410@ Prof. Dr. med. Eckhard Frick SJ

Spiritual Care – Emergency Care – Palliative Care (SEPCare)

zusammen mit Prof. Dr. theol. Lydia Maidl (Ludwig-Maximilians-Universität München)

2-stdg.

Raum: Kaulbachstr. 22a / 2. OG, Raum 207 und online-Veranstaltung

Termine: Dienstag 18.00-19.30 Uhr (Inverted Classroom)

MA-IB: III (SC)
Master Ethik: III (MEZ)
BA: WP Kulturelle Zugänge
MAkons: III (EG)

Online-Kurs bei der Virtuellen Hochschule Bayern. Weitere Informationen und Demoversion siehe: https://kurse.vhb.org/VHBPORTAL/kursprogramm/kursprogramm.jsp?kDetail=true&COURSEID=10681,68,1223,1 sowie https://www.hfph.de/studium/semester/digitales-angebot.

Anmeldung erforderlich: Studierende der weiterbildenden Studiengänge melden sich verbindlich an bis 19.10.2018 bei: eckhard.frick@hfph.de.

Thematik

Modul 1: Spiritual Care – was ist das? 1. Einführung 2. Unterscheidung Spiritualität und Religion 3. Spiritual Care als Dimension von Palliative Care 4. Einführende Texte zu Spiritual Care 5. Wie kann Spiritualität ins Wort kommen? Modul 2: Schmerz – der ganze Mensch tut weh 1. Total Pain 2. Schmerz – psychosomatische Aspekte 3. Schmerz – künstlerischer Ausdruck 4. Spirituelles Coping Modul 3: Grenzsituationen – das ganze Leben 1. Einführung 2. Das ganze Leben – Begleitung als „Hebammenkunst“ 3. Geburt und Abschiednehmen 4. Übergänge – Schleusen, Schwellen, Übergaben 5. Grenzerfahrungen im Leben Zusatzangebot: Spirituelle Pause (Bilder, Musik, Impulse, Videos, Inspirationen, Humorvolles)

Ziele

Die Studierenden sollen den gesamten Prozess klinischer Beurteilung und Behandlung, basierend auf Leit- und Richtlinien, von kritischen sowie lebensbedrohlichen Patientensituationen im multidisziplinären Team üben, aufbauend auf einer theoretischen Grundlegung zu den grundlegenden Aspekten von Akut-, Notfall-, Intensiv- und Palliativsituationen sowie von psychosozialen Krisen. Die Nähe zur Grenze menschlichen Lebens spielt in diesem Kontext eine herausragende Rolle, so dass hier entsprechende Kompetenzen in Form von Spiritual Care erworben werden müssen. Die Studierenden erreichen folgende Lernziele: I. Fachkompetenz Die Studierenden • erfassen die theoretischen Grundlagen von Spiritual Care • können das Spannungsfeld Gesundheitswesen und Religion(en) beschreiben • kennen die Bedeutung von religiösen und spirituellen Gemeinschaften als sozialer Unterstützung • erkennen Spiritualität als Ressource in der Bewältigung von Krisen, insbesondere nach Traumatisierung • verfügen über Grundwissen zur Deutung von Krankheit und Tod und zum Umgang mit Sterbenden und Toten in ausgewählten Religionen • können mit dem Scheitern kurativer Konzepte umgehen; Bewusstwerden, dass Sterben und Tod zum Klinikalltag gehören • verfügen über methodische Instrumente, Krisensituationen angemessen zu gestalten (Rituale, Unterstützungs- und Zuweisungssysteme, Bereitstellung eines sicheren Raumes…) • kennen praktische Instrumente von Spiritual Care • kennen (exemplarisch) Messverfahren und Forschungsmethoden zu Spiritualität II. Methodenkompetenz Die Studierenden • beherrschen die Grundlagen zur Kommunikation über spirituelle Themen im interdisziplinären Team: Vorstellung von Problemstellungen, Diskussion, Suche nach Lösungsvorschlägen • sind in der Lage, spirituelle Fragestellungen, Bedürfnisse und Ressourcen von Patienten/innen und Angehörigen wahrzunehmen in Sensibilität für Alter, Religion und Kultur • haben Ideen für eine Selbstfürsorge in den beruflichen Herausforderungen, insbesondere nach Mit-Erleben des Versterbens von Patienten • sind fähig, Hindernisse und Potentiale für Spiritual Care innerhalb der eigenen Einrichtung zu erkennen und einzuschätzen III. Personale Kompetenz Die Studierenden • erfahren Sicherheit im Umgang mit Grenzsituationen • reflektieren ihre persönliche Haltung und Rolle in Auseinandersetzung mit der Sinnfrage angesichts von Leiden und Tod • entwickeln individuelle Handlungsfähigkeit im Respekt vor der spirituellen Suche und religiösen Orientierung von Menschen • entwickeln Offenheit und Interesse für religiöse und kulturelle Andersheit • gewinnen ein Gespür für spirituelle Grundhaltungen (Präsenz, Achtsamkeit; proaktive Kompetenz) und Formen ihrer Einübung.

Methode

Für diesen virtuellen Kurs registrieren Sie sich (falls Sie noch keinen Account haben) zunächst bei www.vhb.org und loggen sich dann bitte mit Ihren Daten (Matrikelnummer, Passwort) ein. Der Flipped Classroom ist freiwillig und kann auch virtuell besucht werden (Webkonferenz). Was bedeutet Flipped (inverted) Classroom? In der konventionellen Lehre werden Inhalte zuerst durch Dozenteninput, Studierendenreferate, Gruppenarbeit im Hörsaal vermittelt, dann zuhause von den Studierenden vertieft. Beim "umgedrehten" Classroom hingegen geschieht die Wissensvermittlung zuerst im Internet, dann werden die Fragen diskutiert, die beim Einzelstudium und in den Foren aufgetaucht sind.

Voraussetzungen

keine

Qualifikation

Zum Erwerb eines Seminarscheines sind fristgerecht hochzuladen: 1. Essay 2. Lerntagebuch (nicht bewertet) Näheres online in SEPCare

Zielgruppe

1. Studierende mit dem Ziel, später eine helfende Profession auszuüben. 2. Studierende mit Berufserfahrung, die sich eine Spiritual Care-Kompetenz erarbeiten wollen 3. Studierende, die praktische Berührungspunkte ihres sonstigen Studiums vertiefen wollen, z.B. in der Religionsphilosophie

Literatur

Boothe B, Frick E (2017) Spiritual Care - Über das Leben und Sterben. Zürich: Orell Füssli.