25 | Prof. Dr. Josef Schmidt SJ

Die Entfremdung des Geistes und ihre mögliche Auflösung. Zum Kapitel VI B+C aus Hegels „Phänomenologie des Geistes“

Hauptseminar 2-stdg. Dienstag, 17–19 Uhr
Raum: Hörsaal
Termine: ab 14.4.2015
BA: III/2
MAkons: III (GN)
Mag: F6, F7, F8
ZEP: A

Thematik

Hegels „Phänomenologie des Geistes“ erschien vor 200 Jahren: 1807. Sie ist das große Erstlingswerk (nach einigen vorangehenden Aufsätzen) des Autors und gilt bei vielen als sein Hauptwerk. Sie ist konzipiert als eine Hinführung zur eigentlichen Wissenschaft, bzw. zum Standpunkt der Wissenschaft (auf dem das spätere enzyklopädische System aufgebaut ist), ist aber zugleich ein Blick auf das Ganze aus der Perspektive des „Weges“, d.h. einer Reflexionsbewegung des Subjektes auf die eigenen Voraussetzungen, die ihm ganz allmählich in erkenntnistheoretischer Reflexion, aber auch in psychologischen und geistesgeschichtlichen Zusammenhängen deutlich werden. Dieser „Weg“-Charakter macht den besonderen Reiz des Werkes aus und führt zugleich in die Grundmethode des dialektischen Denkens ein.

Ziele

Das Seminar setzt zwar bisherige Seminare über die vorangehenden Kapitel der PG fort, setzt aber deren Teilnahme nicht voraus. Auch Neueinsteiger sind willkommen. Der Zusammenhang wird in der ersten Sitzung hergestellt. Auch wird auf ihn immer wieder Bezug genommen. Die Texte, die wir lesen, sollten im übrigen auch aus sich verständlich sein. Wir haben im vergangenen Semester Kapitel VI A behandelt und von VI B die ersten Absätze von I a: „Die Bildung und ihr Reich der Wirklichkeit“. Unsere Lektüre wird hier einsetzen.

Methode

gemeinsame Lektüre und Interpretation.

Voraussetzungen

Proseminar in Philosophie