102 | Prof. Dr. Dominik Finkelde SJ, Prof. Dr. Georg Sans SJ

Sprachphilosophie

Vorlesung 2-stdg.
Raum: Aula
Termine: Dienstag, 10.15 - 12.00 Uhr

MA-IB: V
Master Ethik: V
BA: I/4

Thematik

Vernunftbegabten Menschen ist – sinnbildlich gesprochen – das Medium der Sprache so vertraut, wie einem Fisch das Wasser, durch das er schwimmt. Gerade weil der Fisch jedoch vom Wasser permanent umgeben ist, kann er es auch nicht einfach vor sich stellen. Gilt das, wenn wir den allegorischen Vergleich weitertreiben, für die Sprache als Medium der Vernunft ebenso? Ist sie uns Menschen näher als wir eingestehen können, da – mit Wittgenstein gesagt – die „Grenzen meiner Sprache“ auch die „Grenzen meiner Welt bedeuten“? Fragen wie diese beschäftigen die Philosophie seit ihrem Ursprung in der griechischen Antike. Im 20. Jahrhunderten haben sie sich im Umfeld des „linguistic turn“ verschärft. Seitdem gehören Analysen zur „Referenz“ (Strawson), zu „Sprechakten“ (Austin), „starrer Designation“ (Kripke) und zur unhintergehbaren Differenzstruktur von Semantik (Derrida) zu den Klassikern der Sprachphilosophie. In der Vorlesung werden die wichtigsten Positionen systematisch vorgestellt.

Methode

Vorlesung mit Möglichkeit zur Rückfrage.

Voraussetzungen

Keine

Qualifikation

Im Bachelor wird die Sprachphilosophie im Rahmen der mündlichen Prüfung des Moduls I/4 geprüft. Studierende des Philosophicums und der weiterbildenden Master können eine mündliche Einzelprüfung ablegen.

Zielgruppe

Studierende des Grundstudiums.

Literatur

Primärtexte: Jonas Pfister (Hrsg.), Texte zur Sprachphilosophie, Stuttgart 2011. Sekundärliteratur: Nikola Kompa (Hrsg.), Handbuch Sprachphilosophie, Stuttgart 2015. Ernest Lepore; Barry C. Smith (Hrsg.), The Oxford handbook of philosophy of language, Oxford 2006. Albert Newen; Markus A. Schrenk, Einführung in die Sprachphilosophie, Darmstadt 2008; 2. Aufl. 2019. Heinrich Watzka, Sprachphilosophie, (Grundkurs Philosophie), Stuttgart 2014.