Promotionsprojekte

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Zum Einfluss inter- sowie intrapersonaler „Bildergewebe“ auf die heilpädagogische Haltung. Eine praxisphänomenologische Betrachtung im Kontext der Behindertenhilfe

Florian Bartik, M.A. hat Pflegemanagement, Erwachsenenpädagogik und Angewandte Ethik in München und in Freiburg studiert. Mehrjährige praktische Tätigkeit in unterschiedlichen Einrichtungen der Behindertenhilfe; derzeit beim Bezirk Oberbayern in der Regionalkoordination tätig.

Die Arbeit geht der Frage nach, wie personale und kollektive „Bilder“ (Bildergewebe) mein Denken und Fühlen beeinflussen und welche Auswirkungen das auf meine (heilpädagogische) Haltung hat. Welche Rolle spielen hierbei Selbstbild, Menschenbild und Weltbild? Welche inneren Bilder wir "sehen" und wie wir innere Bilder wahrnehmen wird durch komplexe Prozesse beeinflusst. Welche Bedeutung haben dabei Einbildungskraft, Imagination und Imaginäres? Es wird die These vertreten, dass für die Beschäftigung mit der eigenen Haltung, die Reflexion meines „Bildergewebes“ grundlegend ist. Meine Haltung beeinflusst die pädagogische Arbeit mit Menschen mit Behinderung und hat Auswirkungen auf die Betreuungsqualität. Durch eine Phänomenologie der Praxis werden Erfahrungen aus der Behindertenhilfe beschrieben sowie der Zusammenhang zwischen „Bildergewebe“ und Haltung herausgearbeitet. In einem weiteren Schritt werden Transfer- und Reflexionsmöglichkeiten aufgezeigt.


Intersektionale Diskriminierung von Frauen [Thema wird noch präzisiert]

Viktora Maria Blass, M.A. in Practical Philosophy (LMU), B.A. in Philosophy & Italian Studies (LMU)


Educación Popular als Praxis der Befreiung. Eine Analyse aus der interkulturellen Philosophie zwischen Lateinamerika und Europa

Danny H. Carvajal, Ph.L. (M.A.) hat Philosophie und Pädagogik in Kolumbien studiert.

Welche Auswirkungen hatte bisher die Schule auf die Gesellschaftsform in der aktuellen ökologischen, gesellschaftlichen (Un)Ordnung in Anbetracht der aktuellen Krise? Welche Rolle haben die Bildungspläne dabei gespielt? Danny H. Carvajal geht es nun darum, die Bildung als Praxis in ihren verschiedenen Formen — insbesondere im Rahmen der „Educación Popular“ in Lateinamerika– zu untersuchen und die erworbenen Vorstellungen zu dem Begriff Bildung neu zu formulieren bzw. die Möglichkeiten einer „epistemischen Emanzipation“ zu erforschen; insbesondere in einem Kontext, in dem die Hegemonie der westlichen Wissenschaft zu Lasten von Urwissen und traditionellen Kenntnissen den alleinigen Geltungsanspruch besitzt.


Zwischen Person und Profession. Narrative Identitäten deutscher Unternehmer:innen im Anschluss an Paul Ricoeur

René Leibold, M.A., Lehrbeauftragter der Hochschule Fresenius, Unternehmer, European Master Assessor (DGQ), Erster Vorsitzender des Trade Point Berlin e.V. (World Trade Point Federation der UNCTAD)

René Leibold forscht auf dem Gebiet des Unternehmer:innentums. Er promoviert zu Narrativen von Unternehmerinnen und Unternehmerinnen im Anschluss an Paul Ricoeurs Theorie der Narrativen Identität. Professional Life Story Interviews bilden dabei die Grundlage, unternehmerische Selbste „zwischen Person und Profession“ zu beleuchten und als Subjekte moralischer Zuschreibungen zu verorten. „Wer spricht?“, „Wer handelt?“ und „Wer trägt wofür die Verantwortung?“ sind dabei, Ricoeur folgend, die leitenden Fragen. Ziel der Arbeit ist es, einerseits einen Beitrag zur Erforschung der Identitäten und Selbste von Unternehmer:innen zu leisten und andererseits den Fragenkatalog von Paul Ricoeur beispielhaft in die Praxis zu übersetzen.


The philosophical contribution of Achille Mbembe to a theory and practice of recognition in the multicultural state Nigeria

Noah Ijabani Lucas, M.A.

Narratives of postcolonial states indicate, on the one hand, that mere belonging as citizens of a state alone does not necessarily guarantee personal security of individuals or the welfare of a state. On the other hand, exclusionary practices, leading to alienation, domination, indifference and impoverished social inclusion in a pluralistic state seriously threaten individuals’ capacity for self-determination. It is against this backdrop that Noah Ijabani Lucas examines how the existing state structure and exclusionary practices emerging from hegemonial colonial heritage continue to impair inclusion (belonging) of both individuals and groups, as well as how they impact state formation and development in the postcolonial multicultural state Nigeria. He queries how individuals in Nigeria perceive citizenship and identity, as well as how they grapple with diversity and difference. Employing the theory of recognition, he explores in particular the practicability of Achille Mbembe’s recognition politics in the construction of identity and belonging, and in the approach to difference and plurality in Nigeria.


Herstellen oder Handeln? Phänomenologie der Begegnung in der Sozialen Arbeit

Barbara Nieder, Dipl. Soz. Päd. (FH), M.A.

Ausgehend davon, dass Soziale Arbeit in der Theorie vorwiegend als „Herstellen“ begriffen wird, widmet Barbara Nieder sich der phänomenologischen Beschreibung sozialarbeiterischen Tätig-seins. Z. B. fragt sie, wie Beziehungen zwischen Sozialarbeiter*innen und Adressat*innen erfahren werden können, wenn man sie nicht gänzlich in einen vorwissenschaftlichen, jeweils individuellen Bereich abdrängt. Oder in welchem Bezug Verstand und Gefühl von Sozialarbeiter*innen stehen, wenn bezweifelt wird, dass Stimmungen wie Werkzeuge benutzt werden können. Sie versucht damit, Transformationsmöglichkeiten von Begegnungen in der Sozialen Arbeit zu finden, die sich weniger als Herstellen denn als Handeln der Beteiligten begreifen lassen.


Lena Schützle, M.A.

[Thema wird noch präzisiert]


Begriff und Phänomen des Staunens als bildungsrelevante Kategorie

Gudrun Schweisfurth, M.A. (Interkulturelle Bildung), Akademische Philosophische Praktikerin (Uni Wien), arbeitet als Lehrerin an einer Berufsschule

Gudrun Schweisfurth untersucht im Unterrichtgeschehen, inwiefern sich dort das Phänomen des Staunens als spezifische Form der Gestimmtheit zwischen Fremdheit und Vertrautheit zeigt und nicht zeigt. Das Ziel der Arbeit ist, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Empfänglichkeit für das Staunen bei Lehrenden und Lernenden erweitert werden kann


Andrea Splitt-Fischer M.A.

[Thema wird noch präzisiert]