416 | Prof. Dr. Andreas Trampota SJ

Christine Korsgaard: Sources of Normativity

Hauptseminar 2-stdg.
Raum: Hörsaal
Termine: Dienstags 16.15 - 17.45 Uhr

MA-IB: III, V
Master Ethik: III, V
BA: III/2
MAkons: III

Thematik

Sources of Normativity ist eines der beiden Hauptwerke von Christine Korsgaard. Darin geht sie von der These aus, dass in der modernen Moralphilosophie im Wesentlichen 4 verschiedene Konzeptionen praktischer Normativität vertreten wurden: der Voluntarismus, der Realismus, das Modell der reflexiven Billigung und das der Autonomie. Sie zeichnet die historischen Wurzeln dieser Hauptströmungen nach, zeigt, wie sich jede von ihnen als Antwort auf die Vorausgegangene entwickelt hat, und vergleicht die Frühformen dieser Modelle mit jenen Spielarten, die in der zeitgenössischen Philosophie eine wichtige Rolle spielen. Kants Auffassung, dass die praktische Normativität der Autonomie entspringt, ist nach Auffassung Korsgaards eine Synthese der anderen drei Konzeptionen. Daran anknüpfend legt sie ihre eigene Interpretation des Kantischen Modells dar. Das Ganze mündet schließlich in einen kritischen Diskurs mit 4 weiteren Hauptfiguren der zeitgenössischen praktischen Philosophie, mit G. A. Cohen, Raymond Geuss, Thomas Nagel, and Bernard Williams.

Ziele

Auseinandersetzung mit Korsgaards Konzeption praktischer Normativität und deren kritischer Rezeption

Methode

Kurze Referate und anschließende Diskussion

Voraussetzungen

Grundkenntnisse im Bereich der praktischen Philosophie

Qualifikation

Schriftliche Hausarbeit

Zielgruppe

Studierende mit grundlegenden Kenntnissen im Bereich der praktischen Philosophie

Literatur

Christine M. Korsgaard: Sources of Normativity. Cambridge 1996