Interkulturelle Kompetenzen als Erfolgsfaktor

Interkulturelle Kompetenzen als Erfolgsfaktor

München, 16.10.2015 (HfPh) Mit großem Erfolg hat die Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München heute ihr neues berufsbegleitendes Studienangebot zu Interkulturalität und Bildung gestartet. Im Mittelpunkt steht dabei der neue weiterbildendende Master „Interkulturelle Bildung“ mit den frei wählbaren Schwerpunkten „Interkulturelle Erwachsenenbildung“, „Völkerverständigung“ und „Spiritual Care“. Interessierte können diese jeweils auch als Modulstudium ablegen und mit einem Zertifikat abschließen. Ein weiteres Modulstudium mit dem Titel „Persönlichkeitsbildung im interkulturellen Kontext“ richtet sich gezielt an Lehrer und weitere pädagogische Fachkräfte.

Knapp 40 der gut 170 neuen Studentinnen und Studenten an der Hochschule haben sich für eines der Angebote zu Interkulturalität eingeschrieben. Das entspricht rund 22 Prozent. „Das zeigt den enormen Bedarf, der in diesem Bereich existiert“, betont Studiengangsbetreuerin Barbara Schellhammer. Wie wichtig dabei ein reflektiertes Verständnis von interkulturellen Zusammenhängen ist, mache nicht nur die aktuelle Debatte um die Integration von Flüchtlingen deutlich. „Deutschland ist seit vielen Jahren faktisch ein Einwanderungsland“, stellt die Dozentin für Erwachsenenbildung klar. „Interkulturelle Kompetenzen sind deshalb heute auch ein Erfolgsfaktor für unsere Wirtschaft.“

Als Teilzeit-Studiengang richtet sich der Master gezielt an Menschen mit Berufserfahrung. „Wir wollen direkt an die Alltagserfahrung der Studierenden anknüpfen und so einen effektiven Mehrwert für sie schaffen“, betont Schellhammer. Dabei gehe es nicht darum, eindeutige Handlungsanweisungen zu geben. Ein solcher Umgang mit Interkulturalität würde den Anforderungen nicht gerecht. „Wir wollen Reflexionsprozesse in Gang setzen, um mit Erfahrungen von Pluralität und Andersartigkeit sinnvoll umgehen zu können“, erklärt sie. „Dieser philosophische Blick macht unsere neuen Angebote einzigartig“, ist Schellhammer überzeugt.

Das Master-Studium „Interkulturelle Bildung“ kann flexibel in vier bis acht Semestern abgeschlossen werden. Es setzt ein Jahr Berufserfahrung und wie auch die zwei- bis dreisemestrigen Modulstudien einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss voraus. Studierende eines Modulstudiums können bei Anerkennung aller bereits erbrachten Leistungen in den Master einsteigen, sofern sie die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen.

Weitere Informationen erhalten Interessierte unter: www.hfph.de/interkulturelle-bildung

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