424 | Prof. Dr. Harald Schöndorf SJ

Leibniz, Discours de métaphysique (Metaphysische Abhandlung)

Hauptseminar 2-stdg.
Raum: Aufgrund der aktuellen Lage werden Räume noch festgelegt. Angegebene Termine/Räume sind erst einmal unter Vorbehalt.
Termine: Montag 14.15 - 15.45 Uhr

MA-IB: V
Master Ethik: V
BA: III/2
MAkons: III(GN,RV)

Die Veranstaltung findet nur statt, wenn im Wintersemester wieder Präsenzlehre möglich ist.

Thematik

Thematik:

Der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) zählt zu den größten deutschen Philosophen. Er hat in seinem Denken den Versuch gemacht, die gültigen Erkenntnisse der „philosophia perennis“ mit der Mathematik, Naturwissenschaft und Philosophie der Moderne zu verknüpfen. Auch wenn Leibniz keine Schule gebildet hat, hat er doch durch die Vermittlung von Wolff und Baumgarten wesentlich auf Kant eingewirkt und ihn durch seine Lehre vom Reich der Natur und dem Reich der Gnade zu seiner berühmten Unterscheidung in „Ding an sich“ und Erscheinung angeregt. Bis heute spielen bestimmte Grundgedanken seiner Philosophie wie das Prinzip vom zureichenden Grund, das von der Identität des Ununterscheidbaren oder die Lehre von den möglichen Welten in der Philosophie eine wichtige Rolle. Leider hat Leibniz keine ausführliche Darstellung seiner philosophischen Gesamtkonzeption hinterlassen, sondern nur thesenartige Zusammenfassungen, von denen die Metaphysische Abhandlung (Discours de Métaphysique) die erste ist, die einen Gesamtentwurf seiner Philosophie bietet. Die von Leibniz in diesem Werk dargelegte Lehre soll im Seminar gelesen, referiert und interpretiert werden.


Methode: Lektüre und Referate des Textes sowie Diskussion.


Voraussetzungen: Die Kenntnis der Philosophie Descartes' wird bei den Teilnehmern vorausgesetzt. Da der Originaltext der Metaphysischen Abhandlung französisch verfaßt ist, sind Französischkenntnisse nützlich, aber nicht unbedingt notwendig.


Qualifikation: Benoteter Seminarschein für Teilnahme und schriftliche Arbeit.