414 | Prof. Dr. Barbara Schellhammer

Philosophie der Grenze - im Selbst, der Gesellschaft und der Mitwelt

Hauptseminar 2-stdg.
Raum: XX
Termine: Montags 16:15 - 17:45 Uhr

MA-IB: III(PB,IE,VV), V
Master Ethik: III(EID), V
BA: WP Globalisierung, III/2, WP Interkulturalität
MAkons: III(EG)

unter Mitarbeit des Teams vom Zentrum für Globale Fragen (ZGF)

Anmeldung erforderlich: bis 01.04.2021 an lena.schuetzle@hfph.de.
Teilnehmerbeschränkung: max. 20 Studierende

Thematik

Das Seminar befasst sich aus unterschiedlichen Richtungen und vor dem Hintergrund verschiedenster Grenzphänomene mit der Bedeutung von Grenzen für den Menschen. Dabei unterscheiden wir heuristisch zwischen Mikro-, Meso- und Makroebene: Grenzen im Selbst (z. B. psychologische Grenzsituationen), gesellschaftlichen Grenzen (z. B. Identitätspolitik und nationale Grenzen) und Grenzen in Bezug auf unsere Um- bzw. Mitwelt (z.B. planetarische Grenzen). Kernfragen, die sich wie ein roter Faden durch das Seminar ziehen, sind u.a.: Wie zeigen sich Grenzen in diesen unterschiedlichen Erfahrungen und Betrachtungsweisen? Was sagen sie über den Menschen und das zwischenmenschliche Leben sowie über den Umgang des Menschen mit seiner natürlichen Umwelt aus? Darüber hinaus: Wo liegen die Grenzen der Philosophie? Was haben Grenzen mit Philosophie zu tun? Wie können wir nicht nur über sondern auch auf Grenzen und in Grenzbereichen philosophieren? Was haben Grenzen bzw. das Überschreiten von Grenzen mit Transformationsprozessen zu tun?

Ziele

Ziel ist es, dass wir uns gemeinsam dem Phänomen von Grenzen philosophisch, aber auch interdisziplinär, nähern. Studierende befassen sich mit einschlägigen Texten und formulieren dabei eigene Gedanken und neue Fragestellungen, die sie in das gemeinsame Gespräch einbringen.

Methode

Methodisch erfolgt die Diskussion i.d.R. ausgehend von einschlägigen Texten (wöchentlich ca. 12 Seiten) zu Grenzerfahrungen, Grenzbestimmungen, „border studies“ bzw. theoretischen Abhandlungen zu Grenzphänomenen; außerdem kann sie an konkreten Erfahrungen bzw. gesellschaftspolitischen Debatten ansetzen (z.B. Wachstumsgrenzen, das Scheitern Geflüchteter am europäischen Grenzen, psychische Belastungsgrenzen in der Leistungsgesellschaft, Grenzen der Solidarität in der Corona-Krise,…). Studierende bereiten sich anhand der Texte für die jeweils nächste Sitzung vor, dafür erhalten sie Erschließungsfragen zum Text und thematisch zur Einheit passend auch darüber hinaus (Einzelarbeit); am Beginn jeder Sitzung diskutieren sie in Kleingruppen (Breakouts) die Fragen (ca. 15 Min.) und bringen ihren Ertrag ins Plenum ein (ca. 15 Minuten). Daran anknüpfend erfolgt ggf. ein Impuls der Dozent*innen und eine Diskussion mit allen, die auch Bezug nimmt zu den Grundfragen, die sich durch das Seminar ziehen und zu Erfahrungshorizonten der Studierenden. Das Seminar wird vom Team des ZGF gestaltet; dazu kommen zu einzelnen Sitzungen weitere Kolleg*innen, die sich mit dem Thema "Grenzen" in ihren jeweiligen Schwerpunktbereichen befassen.

Qualifikation

Hauptseminararbeit; sehr gute Arbeiten können in dem geplanten Herausgeberband "Philosophie der Grenze" veröffentlicht werden. Weitere Infos dazu und den entsprechenden „Call for Papers“ finden sich im Moodle-Kurs.

Literatur

Die dem Seminar zugrundeliegende und weiterführende Literatur findet sich im Moodle-Kurs.