405 | Prof. Dr. Dominik Finkelde SJ

Bedeutungstheorien: Vom Strukturalismus zum Naturalismus

Hauptseminar 2-stdg.
Raum: XX
Termine: Dienstags 16:15 - 17:45 Uhr

MA-IB: III(IE), V
Master Ethik: V
BA: III/2, WP NW Grenzfragen
MAkons: III(EG,RV)

Thematik

Bedeutungstheorien werden u.a. im Kontext der Erkenntnislehre entwickelt, um zu klären, wie der Mensch sich objektiv auf die sich vor ihm erstreckende Wirklichkeit beziehen kann. Denn dies ist scheinbar nur möglich, wenn Erkennen bedeutungsvoll und nicht beliebig oder bedeutungslos ist. Dabei stehen Analysen der Intentionalität des Bewusstseins und der Referenzstruktur der Sprache im Zentrum. Ist Bedeutung pragmatisch oder korrespondenztheoretisch zu erklären? Ist sie Teil einer immer schon interpretierten Welt, oder haben einzelne Fakten und Tatsachen Bedeutung, auch ohne dass ein interpretierendes Bewusstsein diese wahrnimmt? Und wo liegen Bedeutungen eigentlich, - draußen in einer Fakten- und Tatsachen-gesättigten Welt oder – psychologistisch – in Regelfolgen von Sprachgemeinschaften? Gerade in Bezug auf Fragen von Bedeutung und Wahrheit realisiert sich der menschliche Organismus, insofern er mit einem Ort der Unmöglichkeit konfrontiert wird. Auch deshalb geht es in Bedeutungstheorien immer auch um den Versuch, das Unmögliche zu repräsentieren. Im Zentrum des Seminars stehen Texte von Saussure, Derrida, Frege, Davidson, Quine, Brandom, Dennett, Barad.

Methode

In den Sitzungen diskutieren wir ausgewählte Texte. Von den Teilnehmenden wird die regelmäßige Lektüre der Texte sowie die Bereitschaft zur Diskussion in der Gruppe erwartet.

Qualifikation

Bedingung für den Erwerb eines qualifizierten Scheins ist die Übernahme eines kurzen Referats sowie die Anfertigung einer Hauptseminararbeit.

Literatur

Johannes Hübner, Einführung in die theoretische Philosophie (Metzler 2015).