle finden.

Georg Sans, Axel Hutter u.a.

Zeit - Sprache - Gott

Kohlhammer Verlag, 1. Auflage 2019
349 Seiten
ISBN: 978-3-17-034988-9
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Der Band bringt in zwei Teilabschnitten Religionsphilosophen der analytischen Tradition mit Vertretern des kontinentalen Denkens in ein Gespräch darüber, inwiefern Zeitlichkeit und Sprachlichkeit unsere Vorstellung von Gott bestimmen. Die Beiträge des ersten Teils nehmen Anselm von Canterburys "Proslogion" zum Ausgangspunkt, um sich dem Verhältnis zwischen Zeit und Ewigkeit anzunähern. Die Beiträge des zweiten Teils gehen von Franz Rosenzweigs Programmschrift "Das neue Denken" aus, um die Frage nach der Sprachlichkeit des Zugangs zu Gott zu erörtern.

Prof. Dr. Axel Hutter ist Ordinarius für Philosophie an der LMU München. Prof. Dr. Georg Sans SJ bekleidet den Eugen-Biser-Stiftungslehrstuhl und ist Leiter des Instituts für Religionsphilosophie (IRP) an der Hochschule für Philosophie München.

Mit Beiträgen von:
Döhn, Raphael / Evers, Dirk / Grössl, Johannes / Gäb, Sebastian / Hindrichs, Gunnar / Koch, Anton F. / Leftow, Brian / Mandrella, Isabelle / Martin, Christian / Meixner, Uwe / Ostritsch, Sebastian / Pollock, Benjamin / Schäfer, Jakob / Steinmann, Jan Juhani / Tapp, Christian / Tegtmeyer, Henning / Welz, Claudia

Michael Reder, Dominik Finkelde, Mara-Daria Cojocaru u.a.

Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive 3 (Schwerpunkt: Moralischer Fortschritt)

Globale Fragen sind auch Fragen der Philosophie

Das Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive ist ein Forum für Arbeiten aus den Bereichen der Politischen Philosophie, der Moral-, Sozial- und Rechtsphilosophie sowie aus den Nachbardisziplinen (Soziologie, Psychologie, Kultur-, Politik-, Umwelt-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften), die sich dezidiert mit globalen Fragen befassen oder an entsprechende Problemstellungen anschließen.

Band 3 hat den Schwerpunktteil: Moralischer Fortschritt

Mit Beiträgen von

Mara-Daria Cojocaru, Catherine Wilson, Katharina Anna Sodoma, Kristoffer Klement, Hendrik Kempt, Alice Pinheiro Walla, Dietmar Dath, Gottfried Schweiger, Dominic Roser, Philipp von Gall, Alasdair Cochrane

Webseite des Verlags

Christof Wolf, Alexander Buck, Monika Gatt u.a.

Cautela! Prävention stärken - Heilung fördern

München 2018, 151 Seiten & DVD
ISBN 978-3-943135-96-1
www.cautela.de

„Cautela!* Prävention stärken - Heilung fördern“ ist ein differenziertes Lernprogramm, das für Themen wie Missbrauch und Mobbing sensibilisieren und so mithelfen will, die Würde und Unversehrtheit junger Menschen zu schützen. Um Kinder und Erwachsene auf einer emotionalen Ebene zu erreichen, nutzt es die spezifischen Möglichkeiten von Filmen. Das ist erfolgreicher als ein rein text-basierter Lernansatz.

Das Programm besteht aus drei Filmen – je einem für Kinder, für Lehrkräfte und für Eltern – sowie einem Arbeitsbuch. Es richtet sich vorab an Lehrerinnen und Lehrer, sind doch die Schulen die größte Schnittstelle zu den Kindern und Eltern. Natürlich kann Cautela! auch außerhalb der Schule, etwa in den Diözesen oder anderen Institutionen, die Präventionsarbeit leisten wollen, eingesetzt werden. Das Cautela!-Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Pater-Rupert-Mayer-Gymnasium in Pullach entstanden, und die Filme wie auch das Arbeitsbuch sind in der Praxis getestet worden.

Das Arbeitsbuch können Sie mit den zugehörigen Filmen bestellen unter: https://www.cautela.de/shop.html

Johannes Herzgsell, Janez Percic

Major Jesuit Thinkers

Verlag Ferdinand Schöningh; Auflage: 2019
135 Seiten
ISBN: 978-3506788924

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"With a tradition of almost five hundred years the Jesuit order has repeatedly produced original thinkers from various fields, thus enriching Western culture.

This book introduces eight Jesuit thinkers: Francisco Suárez, Baltasar Gracián, Teilhard de Chardin, Henri de Lubac, Bernard Lonergan, Karl Rahner, Oswald von Nell-Breuning und Michel de Certeau. They succeeded in their own time by absorbing the discoveries and developments of modern philosophy and science in order to reconcile them with the Christian tradition. In this way, they have made Christianity understandable and attractive to modern man.
Their contributions in the humanities, natural sciences and social sciences are also important for questions and problems of the present and remain a source of inspiration."

Johannes Herzgsell

Gott über uns – Gott unter uns – Gott in uns: Philosophische, theologische und spirituelle Annäherungen an Gott

Alber Verlag, Freiburg/München 2018. 576 Seiten

ISBN/EAN: 978-3-495-48945-1

Online-Auftritt und Bezugsmöglichkeiten

Das Buch legt in geschichtlicher Reihenfolge dar, wie sich herausragende Denker des Abendlandes Gott geistig und geistlich angenähert haben und wer für sie Gott im Wesentlichen war.

So war für die antiken Philosophen Platon und Plotin das Göttliche vor allem das Gute, Schöne oder Eine. Als christliche Denker suchten dann im Früh- und Hochmittelalter Augustinus, Richard von St. Viktor und Thomas von Aquin auf je eigene Weise die Dreieinheit Gottes zu erklären. Am Beginn der Neuzeit endete die lebenslange Suche des Nikolaus von Kues nach dem angemessensten Gottesbegriff schließlich beim "Können selbst". In der Neuzeit erfuhr Teresa von Avila Gott als das Innerste ihrer Seele, während ihr Ordensbruder Johannes vom Kreuz Gott als lebendige Liebesflamme erlebte. In seinen "Meditationen" bestimmte Descartes Gott als das vollkommenste Wesen. Wiederum dem dreieinen Gott näherte sich Hegel mit seiner spekulativen Lehre vom Reich des Vaters, des Sohnes und des Geistes. Für Hans Urs von Balthasar war im 20. Jh. das stellvertretende Leiden des Gottessohnes für uns Menschen von entscheidender Bedeutung. Im selben Zeitraum verstand Karl Rahner Gott primär als das heilige Geheimnis.

Anhand eines Hauptwerkes oder mehrerer Werke wird jeweils der Weg oder ein Weg dieser Denker zu Gott nachgezeichnet. Außerdem werden mithilfe neuerer angelsächsischer Diskussionen einige Eigenschaften Gottes erörtert: sein Schöpfertum sowie seine Allmacht, Allwissenheit und Ewigkeit.

Georg Sans

Philosophische Gotteslehre

Grundkurs Philosophie, Bd. 23
ISBN: 978-3-17-032561-6
144 Seiten

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Der Glaube an Gott und unser Wissen über Gott lassen sich nicht sinnvoll voneinander trennen. Das Buch fragt nach Vernunftgründen für die Annahme der Existenz Gottes und bemüht sich um eine begriffliche Klärung des Verhältnisses zwischen Gott und Welt. Dabei stößt es auf das Problem des Übels als die Klippe jeder philosophischen Theologie. Nur im Nachdenken über die religiöse Beziehung des Menschen zu Gott lässt sich das göttliche Wesen genauer bestimmen. Indem die Gotteslehre Anleihen bei der Religionsphilosophie macht, kann sie Gott als in sich selbst personal erweisen.

Godehard Brüntrup

Philosophie des Geistes

Grundkurs Philosophie, Bd. 22
ISBN / Artikel-Nr: 978-3-17-034036-7
1. Auflage, 205 Seiten

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Fortschritte in den empirischen Wissenschaften geben uns heute mehr Einblicke in das Verhältnis von Körper und Geist als je zuvor. Dennoch widersetzt sich das Leib-Seele-Problem einer schnellen Lösung durch die empirische Forschung. Man stößt bald auf tiefe und hartnäckige philosophische Fragen: Wie weit reicht die Unabhängigkeit des Geistes vom Körper? Sind Gehirn und Geist identisch? Kann der Geist in der Welt etwas bewirken? Die Philosophie kann zur Beantwortung solcher Fragen einen genuinen Beitrag leisten. So gibt diese komplett überarbeitete Neuauflage des Bandes "Das Leib-Seele-Problem" einen Überblick über die aktuellen Debatten in der Philosophie des Geistes. Auf systematische Weise wird eine "Landkarte" der wichtigsten Positionen und Argumente gezeichnet und so die Orientierung wesentlich erleichtert. Das Schlusskapitel hinterfragt die kartesischen Voraussetzungen der aktuellen Debatte und versucht einen alternativen Lösungsweg aufzuzeigen.

Prof. Dr. Godehard Brüntrup SJ ist Inhaber des Erich-Lejeune-Stiftungslehrstuhls an der Hochschule für Philosophie München. Seit Jahrzehnten lehrt er auch an führenden Universitäten in den USA. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Philosophie des Geistes und der philosophischen Handlungstheorie.


Advances in the empirical sciences are today giving us greater insights into the relationship between body and mind than ever before. Despite this, the mind&body problem is resisting rapid solution through empirical research. One soon encounters deep and intractable philosophical questions: To what extent is the mind independent of the body? Are the brain and the mind identical? Can the mind have effects in the world? Philosophy is able to make a genuine contribution to the answering of questions such as these. This fully revised new edition of the volume The Mind&Body Problem provides an overview of current debates in the philosophy of mind. A ?map= of the most important positions and arguments is systematically outlined, making orientation much easier. The final chapter questions the Cartesian premises of the current debate and attempts to indicate an alternative approach.

Prof. Godehard Brüntrup SJ holds the Erich Lejeune Foundation Chair at the Munich School of Philosophy. He has also taught at leading universities in the United States for several decades. His research focuses on the philosophy of mind and theory of action.

Michael Reder, Dominik Finkelde, Alexander Filipovic u.a.

Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive 2 (Schwerpunkt: "Natur" als Bezugspunkt der praktischen Philosophie)

Globale Fragen sind auch Fragen der Philosophie

Das Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive ist ein Forum für Arbeiten aus den Bereichen der Politischen Philosophie, der Moral-, Sozial- und Rechtsphilosophie sowie aus den Nachbardisziplinen (Soziologie, Psychologie, Kultur-, Politik-, Umwelt-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften), die sich dezidiert mit globalen Fragen befassen oder an entsprechende Problemstellungen anschließen.

Band 2 hat den Schwerpunktteil: "Natur" als Bezugspunkt der praktischen Philosophie.

Mit Beiträgen von

Michael Reder, Theda Rehbock, Agata Maksymczak, Tobias Müller, Klaus Viertbauer, Hauke Behrendt, Catrin Misselhorn, Florian Heusinger von Waldegge, Kerstin Weich, Stefan Lorenz Sorgner, Angela Kallhoff, Otfried Höffe, Nejma Tamoudi, Simon Faets, Charlotte E. Blattner, Elena Ziliotti

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Domink Finkelde

Excessive Subjectivity. Kant, Hegel, Lacan, and the Foundations of Ethics

Abstract:

How are we to conceive of acts that suddenly expose the injustice of the prevailing order? These acts challenge long-standing hidden or silently tolerated injustices, but as they are unsupported by existing ethical rules they pose a drastic challenge to dominant norms. In Excessive Subjectivity, Dominik Finkelde rereads the tradition of German idealism and finds in it the potential for transformative acts that are capable of revolutionizing the social order.

Finkelde's discussion of the meaning and structure of the ethical act meticulously engages thinkers typically treated as opposed—Kant, Hegel, and Lacan—to develop the concept of excessive subjectivity, which is characterized by nonconformist acts that reshape the contours of ethical life. For Kant, the subject is defined by the ethical acts she performs. Hegel interprets Kant's categorical imperative as the ability of an individual's conscience to exceed the existing state of affairs. Lacan emphasizes the transgressive force of unconscious desire on the ethical agent. Through these thinkers Finkelde develops a radical ethics for contemporary times. Integrating perspectives from both analytical and continental philosophy, Excessive Subjectivity is a distinctive contribution to our understanding of the ethical subject.

Reviews:

The predominant notion of subjectivity today is the Habermasian project of the mutual recognition of free responsible agents. What disappears in this project is the antagonistic core of subjectivity, a traumatic disturbance inscribed into the very notion of subject from Kant to Hegel. With reference to Lacan, Finkelde forcefully brings back this obliterated dimension: the true meaning of "excessive subjectivity" is that subjectivity is as such an excess. Excessive Subjectivity is not just an important contribution to the topic of subjectivity; it does much more: it redefines the entire field. In short, it is an instant classic.
Slavoj Žižek, University of Ljubljana and New York University

Finkelde incisively interrogates Kant's, Hegel's, and Lacan's theories of subjectivity to produce a timely account of the structure of the "excessive" subject: the subject that is able to break with the established order through its exceptional self-constituting act, thereby producing fundamentally new possibilities for ethical life. Far-ranging and trenchant, this work develops new connections within established theories of subjectivity and offers in its own right a radical new theory of action, practice, and transformation. It will be sought out by all those interested in how the classical and contemporary theory of the subject bears on the broadest problems of thought and action today.
Paul Livingston, University of New Mexico

Excessive Subjectivity is a compellingly engaging book dealing with a very topical issue, namely the need to address, think, and reconfigure the concept of subjectivity today. Dominik Finkelde does so through a most original bringing together of Kant, Hegel, and Lacan, staging the discussion in terms of both classical and very contemporary problems of philosophy, politics, and ethics. This book was greatly needed!
Alenka Zupančič, Slovenian Academy of Sciences and Arts

Finkelde's investigation is an impressive and precise inquiry into subjectivity as a distorting factor in any account of how things really are. Ontology as our inquiry into what there is affects what there is in that subjectivity always goes beyond itself. Finkelde's lucid reconstruction of difficult figures like Hegel or Lacan as well as his take on their relationship to Kant shows that subjectivity is a feature of reality and not just a hallmark of the conscious mind. He thereby successfully undermines a problematic cornerstone assumption of contemporary philosophy of mind. Highly recommended for anyone interested in the figures discussed in this book or the topic of subjectivity.
Markus Gabriel, director of the International Center for Philosophy, University of Bonn

Lacan’s reliance on the legacy of German Idealism is widely known, but Dominik Finkelde’s nuanced account of the trajectory of the ‘paradox of autonomy’ through Kant and Hegel to Lacan is nothing short of masterful. One of the more valuable features of Finkelde’s treatment resides in showing not only how the ethical subject acts “excessively,” paradoxically beyond and ahead of itself, but also in demonstrating the points of deep contact of this predominantly continental conception with key figures and problematics in the Anglo-American analytic tradition. An outstanding contribution.
Richard Boothby, Loyola University Maryland

Bezugsmöglichkeiten

Rezensionen:

Ludwig Jaskolla

Real Fourdimensionalism: An Essay in the Ontology of Persistence and Mind

This book explores persistence, taking human beings as an example case. It investigates how concrete particulars stay the same during their temporal carriers while changing significantly. Themes of relativity, structural realism, 4-dimensional ontologies and different strains of panpsychism are amongst those addressed in this work.

Beginning with an exploration of the puzzle of persistence, early chapters look at philosophers’ perspectives and models of persistence. Competitors in the debate are introduced, from classical 3-dimensionalism to two flavors of 4-dimensionalism, namely worm theory and stage theory. The second part of the book explores the various challenges to 4-dimensionalism and develops a positive taxonomy of those questions that the reasonable proponent of 4-dimensionlism needs to answer.

In the third part of the book readers may explore an ontology at the interface of analytic metaphysics and philosophy of mind, called Real Fourdimensionalism, or more specifically: Physicalistic Stage-Panexperientialism (PSP). This is a version of panexperiential stage theory and its alleged model of persistence-as-deciding answers the questions of the taxonomy.

This book makes a substantial contribution to debates concerning the status, extent and viability of both stage theoretic models of persistence as well as non-reductive, naturalistic models of persistence. It will be of interest to graduates and scholars involved in analytic metaphysics, as well as the philosophy of mind, especially those specializing in questions of persistence and the ontology of the mind.

257 pages, Springer

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Georg Sans

Gottesbilder: Eugen Biser als theologischer Grenzgänger

Eugen Biser hat zeitlebens um das Bild eines Gottes gerungen, in den der Mensch sein ganzes Vertrauen setzen kann. Durch die Verknüpfung des existenziellen Gedankens von der Überwindung der Lebensangst mit der biblischen Formel von der Gotteskindschaft gab Biser Anstöße zu einem fruchtbaren Gespräch mit Psychologie, Kunst, Literatur und Musik für den christlichen Glauben. Indem er Beiträge aus verschiedenen Blickwinkeln und Fachrichtungen versammelt, möchte der Band anlässlich des 100. Geburtstags von Eugen Biser an die "Gottesbilder" dieses theologischen Grenzgängers erinnern.

Bereits vor Jahrzehnten entdeckte Eugen Biser Themen, die heute in aller Munde sind, etwa den Zusammenhang zwischen dem religiösen Glauben und der seelischen Gesundheit, die Bedeutung der elektronischen Medien für die moderne Gesellschaft oder das Phänomen des Postsäkularismus.
Prägend für das theologische Denken Bisers war aber vor allem der Begriff der Gotteskindschaft. Für Biser bedeutet die Annahme der Gotteskindschaft keine Entmündigung oder Erniedrigung des Menschen, sondern im Gegenteil seine Erhebung zu Gott. Weil die Gotteskindschaft die Freiheit und volle Verantwortung des Menschen mit einschließt, ist der christliche Glaube mehr als die Frucht eines naiven Gemüts. Die Theologie Bisers antwortet auf die Fragen unserer Gegenwart.

Mit Beiträgen von Martin Arneth, Eckhard Frick SJ, Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Andreas Gröpl, Walter Homolka, Erwin Möde, Joachim Reger, Georg Sans SJ, Johannes Schaber OSB, Martin Thurner und Gunther Wenz.

Leseprobe (inkl. Inhaltsverzeichnis)

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Barbara Schellhammer

Wie lernen Erwachsene (heute)? Eine transdisziplinäre Einführung in die Erwachsenenbildung

Weinheim 2017. 184 Seiten

ISBN 978-3779934691

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Das Grundlagenbuch setzt einige Hauptstränge erwachsenenpädagogischer Theoriebildung mit aktuellen Ansprüchen und Herausforderungen erwachsenenbildnerischen Handelns in pluralen Gesellschaften kritisch in Beziehung.

Angst vor Fremdem, Rechtspopulismus, ökonomische Verzweckung von Bildung und neue Lehr-Lern-Szenarien – Erwachsenenbildung heute steht vor großen Herausforderungen, sie soll angesichts einer unübersichtlichen Welt Orientierung bieten. Deshalb kann sie sich nicht an enge Disziplingrenzen halten, sondern muss transdisziplinär auch die eigenen Grundlagen überprüfen. Dabei spielt die Philosophie eine besondere Rolle.

Das Buch regt sowohl Studierende als auch Praktiker/innen zur Reflexion und Selbstbildung an. Es dient als Grundlagentext und bezieht sich zugleich auf konkrete berufliche Erfahrungen von Erwachsenenbildnern/innen. Es möchte ermutigen und den Blick weiten, lehrreich sein und inspirieren.

Rezension (2017 Arnold in: Zeitschrift für Weiterbildungsforschung 2017(2): Geschichtsschreibung und Quellenkritik)

Michael Reder, Dominik Finkelde, Johannes Wallacher u.a.

Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive I (Schwerpunkt: Pragmatistische Impulse)

Globale Fragen sind auch Fragen der Philosophie

Das neue Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive ist ein Forum für Arbeiten aus den Bereichen der Politischen Philosophie, der Moral-, Sozial- und Rechtsphilosophie sowie aus den Nachbardisziplinen (Soziologie, Psychologie, Kultur-, Politik-, Umwelt-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften), die sich dezidiert mit globalen Fragen befassen oder an entsprechende Problemstellungen anschließen.

Band 1 hat den Schwerpunktteil: Pragmatistische Impulse.

Der philosophische Pragmatismus erfreut sich seit einiger Zeit größerer Aufmerksamkeit. Es ist eine Vielzahl an pragmatistischen Forschungsfeldern entstanden, die so gut wie jede philosophische Subdisziplin tangieren. Für diesen Band wurden vorrangig Arbeiten ausgewählt, die dezidiert den Mehrwert des Pragmatismus für Fragen der Praktischen Philosophie untersuchen.

Mit Beiträgen von

Alen Bosankic, Florian Braun, Mara-Daria Cojocaru, Cornelie Dietrich, Alexander Filipović, Joshua Forstenzer, Bashshar Haydar, Jan-Christoph Heilinger, Georg Horntrich/Wolf-Gero Reichert, Lee A. McBride, Thorsten Nieberg, Michael Reder und Martin Schneider.

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Alexander Filipović, Ingrid Stapf, Marlis Prinzing

Gesellschaft ohne Diskurs? Digitaler Wandel und Journalismus aus medienethischer Perspektive

Kommunikations- und Medienethik, Bd. 5

Baden-Baden 2017. 291 Seiten

ISBN 978-3848736447

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Im Zuge der Digitalisierung ist oft von einer Verrohung öffentlicher Debatten die Rede. Der Journalismus steckt zudem in einer tiefen Vertrauenskrise. Durch den digitalen Wandel erhöht sich die Gefahr einer Gesellschaft ohne sachgerechten Diskurs. Inwiefern kann Journalismus unter den sich verändernden Bedingungen seiner Aufgabe der Herstellung und Begleitung der öffentlich-gesellschaftlichen Debatte gerecht werden? Die Beiträge befassen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Zukunft im Journalismus. Dabei ist die Frage leitend, was auf dem Spiel steht, wenn die Gesellschaft ihren kritisch und fair angelegten und durch einen unabhängigen Journalismus moderierten Diskurs verliert.

Dominik Finkelde

Badiou and the State

Nomos Verlag 2017, 231 Seiten, broschiert.

ISBN 978-3-8487-3224-1

Abstract:

Badiou’s philosophy of the event stands at the centre of his influential theory of revolutionary politics. It has received both much acclaim for the way it rigorously and systematically unfolds as well as heavy criticism because of the philosopher’s theoretical and personal radicalism as an outspoken critic of modern western democracies. Does Badiou’s oeuvre not undermine the value of political representation via the state? What is left of the state in Badiou’s thinking if political and universal “events” by definition bear validity through their illegitimacy, while the state only represents legality?

The essays presented in the volume “Badiou and the State”, written by internationally outstanding scholars in the field of contemporary political philosophy, are dedicated to these questions, which Badiou’s unique philosophy provokes.

With contributions by:
Alain Badiou, Lorenzo Chiesa, Oliver Feltham, Dominik Finkelde, Gernot Kamecke, Paul Livingston, Rado Riha, Frank Ruda, Arno Schubbach, Alberto Toscano, Yannis Stavrakakis and Jan Völker.

Further information:
Badiou and the State | Finkelde | Nomos Verlagsgesellschaft