Die Hochschule für Philosophie

Die Hochschule für Philosophie München steht in der langen Bildungstradition des Jesuitenordens, der seit über 400 Jahren weltweit für die Qualität seiner Schulen und Universitäten geschätzt wird. Gegründet im Jahr 1925 unter dem Namen Berchmanskolleg in Pullach vor den Toren Münchens – zunächst als reines Ausbildungszentrum für den Ordensnachwuchs – war die Verlegung der Hochschule in das Zentrum des Münchner Universitätsviertels 1971 weit mehr als ein räumlicher Umzug. Denn damit verbunden war die staatliche Anerkennung aller Abschlüsse und die Öffnung der Hochschule für alle Studierenden, die an einer systematischen Ausbildung in Philosophie interessiert sind.

 

Selbstverständnis in Lehre und Forschung

Schon immer waren an der Hochschule für Philosophie unterschiedliche philosophische Strömungen, Denkrichtungen und methodische Ansätze vertreten. Diese Vielfalt entspricht dem "State of the Art" in der Philosophie und ermöglicht erst den zeitgemäßen Austausch zwischen den Disziplinen.

Gerade deswegen legen wir besonderen Wert auf eine breite Grundausbildung, die – anders als an anderen Hochschulen – zuerst einmal das ganze Spektrum der Philosophie abdecken soll. Egal ob im Bachelor-Studium oder bei der Promotion, die Studierenden müssen in der Regel in folgenden Fächer durchlaufen haben:

  • Erkenntnislehre, Logik, Wissenschaftstheorie, Sprachphilosophie
  • Philosophische Anthropologie
  • Naturphilosophie
  • Metaphysik
  • Philosophische Gotteslehre und Religionsphilosophie
  • Allgemeine Ethik, Sozial- und Rechtsphilosophie
  • Philosophiegeschichte des Altertums
  • … des Mittelalter
  • … der Neuzeit
  • … der Neuesten Zeit

Welche inhaltlichen Schwerpunkte zeichnen die Hochschule aus?

Ein besonderes Charakteristikum der Hochschule für Philosophie ist dabei, dass Forschung und Lehre eine gemeinsame Überzeugung zugrunde liegt: Wir treten mit guten (rationalen) Gründen für die Freiheit und Würde der menschlichen Person ein und damit gegen jede Form von Determinismus, Materialismus und Reduktionismus.

Außerdem ist der Dialog mit anderen Wissenschaften und anderen Kulturen ein zentrales Merkmal der Hochschule. Die Philosophie ist dabei ein universaler Gesprächspartner. Denn die Philosophie bezieht die Ergebnisse der verschiedenen Wissenschaften in ihre Überlegungen ein, fragt jedoch nach ihrer Methodologie, Perspektive, kulturellen Wurzeln und ihrem Verhältnis zueinander und zum Ganzen der Wirklichkeit. Dies wird dadurch gewährleistet, dass die meisten Lehrenden nicht nur Studienabschlüsse in Philosophie, sondern auch in mindestens einer anderen Wissenschaft sowie ausgewiesene Auslandserfahrungen haben.

Nicht zuletzt die während des Studiums intensiv gepflegte Diskussionskultur in und um die Lehrveranstaltungen und der durch die hohe Zahl an Doppelstudierenden damit häufig verbundene Austausch mit verschiedenen nicht genuin philosophischen Bereichen verschafft den Absolventen der Hochschule wichtige Einblicke in ein breites theoretisches und praktisches Wissensspektrum. So erlernen die Studierenden unabhängig davon, mit welchen konkreten Fragen sie sich schwerpunktmäßig beschäftigen, den selbstständigen und strukturierten Umgang mit komplexen Sachverhalten. Zugleich erwerben sie interkulturelle Kenntnisse, die den Dialog mit anderen Wertesystemen erleichtern.

Berufsperspektiven

Dies eröffnet ihnen unter anderem Berufsfelder wie den Journalismus und weitere Medienbereiche, Unternehmensberatung oder auch Politik und Politikberatung, in denen das rasche Einarbeiten in diverse, häufig schwer zu überblickende Themen fester Bestandteil des Alltags ist. Aber auch Bereiche wie das Personalwesen, in denen der kompetente Umgang mit vielfältigen Prozessen und Strukturen gefragt ist, stehen Philosophen dank ihrer fundierten Ausbildung offen. Ein ausgewiesenes Angebot an praktischen Angeboten erleichtert den Studierenden den Übergang in den Arbeitsmarkt.

 

 

Organisation

Rechtlicher und finanzieller Träger der Hochschule ist die Deutsche Provinz der Jesuiten, Körperschaft des öffentlichen Rechts. Im Gegensatz zu anderen Universitäten und Fakultäten ist die Hochschule nicht durchgängig nach Instituten und Lehrstühlen aufgegliedert. Institute gibt es nur für besondere Forschungsbereiche.

 

Struktur der Hochschule

 

Träger der Hochschule:

Deutsche Provinz der Jesuiten K.d.ö.R., vertreten durch Dr. Stefan Kiechle SJ, Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten

Präsident der Hochschule:
Kanzler:

Dr. Jens Pape

 

Senat:

Präsident:
 
Studierendenvertretung:

Jeweils die beiden gewählten VertreterInnen

 
Hochschulträger:

Dr. Stefan Kiechle SJ bzw.
Martin Stark SJ als sein Vertreter