13 | Prof. Dr. Norbert Brieskorn SJ

Staatsphilosophie: Carl Schmitt (1888-1985, ab 1933) und Hanna Arendt (1906-1975)

Vorlesung 1-stdg. Montag, 14–15 Uhr
Raum: Seminarraum 5
Termine: ab 17.10.2016

Thematik

I. Zuerst wollen wir Carl Schmitt (1888 - 1985), den Verfassungsdenker, Rechts- und Staatsphilosophen weiterbehandeln, also seine Werke vorstellen, die er ab 1934 erarbeitete.

1. "Der Führer schützt das Recht” (1934)

2. “Völkerrechtliche Großraumordnung mit Interventionsverbot...” (1939)

3. “Der Leviathan in der Staatslehre des Thomas Hobbes. Sinn und Fehlschlag eines politischen Symbols....”. (Erstausgabe 1938).

4. “Theorie des Partisanen” (1963).

II. Sodann ist in das Sozial-, Staats- und Rechtsdenken Hannah Arendts (1906 - 1975) einzuführen.

Hannah Arendt hat gegenüber Carl Schmitts Philosophie ihrem eigenen Ansatz deutliches Profil verschafft: so

a) setzt sie sich vom Freund-Feind-Denken Schmitts ab;

b) betont sie die Diskussion und schließt die Vernichtung des Andersdenkenden und Anderswollenden aus;

c) geht sie nicht vom sich einheitlich wollenden “Volk”, sondern von einer freien, vielfältig bleiben dürfenden und sollenden Gemeinschaft aus, welche durch freies Gespräch über sich Klarheit sucht.

1. Vita activa oder vom tätigen Leben (1981), R. Piper & Co. München-Zürich, 8. Auflage 1996

2. Über die Revolution (1963), R. Piper & Co. München² 1974.

Literatur

I.

• Meier, Heinrich: Die Lehre Carl Schmitts. 4. Kapitel zur Unterscheidung von Politischer Theologie und Politischer Philosophie... Metzler, Stuttgart-Weimar 2004.

• Noack, Paul: Carl Schmitt. Eine Biographie, Propyläen Berlin 1993. Ottmann, Henning: Geschichte des politischen Denkens 4\1 Metzler, Stuttgart-Weimar 2010.

II.

• Hannah Arendt. Handbuch. Hg. v. A. Metzler Stuttgart / Weimar 2014.

• Hannah Arendt. Das Urteilen. Texte zu Kants Politischer Philosophie (1982), R. Piper & Co. München-Zürich, 1998.