427 | Prof. Dr. Marc-Aeilko Aris

Das Glück der Vernunft. Petrus Abaelard über das höchste Gut

Hauptseminar 2-stdg.
Raum: Aufgrund der aktuellen Lage werden Räume noch festgelegt. Angegebene Termine/Räume sind erst einmal unter Vorbehalt.
Termine: Montag 16.15 - 17.45 Uhr

MA-IB: V
Master Ethik: V
BA: III/2
MAkons: III(EG,RV)

Thematik

Petrus Abaelardus (1079 bis 1142) prägte noch vor der Gründung der Universität das intellektuelle Leben im Paris des 12. Jahrhunderts. Seine zahlreichen philosophischen und theologischen Schriften, sein Briefwechsel mit Heloise sowie seine Gedichte belegen seine Bedeutung für die lateinische Literatur des Mittelalters. In seiner umfassenden Autobiographie ‚Historia calamitatum‘ schildert er nicht nur sein Liebesverhältnis zu seiner Schülerin Heloise, sondern stilisiert sich zugleich als Philosophen. Diese Selbstbestimmung trägt historisch zur Profilierung der Philosophie in Abgrenzung von der Theologie bei. Seine sprachlogischen Schriften und deren Bedeutung für die Wissenschaftlichkeit theologischer Aussagen sowie seine Ethik sollen daher im Mittelpunkt des Seminars stehen. Die zugrunde gelegten Texte werden in zweisprachigen Ausgaben zur Verfügung gestellt.