302 | Dr. Giovanni Pietro Basile SJ, Prof. Dr. Barbara Schellhammer

Buber und Lévinas im Gespräch. Einführung in die Dialogphilosophie

Proseminar 2-stdg.
Raum: Seminarraum 2
Termine: Montag 16-18 Uhr, ab 16.10. bis 20.11.17 ; Blockwochenende am 24./25.11.17, Fr 14-20 Uhr, Sa 9-14.30 Uhr

BA: III/1

Thematik

Das Proseminar führt zunächst in die Grundgedanken Martin Bubers und Emmanuel Lévinas‘ ein, bevor es die beiden Dialogphilosophien in fiktive Gespräche führt. Dabei werden je nach Philosoph unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt, die als Grundlage dienen, um in ausgewählten Themenfeldern die Ansätze von Buber und Lévinas zu verbinden. Einige dieser für die Philosophie beider Denker maßgeblichen Themenfelder sind Anthropologie und Menschenbild, Dialog- und Ethikverständnis oder der Umgang mit Fremdheit. In einem letzten Schritt geht es um die eigenständige, kritische Auseinandersetzung mit beiden Philosophen und um den Transfer bzw. die Anwendung von deren Ausführungen auf aktuelle Problemfelder wie z.B. Bildung, Therapie, interkultureller Dialog, Friedensarbeit, Forschungsmethoden, Politik, Medizin, etc.

Ziele

Studierende lernen wichtige Grundaussagen namhafter Vertreter der Dialogphilosophie kennen. Aktuelle gesellschaftspolitische Geschehnisse dienen als Anknüpfungspunkte, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Denken von Martin Buber und Emmanuel Lévinas herauszuarbeiten. Dabei sind die Studierenden herausgefordert zu tun, was beide Philosophen ihr Leben lang zutiefst umtrieb: miteinander ins Gespräch kommen, um im gemeinsamen Denken das eigene Sein zu reflektieren und sich im Prozess verwandeln zu lassen.

Methode

Der erste Teil des Seminars findet wöchentlich statt. Hier werden die Grundaussagen der beiden Philosophen anhand ausgewählter Textpassagen vermittelt. Der zweite Teil des Seminars stellt den Dialog über das Denken von Buber und Lévinas in den Mittelpunkt. Um entsprechend Räume dafür zu schaffen, findet dies an einem Blockwochenende statt. Um das Seminar von Anfang an „dialogisch“ zu gestalten, wird es von zwei DozentInnen bestritten, die sowohl methodisch als auch inhaltlich unterschiedliche Schwerpunkte setzen (Referate bzw. kleine Gesprächs- und Diskussionsrunden).

Voraussetzungen

Keine. Die regelmäßige und aktive Teilnahme wird erwartet.

Zielgruppe

Das Proseminar kann auch für Studierende der weiterbildenden Studiengänge Ethik und interkulturelle Bildung als Philosophie-Modul angerechnet werden.

Literatur

Die textliche Grundlage für das Seminar wird den Studierenden auf Moodle zur Verfügung gestellt. Das Hauptwerk von Martin Buber, Ich und Du, müssten sich die Studierenden allerdings anschaffen. Es ist im Reclam-Verlag für 4 Euro erhältlich.