pro-philosophia-Preis

pro philosophia e.V. verleiht ingesamt 3 Preise für herausragende philosophische Abschlussarbeiten: (1.) den pro-philosophia-Bachelor-Preis, (2.) den pro-philosophia-Master-Preis und (3.) den Alfred-Delp-Preis für die beste Dissertationsschrift.

Stiftungsgremium

Die Preise sind von pro philosophia e.V. gestiftet, dem Verein der Freunde und Alumni der Hochschule.

Auswahlgremium

Die Preisträger werden von einer Jury bestimmt, die vom Senat der Hochschule eingesetzt wird und aus vier Vertretern des Lehrkörpers besteht, davon eine Person aus dem Vorstand von pro philosophia.

Aktuell gehören der Auswahlkommission folgende Mitglieder des Lehrkörpers an: (1) Dr. Giovanni Pietro Basile SJ, (2) Dr. Mara-Daria Cojocaru, (3) Prof. Dr. Johannes Herzgsell SJ, (4) Prof. Dr. Andreas Trampota SJ (Vorsitzender und Vertreter des Vorstands von pro philosophia e.V.).

Höhe des Preisgeldes

pro-philosophia-Bachelor-Preis: 500 Euro
pro-philosophia-Master-Preis: 1000 Euro
Alfred-Delp-Preis: 2000 Euro

Häufigkeit der Preisvergabe

pro-philosophia-Bachelor-Preis: in jedem Semester bei der Semesterabschlussfeier am Ende der Vorlesungszeit
pro-philosophia-Master-Preis: jedes zweite Semester bei der Semesterabschlussfeier im Sommersemester
Alfred-Delp-Preis: alle zwei Jahr im Rahmen der Akademischen Feier der Hochschule

Der Preis kann nur an Studierende vergeben werden, die zum Zeitpunkt der Preisverleihung den entsprechenden Studienabschnitt abgeschlossen haben.

Für philosophische Arbeiten welcher Art?

Für Arbeiten des gesamten philosophischen Themenspektrums. Das ausschlaggebendes Kriterium für die Preisvergabe ist ausschließlich die philosophische Qualität einer Arbeit!

Auswahlverfahren

Die Mitglieder des Lehrkörpers der Hochschule für Philosophie werden aufgefordert, Studierende vorzuschlagen, deren Arbeit nach ihrer Meinung preiswürdig ist. Die Jury befasst sich daraufhin mit den Arbeiten der Kandidaten und Kandidatinnen und den Gutachten dazu. Auf dieser Grundlage bestimmt sie die Preisträger und informiert die Hochschulleitung und den Vorstand von pro philosophia darüber.

Preisträgerinnen und Preisträger

 

(1) pro-philosophia-Bachelor-Preis

SS 2018 Jonas Hertel Jenseits der Grenze. Wittgensteinsche Gedanken zu Empfindungen
WS 2017/18 Tobias Sitter Norm und Natur. Die Herausforderung der Normativität für den reduktiven Naturalismus
SS 2017 Marie Türcke Grenzsituationen in der Existenzphilosophie Karl Jaspers
WS 2016/17 Veronika Hilzensauer Kriterien einer menschenwürdigen Begegnung: Eine kritische Untersuchung des zweckrationalen Umgangs mit uns fremden Menschen aus phänomenologischer Sicht
SS 2016 Marc Niclas Ernst Das Erleben von Akteurschaft als Grundlage von Intentionen und Autonomie
WS 2015/16 Johannes Mitterwald Japanische Philosophie im Lichte des Zen-Buddhismus. Nishida Kitaro und die Weiterentwicklung seines Gedankensguts in der Kyoto-Schule
SS 2015 Katja Breidenbach Schöner Schein, schöne Wahrheit – das Genie bei Kant
WS 2014/15 Fabian Blust Menschenrechte in der Praxis. Perspektiven der pragmatistischen Begründung

 

(2) pro-philosophia-Master-Preis

SS 2018 Konstantin Deininger Welche ethischen Annahmen rechtfertigen "Happy Meat"? Eine Untersuchung vor dem Hintergrund des Utilitarismus
SS 2017 Carolin Rutzmoser Die Unverfügbarkeit des Anfangs als Voraussetzung für Freiheit und moralisches Handeln. Ethische Überlegungen zur Eugenik in Die Zukunft der menschlichen Natur von Habermas

 

(3) Alfred-Delp-Preis

SS 2017 Msgr. Dr. theol. Dr. phil. des. Hans Feichtinger Bild und Bildung bei Augustinus


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Der Alfred-Delp-Preis wurde bis zum Jahr 2015 vom Rottendorf-Projekt an der Hochschule für Philosophie vergeben, ebenso der Master-Preis, der bis zu diesem Zeitpunkt 'Alfred-Delp-Förderpreis' hieß. Deshalb finden Sie alle Preisträger bis zu diesem Jahr auf der folgenden Seite: 

https://www.hfph.de/forschung/drittmittelprojekte/rottendorf-projekt/preise

Der Alfred-Delp-Preis ist dem Andenken an P. Alfred Delp SJ (1907–1945) gewidmet, der von 1928 bis 1931 Student der Philosophischen Fakultät SJ (damals noch in Pullach) war. Sein soziales Engagement und seine sozialphilosophischen Reflexionen führten ihn in den Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime. Als Mitglied des Kreisauer Kreises wurde er vom Volksgerichtshof des Deutschen Reiches am 11. Januar 1945 zum Tode verurteilt und am 2. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.