403* | Prof. Dr. Barbara Schellhammer

Forschungswerkstatt "Responsive Phänomenologie" mit Prof. DDr. Gmainer Pranzl (Uni Salzburg) und Prof. Dr. Bernhard Waldenfels

Hauptseminar 2-stdg.
Raum: SR 2
Termine: 22./23.05. (in Salzburg!) und 5./6.06.2020; (Freitag, 13.00 - 17.45 Uhr, Samstag, 9.00 - 14.30 Uhr)

MA-IB: III(PB,IE,VV), V
Master Ethik: III(EID), V
BA: III/2, WP Interkulturalität
MAkons: III(EG)

Für die Teilnahme werden Grundkenntnisse der "Phänomenologie des Fremden" vorausgesetzt. Der erste Teil (22./23.5.) findet an der Universität Salzburg statt. Hier können ggf. Unkosten für Fahrt und Übernachtung anfallen. Der zweite Teil (5./6.6.) findet an der HFPH statt. Es nehmen Studierende beider Universitäten teil.

Anmeldung erforderlich: Anmeldung bis zum 24.4. bei barbara.schellhammer@hfph.de
Teilnehmerbeschränkung: Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 20 begrenzt.

Thematik

Das Hauptseminar zur „Responsiven Phänomenologie“ befasst sich mit dem Denken zur „Phänomenologie des Fremden“ von Bernhard Waldenfels. Der bekannte Philosoph verfügt über ein breites Spektrum an Wissen unterschiedlichster Disziplinen, so studierte er neben der Philosophie auch die Philologie, Psychologie und Theologie. Zudem befasste er sich mit der Ethnologie und mit klassischer Literatur. Er gilt als Kenner der französischen Phänomenologie. Inhaltlich werden wir uns zunächst mit einem klassischen Text von Waldenfels aus der Topografie des Fremden befassen und dann mit einem Auszug aus seinem neuesten Buch Erfahrung, die zur Sprache drängt, wo es um die phänomenologische Auseinandersetzung mit der Psychologie bzw. der Psychoanalyse („Fremdes im Selbst“) geht. Die Studierenden sollen in dem als „Forschungswerkstatt“ ausgewiesenen Hauptseminar aber auch eigene Themen einbringen und zwar im Rahmen eines eigenen Projekts. Besonders wertvoll wird sein, dass Herr Waldenfels selbst als Diskussionspartner zur Verfügung steht und wir ihn direkt zu seinen Texten befragen können. Zudem bereichert die Kooperation mit Prof. Gmainer-Pranzl (Leiter des Zentrums Theologie Interkulturell und Studium der Religionen der Uni Salzburg) den interdisziplinären Dialog, denn er wird mit einigen seiner Studierenden am Seminar teilnehmen.

Ziele

Die Studierenden werden eingeführt in zentrale Aussagen der „Phänomenologie des Fremden“ und dabei insbesondere die Bedeutung der „Responsivität“ kennenlernen. Zudem lernen sie, eigene Fragen oder Themen in den Diskurs einzubringen und vor dem Hintergrund einer philosophischen Theorie zu reflektieren. Dafür müssen sie einander zuhören, Kritik üben, Ideen austauschen und sich intensiv mit einschlägigen Texten befassen.

Methode

Das Seminar folgt der Methode des „forschenden Lernens“ bzw. des „lernenden Forschens“. D.h. die Studierenden bringen von Anfang an ihre eigenen Fragestellungen ein bzw. sind sie aufgefordert, ein eigenes „Forschungsprojekt“ zu finden und zu formulieren, dem sie dann im Laufe des Seminars durch die Arbeit an Texten, den Austausch mit Prof. Waldenfels und Kommiliton*innen nachgehen. Ihre zentralen Erkenntnisse und ggf. auch der Weg dorthin soll in der Hauptseminararbeit reflektiert werden. Ein wichtiger Meilenstein dafür ist die Präsentation ihres Themas während des Seminars.

Voraussetzungen

Für die Teilnahme werden Grundkenntnisse der "Phänomenologie des Fremden" vorausgesetzt. Die angegebene Lektüre (s.u.) sollte vor dem Seminar gelesen werden. Die Teilnahme am gesamten Seminar wird erwartet. Der erste Teil (22./23.5.) findet an der Universität Salzburg statt. Hier können Unkosten für Fahrt und Übernachtung anfallen! Der zweite Teil (5./6.6.) findet an der HFPH statt.

Qualifikation

HS-Arbeit und Präsentation (das Handout kann auf die Zeichenzahl der HS-Arbeit angerechnet werden!)

Zielgruppe

Es nehmen Studierende beider Universitäten (Uni Salzburg, HFPH) teil. Das Seminar ist auf 20 TN*innen begrenzt.

Literatur

Waldenfels, Bernhard (1997): Topografie des Fremden. Studien zur Phänomenologie des Fremden I, 16–52 (Kap. 1).
Waldenfels, Bernhard (2019): Erfahrung, die zur Sprache drängt. Studien zur Psychoanalyse und Psychotherapie aus phänomenologischer Sicht, 154–310 (Kap. 8 + 9).
Weitere Literatur wird im Seminar bekanntgegeben.