Bildung zum Widerstand

Vorlesungsreihe im Sommersemester 2019, die von Barbara Schellhammer in Zusammenarbeit mit Berthold Goerdeler organisiert wird.

Besorgniserregende Entwicklungen weltweit, ein wachsender Nationalismus, das Erstarken rechtsradikaler Motive in Gesellschaft und Politik und das Aufleben alter Feindbilder erinnern an Zeiten, die längst überwunden schienen. Wir möchten in unserer Ringvorlesung der Frage nachgehen, welche Rolle die Bildung spielt, um diesen Tendenzen ebenso begründet wie mutig und entschlossen etwas entgegenzusetzen. Wie gelingt Bildung zum Widerstand? Wie kann aus ihr die Motivation zum Handeln gewonnen werden, die uns neben Carl Goerdeler etwa auch Sophie Scholl oder Alfred Delp SJ vorgelebt haben, und die für den Schutz unserer demokratischen Grundordnung und unserer humanistischen Wertüberzeugungen notwendig ist. Die Vorträge knüpfen an Erfahrungen der Vergangenheit an und gehen auf gesellschaftspolitische Herausforderungen der Gegenwart ein.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und das gemeinsame Weiterdenken!

Barbara Schellhammer und Berthold Goerdeler

Lesen Sie hier ein Interview mit Barbara Schellhammer und Berthold Goerdeler zu den Hintergründen der Reihe.

Die Vorlesungen finden montags von 18-20 Uhr (c.t.) im Hörsaal der HfPh statt:

Studierende der HfPh haben über den Moodle-Kurs Ringvorlesung "Bildung zum Widerstand" Zugang zu den Präsentationen.

Bildung zum Widerstand und widerständige Bildung
29. April 2019, PD Dr. Barbara Schellhammer (HfPh)

Vortrag (audio) auf Youtube

Was ist Widerstand – und wie gelingt er?
6. Mai 2019, Prof. Dr. Juliane Sagebiel (Hochschule München)

Vortrag (audio) auf Youtube

Wie gestaltete Carl Goerdeler die Bildung zum Widerstand gegen Hitler?
13. Mai 2019, Berthold Goerdeler (Stiftung Ethos und Logos, München)

Vortrag (audio) auf Youtube

Science4Future. Wissenschaft im Widerstand gegen mangelnde Zukunftsverantwortung.
20. Mai 2019, Prof. Dr. Markus Vogt (Lehrstuhl für Christliche Sozialethik an der LMU)

Vortrag (audio) auf Youtube

... „weil ich mit meinem Gewissen alleine mich abzufinden habe“. Robert Bosch: Entzauberung und Standortbestimmung
27. Mai 2019, Dr. Peter Theiner (Biograph Robert Boschs)
Veranstaltung auf Facebook

Der 20. Juli 1944 in der militärischen Tradition der Bundeswehr: Das Bild von Stauffenberg und Lehren für das heutige Europa
3. Juni 2019, Prof. Dr. Ulrich Schlie (Andrássy Universität Budapest)
Veranstaltung auf Facebook

Zur Bedeutung von Kunst und Ästhetik für eine Bildung zum Widerstand
17. Juni 2019, Dr. Karin Hutflötz (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)
Veranstaltung auf Facebook

Widerstände gegen Widerstand
24. Juni 2019, Dr. Jürgen Müller-Hohagen (Leiter des Dachau Instituts)
Veranstaltung auf Facebook

Wie Faschismus funktioniert – Analysen und Handlungsvorschläge aus der Politischen Philosophie
1. Juli 2019, Dr. Patrick Zoll SJ (HfPh)
Veranstaltung auf Facebook

Philosophie des Widerstandes – Radikaldemokratische Impulse angesichts globaler Krisen
8. Juli 2019, Prof. Dr. Michael Reder (HfPh)
Veranstaltung auf Facebook

Den Flyer zur Reihe finden Sie hier.


Abschlussveranstaltung am 15. Juli: „Weiße Rose“: Ethik des Widerstands – gestern und heute

13:30–14:30 Uhr - Führung durch die DenkStätte „Weiße Rose“ (Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München)
15:00–16:30 Uhr - Vortrag des Militärbischofs mit Podiumsdiskussion (Aula HfPh), anschließender Empfang
17:30–18:30 Uhr - Auszüge aus der Oper „Weiße Rose“ von Udo Zimmermann (Aula HfPh)

Unter Mitwirkung von:

  • Dr. Veronika Bock (Direktorin des Zentrums für ethische Bildung in den Streitkräften, Hamburg)
  • Prof. Markus Vogt (LMU München)
  • Prof. Johannes Wallacher (Präsident der HfPh)
  • Dr. Hildegart Kronawitter (1. Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung e.V.)
  • Generalstabsarzt Dr. Gesine Krüger (Sanitätsakademie der Bundeswehr)
  • Berthold Goerdeler (München)
  • Lisa Mayer (Musikhochschule Weimar)
  • Katholischer Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Essen)
  • Jakob Knab (München)
  • PD Dr. Barbara Schellhammer (HfPh)

Das Poster zur Abschlussveranstaltung finden Sie hier.
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Zusatzangebot am 3.6.2019: Führung im NS-Dokumentationszentrum

(anschließend walk and talk zur Hochschule für Philosophie München)

16:00 – 18:00 Uhr

Die Dauerausstellung „München und der Nationalsozialismus“ behandelt die Themen Ursprung und Aufstieg des Nationalsozialismus in München, die besondere Rolle der Stadt im Terrorsystem der Diktatur und den schwierigen Umgang mit dieser Vergangenheit seit 1945. Leitthemen und -fragen sind unter anderem „Warum München?“, „Ausgrenzung und Verfolgung“ und „Was hat das mit mir zu tun?“. Der 90-minütige Rundgang bietet einen Überblick über die Dauerausstellung. Er beginnt mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Ausbruch der Novemberrevolution im Jahr 1918 und erläutert die Entstehungs- und Aufstiegsphase der NSDAP. Darauf folgt eine kurze Darstellung der Funktionsweisen des NS-Staats und der Lebensbedingungen während des Regimes. Anschließend werden die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs beschrieben. Schließlich nimmt der Rundgang die Auswirkungen und Folgen des Nationalsozialismus bis in die Gegenwart in den Blick und erläutert aktuelle Themen wie z. B. Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rechtspopulismus und -extremismus.

Treffpunkt: 15:45 Uhr vor dem NS-Dokumentationszentrum, Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München.

Anmeldung mit Name, Handynummer, ggf. Studierendenstatus bis zum 28.05.2019 unter lena.schuetzle@hfph.de.

Kostenfrei, barrierearm, insg. 20 Plätze

Hinweis: Bis zur Europawahl am 26.05.2019 ist der Eintritt in das NS-Dokumentationszentrum für alle kostenfrei.


Zusatzangebot am Dienstag, den 18.06.2019: Workshop "Diskussions- und Fragenraum"

18:00 – 20:00 Uhr

Hörsaal

„Was bedeutet denn nun Bildung zum Widerstand?, Was habe ich und was hast du damit zu tun?, In wie fern verheißt uns Philosophie zu Widerstand? ..."

Studierende der Hochschule für Philosophie eröffnen einen Raum, indem Fragen gestellt und diskutiert werden können. Sie haben die Möglichkeit an mehreren Thementischen mitzudiskutieren und mit anderen Studierenden in den Austausch zu kommen. Abschließend werden die Diskussionsergebnisse knapp zusammengefasst.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.