102 | Prof. Dr. Michael Reder, Prof. Dr. med. Eckhard Frick SJ

Religionsphilosophie

Vorlesung 2-stdg.
Raum: Aula
Termine: Dienstags 10.15 - 12.00 Uhr

MA-IB: III(VV,IE), V
Master Ethik: V
BA: I/1

Thematik

Die Vorlesung besteht aus zwei Teilen: Teil 1 (jeweils 10.15-11.00) Religionssoziologische und sozialphilosophische Perspektiven der Religionsphilosophie: Vor dem Hintergrund der Säkularisierung im 19. und 20. Jahrhundert wurde die Frage nach einer sich transformierenden Religion in säkularen Kontexten soziologisch und sozialphilosophisch intensiv bearbeitet. Neben funktionalen Deutungen der Religion (z.B. als moralische Ressource für moderne demokratische Gesellschaften), wurden auch substanzielle Ansätze entwickelt, die nach dem Wesen der Religion aus einer sozialphilosophischen Perspektive Fragen. Nichtzuletzt Jürgen Habermas hat mit seinen Überlegungen zu einer postsäkularen Gesellschaft seit den 1990er Jahren zur Intensivierung dieses Diskurses beigetragen. Teil 2 (11.15-12.00): Religionspsychologie: Ausgehend von der Debatte um die "Gottesfinsternis" zwischen Martin Buber, der diesen Begriff prägte, und C.G. Jung fragen wir nach Divergenzen und Konvergenzen zwischen einem philosophischen und einem (tiefen-)psychologischen Zugang zur Gottesfrage. Was heißt es und ist es legitim, Gott zum Gegenstand philosophischer Reflexion oder empirischer Forschung und therapeutischer Praxis zu machen?

Ziele

Die Vorlesung will in beiderlei Hinsicht in Grundfragen und Theorien der beiden Teildisziplinen einführen. Mit Blick auf ausgewählte zentrale Autor*innen werden diese vorgestellt und kritisch diskutiert. Dabei kommen auch religionskritische Überlegungen zur Sprache. In Verbindung zur Gotteslehre und Kulturphilosophie wird danach gefragt, was diese beiden disziplinären Perspektiven zur Klärung der Frage nach der Religion beitragen können.

Methode

Vorlesung mit Möglichkeit zu Rückfragen und Diskussion.

Voraussetzungen

Interesse am Thema

Qualifikation

IdR Mündliche Modulprüfung am Ende des Semesters

Zielgruppe

Studierende des Grundstudiums