202 | Prof. Dr. Michael Reder, Prof. Dr. Barbara Schellhammer

Interkulturelle Philosophie. Eine Einführung

Vorlesung 2-stdg.
Raum: Hörsaal
Termine: Dienstag 16.15 - 17.45 Uhr

MA-IB: III(IE,VV,PB), V
Master Ethik: III(EdiD), V
BA: WP Globalisierung, WP Umweltethik (auslaufend), WP Völker (auslaufend), WP Globalisierung (auslaufend), WP Interkulturalität
MAkons: III(EG)

Thematik

Interkulturalität ist heute zu einer prägenden Erfahrung von Menschen weltweit geworden. Im Zuge globaler Vernetzungen unterschiedlichster Art begegnen sich Menschen aus verschiedenen Kulturen und machen interkulturelle Erfahrungen. Gleichzeitig sind Menschen herausgefordert, im globalen Zeitalter neue gesellschaftliche und politische Formen des Zusammenlebens zu finden, die der kulturellen Vielfalt gerecht wird. Im Zuge dieser Entwicklungen hat sich seit den 1970er Jahren die interkulturelle Philosophie zu einer eigenen philosophischen Strömung herausgebildet. Ausgehend von den Kulturphilosophien der Neuzeit und den kritischen Kulturtheorien des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts fragen PhilosophInnen danach, wie Interkulturalität gedeutet und begrifflich gefasst werden kann. Dabei wird je nach Ausgangspunkt und Bezugnahme auf philosophische Theorien diese Frage unterschiedlich beantwortet. Das Themenfeld der interkulturellen Philosophie reicht von phänomenologischen Deutungen des Fremden über erkenntnistheoretische Reflexionen über die Transkulturalität der Vernunft bis hin zu dialogphilosophischen Interpretationen interkultureller Begegnungen.

Ziele

Die Vorlesung will einführen in die grundlegenden Fragestellungen und Themenfelder der interkulturellen Philosophie. Dabei sollen sowohl die philosophiegeschichtlichen Ursprünge als auch die gegenwärtig zentralen AutorInnen und Theorien vorgeführt werden. Die Beteiligung von zwei Lehrenden, die sich mit diesen Debatten beschäftigen, eröffnet zudem eine plurale Perspektive auf diese Fragestellungen selbst.

Methode

Vorlesung mit Frage- und Diskussionsmöglichkeit. Den ersten Teil der Vorlesung übernimmt Prof. Reder, den zweiten Prof. Schellhammer. Am 10.12. kommt ein Gastreferent, Prof. DDr. Gmainer-Pranzl (Uni Salzburg), der sich als Autor im Bereich der interkulturellen Philosophie einen Namen gemacht hat und in der Redaktion von polylog, der Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren ist. Er wird eine Vorlesung zum Thema "Kritik der Selbstverständlichkeit. Phänomenologische Impulse interkultureller Philosophie" halten.

Voraussetzungen

Keine

Qualifikation

Mündliche Prüfung am Ende des Semesters. Bitte melden Sie sich hierfür rechtzeitig (Fristen beachten) bei Frau Hein an!

Zielgruppe

Interessierte Studierende am Thema; v.a. geeignet für Studierende des Masters Ethik (EID).

Literatur

Literatur findet sich in einem umfangreichen Semesterapparat.