20 | Prof. Dr. Harald Schöndorf SJ

George Berkeley: Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis

Hauptseminar 2-stdg. Montag, 15–17 Uhr
Raum: Seminarraum 3 (Abschlusssitzung am 27.6. im Seminarraum 4)
Termine: ab 11.4.2016
BA: III/2
MAkons: III (GN)
MA-Ethik: III
MA-IB: IV
Mag: F1, F8

Thematik

1.) 11.4.16: Einführungssitzung

2.) 18.4.16: Einleitung §§ 1-16 (Die Kritik der abstrakten Ideen und Berkeleys Gegenentwurf)

Referat: Hofmann

3.) 25.4.16: Einleitung §§ 17-25 (Das Verhältnis von Worten und Ideen),

Referat: Göttmann

4.) 2.5.16: §§ 1-15 ((Die „Esse est percipi“-These und die zentralen Argumente für den Immaterialismus 1)

Referat: Plewig

5.) 9.5.16: §§ 16-33 (Die zentralen Argumente für den Immaterialismus 2)

Referat: Ntendo

6.) 23.5.16: §§ 34-57 (Verteidigung gegen Einwände 1)

Referat: Göttmann

7.) 30.5.16: §§ 58-84 (Verteidigung gegen Einwände 2)

Referat: Plewig

8.) 6.6.16: §§ 85-100 (Folgen des Immaterialismus 1 – Skeptizimus, Atheismus und das Leib-Seele-Problem)

Referat: Ntendo

9.) 13.6.16: §§ 101-134 (Folgen des Immaterialismus 2 – Naturwissenschaft und Mathematik)

Referat: Li

10.) 20.6.16: §§ 135-156 (Über das Wesen des Geistes und unser Wissen um Gott und die endlichen Geister)

Referat: Kleber

11.) 27.6.16: Abschlusssitzung || Im Seminarraum 4! ||

Ziele

Was versteht man unter „Idealismus“ in der neuzeitlichen Philosophie? Wer dies wissen will, sollte sich mit dem ersten Philosophen der Neuzeit befassen, dessen Philosophie als Idealismus bezeichnet wurde, nämlich mit George Berkeley (1685-1753). Seine These, die Materie habe keine reale Existenz, klingt zwar auf den ersten Blick ziemlich absurd, lässt sich aber offenbar nicht so einfach abtun, wenn man bedenkt, dass sich Kant dagegen wehren musste, als Idealist im Sinn Berkeleys aufgefasst zu werden. Und wenn man diejenigen Schriften Fichtes liest, mit denen er in seine Philosophie einführen wollte, so findet man nicht wenige Argumente Berkeleys mehr oder weniger wörtlich wieder. Zu bedenken ist auch, dass Berkeley ausdrücklich betonte, dass wir unsere Sprechweise von materiellen Dingen wie bisher beibehalten können. Darum wird er von manchen Interpreten auch gegen den Vorwurf des „Idealismus“ verteidigt.

Methode

20-minütige Referate des angegebenen Textabschnitts mit anschließender Diskussion. Die Teilnehmer sollen ein ein- bis zweiseitiges Thesenpapier mit den wesentlichen Stichpunkten des Inhalts des Referats erhalten.

Voraussetzungen

Grundkenntnisse der Philosophie von Descartes und Locke sind nützlich.

Literatur

Die Literatur wird noch angegeben. Zur Vorinformation eignen sich die Informationen über Berkeley in Philosophiegeschichten und Lexika.