416 | Prof. Dr. Uwe Meixner

Alexius Meinong. Advokat des Nichtexistenten

Hauptseminar 2-stdg.
Raum: Hörsaal
Termine: Dienstag 14.15-15.45 Uhr

MA-IB: V
Master Ethik: V
BA: III/2, WP Logik (auslaufend)
MAkons: III(GN,RV)

Thematik

Alexius Meinong verursachte am Anfang des 20. Jahrhunderts durch seine (dem Anschein nach widersprüchliche) Behauptung, dass es manches gibt, was es nicht gibt, einen kleinen philosophischen Skandal. Die Diskussion um „Meinongs Schocker“ hat seitdem in den Kreisen der Analytischen Philosophie nicht aufgehört: mit denen, die seine These vehement ablehnen (die die Majorität bilden), auf der einen Seite, und denen, die sie nicht minder vehement verteidigen (die die Minorität bilden), auf der anderen. Was Meinong selber zum Thema zu sagen hat, wird im Getümmel kaum jemals zur Kenntnis genommen. Das soll in diesem Seminar ein wenig nachgeholt werden. Zugrunde gelegt wird ein beim Meiner Verlag erschienener (relativ schmaler) Band mit zwei Schriften Meinongs: „Über Gegenstandstheorie“ und „Selbstdarstellung“. Das Seminar vermittelt auch einen Einblick in die Blüte der an der Intentionalität des Bewusstseins orientierten Ontologie zu Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts.