FLXsynErgy: Energie aus Klärschlamm

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Klärschlamm und die Energiewende

Der in Kläranlagen anfallende Klärschlamm ist eine noch zu wenig genutzte Ressource: Er enthält wertvolle Stoffe, die in natürliche Kreisläufe zurückgeführt werden sollten, z.B. Phosphor. Er kann aber auch energetisch genutzt werden, indem durch die Klärschlammbehandlung Biogas produziert wird, mit dem sich Strom und Wärme erzeugen lässt – ein bei weitem noch nicht ausgeschöpftes Potential.

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Das Projekt FLXsynErgy unter Leitung von Prof. Dr. Christian Schaum (Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik, Universität der Bundeswehr) will Kläranlagenbetreiber in der dazu notwendigen Flexibilisierung unterstützen. Es vereint ingenieurs- und naturwissenschaftliche, juristische und ökonomische Perspektiven, die Erfahrungen der Praxis (Abwasserbehandlung) – und einen philosophisch-ethischen Zugang. Mit dem Vorhaben verbinden sich nämlich komplexe umwelt- und sozialethische Fragen.

Umwelt- und sozialethische Perspektive

Das ZGF bringt sich als Projektpartner ein, indem es umwelt- und sozialethische Probleme sowie mögliche Zielkonflikte identifiziert, ethische Bewertungskriterien einbringt und den Diskurs zur Frage unterstützt, wie Gewinne und Kosten unter den Beteiligten und Betroffenen fair verteilt werden können. Im anwenderbezogenen Leitfaden (dem angestrebten Produkt des Projekts) sollen solche umwelt- und sozialethischen Gesichtspunkte berücksichtigt werden – auch um die gesellschaftliche Akzeptanz des Projekts zu sichern.

Beispiel für sozial-ökologische Transformation

Für das ZGF ist die Weiterentwicklung von Kläranlagen im Sinne der Energiewende ein wichtiger Baustein einer sozial-ökologischen Transformation. Welchen (auch ethischen) Ansprüchen diese genügen muss und wie sie gelingen kann – das muss sich in konkreten Projekten wie diesem zeigen und bewähren.

Philosophie und Klärschlamm

Lesen Sie hier einen Blogbeitrag von Thomas Steinforth auf Kontrapunkte - global. solidarisch. transformativ..

 

 

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