423* | Prof. Dr. Georg Sans SJ, Prof. Dr. Dr. h.c. Gunther Wenz

Luther und Erasmus über Freiheit

Hauptseminar 2-stdg.
Raum: Seminarraum 4
Termine: Freitag 14-18 Uhr, 27.10., 10.11., 17.11.2017, 12.1.2018 sowie Tagungsteilnahme Freitag 24.11. 16-21 Uhr und Samstag 25.11. 9-17 Uhr

MA-IB: V
Master Ethik: V
BA: III/2, WP Theologie (auslaufend)
MAkons: III(RV)

Die Teilnahme an der gleichnamigen Tagung (www.luther-erasmus.de) ist Bestandteil des Hauptseminars.

Thematik

Im Jahr 1524 veröffentlichte Erasmus von Rotterdam eine Abhandlung „Vom freien Willen“, worin er die Theologie Martin Luthers angriff. Dieser antwortete 1525 mit einer Streitschrift „Vom unfreien Willen“. Den Kernpunkt der Auseinandersetzung des Reformators mit dem Humanisten bildet die Frage, ob sich der Mensch frei für oder gegen den Willen Gottes entscheiden kann. Die Frage hat bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren.

Ziele

Durch die Beschäftigung mit ausgewählten Abschnitten der Schriften Luthers und des Erasmus über die Freiheit des Willens soll die Streitfrage in philosophischer wie theologischer Hinsicht erörtert werden.

Methode

Das Seminar findet im Zusammenhang mit der gleichnamigen Tagung (→ www.luther-erasmus.de) statt. Die Sitzungen dienen der Einführung in die Themenstellung der Tagung und der gezielten Vertiefung einzelner Problemfelder.

Voraussetzungen

Lateinkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.

Qualifikation

Bedingungen für den Erwerb eines qualifizierten Scheins sind die Teilnahme an den Seminarsitzungen sowie an der Tagung, die Übernahme eines Impulsreferats und die Abfassung einer Seminararbeit.

Literatur

Oswald Bayer, Martin Luthers Theologie, Tübingen 2003. Wilhelm Ribhegge, Erasmus von Rotterdam, Darmstadt 2010. Gunther Wenz, „‚Dass der freie Wille nichts sei‘. Luthers Streit mit Erasmus von Rotterdam“, in: ders., Lutherische Identität. Studien zum Erbe der Wittenberger Reformation, Bd. 1, Hannover 2000, 77-126.