426 | Prof. Dr. Claudia Paganini

Von der Kirchenmalerei zum Trash-TV. Frauen- und Männerbilder in den Massenmedien ihrer Zeit

Hauptseminar 2-stdg.
Raum: XX
Termine: Donnerstags 14:15 - 15:45 Uhr

MA-IB: III(IE,PB)
Master Ethik: III(MED,EID)
BA: III/2, WP Medien
MAkons: III(EG)

Thematik

In Anlehnung an Wittgensteins Konzept des Sprachspiels und an den damit eng verknüpften „Linguistic Turn“ prägten Gottfried Boehm und William J.T. Mitchel die Rede vom „Iconic“ bzw. „Pictorial Turn“. Davon inspiriert wurden gegen Ende des letzten Jahrhunderts die Massenmedien vermehrt Gegenstand der philosophischen Betrachtung und auch der Medienethik: Wie beeinflussen millionenfach reproduzierte Bilder unser Denken? Welche Rollenbilder werden transportiert? Was für ein vermeintliches Wissen über Frauen generieren wir über ihre mediale Repräsentation? Inwiefern tragen sexualisierte Fotografien zu einer Objektifizierung der Frau bei? Was versteht man unter dem „Male Gaze“? Neben diesen Fragen gehen wir der Wirkmacht von Bildern aber auch anhand von konkreten Beispielen aus den Massenmedien ihrer Zeit nach: von der Kirchenmalerei über das profane Rundgemälde bis hin zu den Trash-TV-Formaten der letzten Jahre.

Methode

Je nach den aktuellen Corona-Bestimmungen werden die Sitzungen zu den angegebenen Zeiten entweder als Präsenz- oder als Online-Lehrveranstaltungen durchgeführt.

Voraussetzungen

Zur Teilnahme am Seminar müssen Sie an der Vorbesprechung (erste Einheit am Do, 15.4.21, 14.15 - 16.45 Uhr) teilnehmen oder – wenn Sie zu dem Termin verhindert sind – Ihre Teilnahme vor der Vorbesprechung per Email (an claudia.paganini@hfph.de) schriftlich bestätigen. Ein späterer Einstieg ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. Um Anmeldung wird jedenfalls gebeten.

Qualifikation

Für den Scheinerwerb werden regelmäßige und aktive Teilnahme, die Übernahme eines Referats und die Anfertigung einer Seminararbeit erwartet.

Zielgruppe

Alle Studierenden der Philosophie, besonders medienethisch interessierte.

Literatur

Die Literatur wird gemeinsam im Rahmen der ersten Einheit festgelegt.