301 | Prof. Dr. Marc-Aeilko Aris

Philosophie der Welt. Wilhelm von Conches und die mittelalterliche Naturphilosophie

Proseminar 2-stdg.
Raum: XX
Termine: Montags 16:15 - 17:45 Uhr

BA: III/1

Thematik

“The safest general characterization of the European philosophical tradition is that it consists of a series of footnotes to Plato. I do not mean the systematic scheme of thought which scholars have doubtfully extracted from his writings. I allude to the wealth of general ideas scattered through them.” (Alfred North Whitehead, Process and Reality, ed. Griffin / Sherburne, New York 1978, 39). Das vielzitierte Diktum Whiteheads gilt für die mittelalterliche Naturphilosophie in besonderem Maße. Mit der Rezeption der im 4. Jahrhundert entstandenen lateinischen Timaiosübersetzung des Calcidius im 12. Jahrhundert eröffnen sich neue Spielräume für die naturphilosophische Reflexion und Theoriebildung. Am Werk des Wilhelm von Conches (um 1080 bis nach 1154) soll diese Entwicklung nachvollzogen werden. Die lateinischen Texte, in denen antike und arabische Naturphilosophie breit rezipiert werden, werden als solche und in einer deutschen Auswahlübersetzung sowie einer vollständigen englischen Übersetzung zur Verfügung gestellt. Die Veranstaltung findet bei Beibehaltung des digitalen Unterrichts als Zoom-Sitzung zum angegebenen Zeitpunkt statt.