Kurs entfällt
422 | Prof. Dr. Josef Schmidt SJ

J. G. Fichtes Schrift "Die Anweisung zum seligen Leben" (1806)

Hauptseminar 2-stdg.
Raum: Aufgrund der aktuellen Lage werden Räume noch festgelegt. Angegebene Termine/Räume sind erst einmal unter Vorbehalt.
Termine: Donnerstag 14.15 - 15.45 Uhr

MA-IB: V
Master Ethik: V
BA: WP Theologie, III/2
MAkons: III(RV)

Die Veranstaltung findet nur statt, wenn im Wintersemester wieder Präsenzlehre möglich ist.

Thematik

„Die Anweisung zum seligen Leben” (1806) ist J.G. Fichtes (1762 - 1814) wichtige Schrift über den Begriff der Religion. Sie fällt in seine sogenannte „Spätphase”, in welcher er seine Lehre vom absoluten Ich aus der „Wissenschaftslehre” von 1794 zu einer Lehre vom Absoluten erweitert, das sich in jenem Ich als „Bild” seiner selbst manifestiert und diesem so seine relative Absolutheit mitteilt.

Die schwer zu lesende „Wissenschaftslehre” von 1804, die dazu die theoretischen Grundlagen liefert, wird in der „Anweisung” in gut verständlicher Sprache rekapituliert, um dann darauf aufbauend eine den Vernunftansprüchen der Aufklärung entsprechende Religiosität zu entfalten. Dabei kommt es zum überraschenden Erweis einer Deckungsgleichheit der Begriffe „Vernunft” und „Liebe”.

Methode

Gemeinsame Lektüre und Interpretation.

Die dabei zugrundegelegte Ausgabe:

● J. G. Fichte, Die Anweisung zum ewigen Leben, Meiner-Verlag, Hamburg 1983. Phil. Bibl. 234.

Voraussetzungen

Proseminar in Philosophie

Qualifikation

Erwerb eines Hauptseminarscheines durch Anfertigung einer Seminararbeit.

Literatur

● Wilhelm G. Jacobs, J G. Fichte, Berlin 2012.

● P. Ehlen, G. Haeffner, J. Schmidt, Philosophie des 19. Jahrhunderts, Grundkurs Philosophie Band 9, Stuttgart 2016.

● W. Janke, Fichte. Sein und Reflexion, Berlin 1970.

● Auf weitere Literatur wird im Seminar verwiesen.