301 | Prof. Dr. Dominik Finkelde SJ

Dialektischer Materialismus: Von Hegel zu Marx

Proseminar 2-stdg.
Raum: Seminarraum 3
Termine: Dienstag 14.15-15.45 Uhr

BA: III/1

Der Einschreibeschlüssel lautet: 2018_materialismus

Thematik

„Spaltung des Einheitlichen und Erkenntnis seiner widersprechenden Bestandteile ist das Wesen der Dialektik“. So beantwortet W. I. Lenin im Jahr 1915 die Frage, was Dialektik sei. Ebenso treffend ist die Definition, die Bertolt Brecht im Gedicht „Lob der Dialektik“ liefert. Dort heißt es: „Das Sichere ist nicht sicher. So, wie es ist, bleibt es nicht.“ Die Quellen der Einsicht beider Kommunisten sind Hegel und Marx, dessen zweihundertjährigen Geburtstag wir in diesem Jahr feiern. Im Seminar werden wir die Entwicklung von Marx’ Denken im Ausgang von seiner Rezeption der Dialektik Hegels anhand ausgewählte Texte beider Autoren nachverfolgen. Marx glaubte, Hegel verbleibe mit seiner Philosophie im Reich der Abstraktion, wo es doch darauf ankäme die Welt „zu verändern“ (11. Feuerbach’sche These). Hegel erweist sich jedoch nahezu marxistischer als Marx. Denn während letzterer die Auflösung innerer Widersprüche in Politik und Ökonomie in einer kommunistischen Gesellschaft propagiert, sieht Hegel die Grundstruktur der Wirklichkeit durch Inkongruenz ihrer Bestandteile in einem unendlichen Prozess der Bewegung gebannt.

Methode

Kurzreferate + Diskussion

Voraussetzungen

Hinweis: Die Texte sind (nun doch) über "Moodle" zugängig: Hier der Linke: https://forum.hfph.de/course/view.php?id=322 Der Einschreibeschlüssel lautet: 2018_materialismus

Qualifikation

Zum Scheinerwerb: Kurzreferat und Seminararbeit.

Literatur

Zur Einführung: Thomas Sören Hoffmann, „G. W. F. Hegel. Eine Propädeutik“ (2013); Iring Fetscher, „Marx“ (1999); Christoph Henning, „Marx und die Folgen“ (2017).