305 | Prof. Dr. Georg Sans SJ

Der Mensch als Bild und Kind Gottes. Stationen einer Motivgeschichte

Proseminar 2-stdg.
Raum: Aufgrund der aktuellen Lage werden Räume noch festgelegt. Angegebene Termine/Räume sind erst einmal unter Vorbehalt.
Termine: Donnerstag 14.15 - 15.45 Uhr

BA: III/1

Thematik

Dass Gott der Vater aller Menschen und der Mensch folglich der Sohn oder die Tochter, kurz: ein Kind Gottes ist, zählt zu den Grundüberzeugungen des christlichen Glaubens. Das Seminar untersucht die Rede von der Gotteskindschaft unter historischer, religionsphilosophischer und anthropologischer Rücksicht. Unter anderem geht es um den Wandel des christlichen Konzepts der Kindheit, um das Motiv der Gottebenbildlichkeit in Bibel und Koran sowie die neutestamentliche Rede von den Kindern Gottes und um die Kritik der Religion als eine infantile Illusion.

Ziele

Durch die Beschäftigung mit einem breiten Spektrum von Themen und Texten sollen die Studierenden mit Grundfragen der Religionsphilosophie vertraut gemacht werden. Dabei üben sie sowohl Methoden der Lektüre als auch Formen des Argumentierens ein.

Methode

In den Sitzungen des Seminars – die teilweise online und teilweise als Präsenzveranstaltung stattfinden – werden ausgewählte Texte verschiedener Epochen auf der Grundlage vorgegebener Leitfragen diskutiert. Die Heranziehung von Sekundärliteratur ermöglicht die Vertiefung einzelner Themen.

Voraussetzungen

Von den Teilnehmenden wird die regelmäßige Lektüre der Texte für die einzelnen Sitzungen sowie die Bereitschaft zur Diskussion in der Gruppe erwartet.

Qualifikation

Bedingung für den Erwerb eines qualifizierten Scheins ist die Anfertigung eines Portfolios bestehend aus drei kurzen Essays im Umfang von insgesamt einer Proseminararbeit.

Zielgruppe

Studierende des Bachelors und des Philosophicums der ersten beiden Semester.

Literatur

Zur Einführung: Eugen Biser, Gotteskindschaft. Die Erhebung zu Gott, Darmstadt 2007.