306 | Prof. Dr. Michael Reder

Über Erkenntnis, Praxis und Demokratie. John Deweys (politische) Philosophie

Proseminar 2-stdg.
Raum: Seminarraum 5
Termine: Mittwochs 14.15 - 15.45 Uhr

BA: III/1

Geeignet für Frühstudierende.

Thematik

Der philosophische Pragmatismus erfreut sich seit drei Jahrzehnten immer größerer Beliebtheit. John Dewey gilt als einer der Gründerfiguren am Anfang des 20. Jahrhunderts. Dabei umfasst sein Werk die ganze Bandbreite philosophischer Fragen, die er pragmatistisch ausbuchstabiert. So geht es genauo um klassische Fragen nach Erkenntnis und Wahrheit wie um Fragen nach Gesellschaft oder Demokratie. Zentral für Dewey ist der Erfahrungsbegriff: Erfahrungen sind der Ausgang menschlichen Lebens und damit auch philsophischer Theoriebildung. Sie konstituieren individuelle wie kollektive Praktiken des Umgangs mit Wirklichkeit und deren Dynamiken. Demokratie wird dann beispielsweise nicht als eine Ideale Institution verstanden, sondern als eine lernende Praxis der Ermöglichung von Erfahrungen, die Menschen wachsen lassen.

Ziele

Das in die Philosophie insgesamt einführende Proseminar will grundlegende Texte von Dewey gemeinsam lesen und rekonstruieren. Das Ziel ist es, die Grundbegriffe und zentralen Argumentationsfiguren kennenzulernen und damit auch ein allgemeines Verständnis des Pragmatismus zu entwickeln. Dieses hilft nicht nur, wichtige philosophische Entwicklungen des 20. Jahrhunderts zu verstehen, sondern auch eine eigenständige philosophische Position zu entwickeln oder andere zu kritisieren. Das Proseminar hat außerdem zum Ziel grundlegende Formen philosophischen Arbeitens (Literatursuche, philosophisches Argumentieren und Schreiben) er erlernen und einzuüben.

Methode

Gemeinsame Textlektüre, Kurzinputs durch Studierende, verschiede Formen der Diskussion

Voraussetzungen

Interesse am Thema

Qualifikation

Kurzinput und Seminararbeit

Zielgruppe

Einsteiger ins Philosophiestudium

Literatur

John Dewey zur Einführung, von Martin Suhr, Hamburg : Junius, 1994.