305* Prof. Dr. Georg Sans SJ

Religion und ihre Kritik: Ludwig Feuerbach und Eugen Biser über das Wesen des Christentums

2-stdg.

Raum: Hörsaal

Termine: Freitag 15.00-18.30 Uhr 03.05., 17.05., 31.05., 07.06., 28.06., 12.07.2019

BA: III/1

Thematik

Es gibt keine Religion, ohne dass sich der Mensch bestimmte Vorstellungen von Gott macht. Ludwig Feuerbach deutet den Gott des christlichen Glaubens als Reflex des wahren menschlichen Wesens. In dem Proseminar soll Feuerbachs Kritik der Religion in ihren Grundzügen erarbeitet und auf ihre Berechtigung hin befragt werden.

Ziele

Die Beschäftigung mit Ludwig Feuerbachs „Das Wesen des Christentums“ soll die Studierenden mit einem Klassiker der Religionskritik vertraut machen. Dabei werden sowohl Methoden der Lektüre philosophischer Texte als auch Formen philosophischen Argumentierens eingeübt.

Methode

In den Sitzungen des Seminars werden ausgewählte Kapitel von Feuerbachs Hauptwerk auf der Grundlage vorgegebener Leitfragen diskutiert. Durch die Heranziehung von Lexikonartikeln sowie kurzen Interviews mit Eugen Biser werden die besprochenen Themen in einen größeren Rahmen gestellt.

Qualifikation

Bedingungen für den Erwerb eines qualifizierten Scheins sind die aktive Teilnahme an den Sitzungen, die Übernahme einer kurzen Präsentation sowie die Anfertigung einer schriftlichen Arbeit. Das Handout für das Referat wird auf den Umfang der Seminararbeit angerechnet.

Zielgruppe

Studierende der ersten beiden Semester sowie Schülerinnen und Schüler der Begabtenförderung an den Gymnasien in Oberbayern-Ost.

Literatur

Ludwig Feuerbach, Das Wesen des Christentums, Stuttgart 1969 (Reclam UB 4571). Zur Einführung: Van Austin Harvey, Feuerbach and the interpretation of religion, Cambridge 1995. Josef Winiger, Ludwig Feuerbach. Denker der Menschlichkeit, Berlin 2004.