Weiterbildender Master Interkulturelle Bildung

Eine Einschreibung in dieses Angebot ist ab sofort nicht mehr möglich.

Mit dem Wintersemester 2019/20 startet der neue Schwerpunkt "Ethik des interkulturellen Dialogs" des weiterbildenden Masters Ethik.

Für weitere Informationen zu diesem Angebot schreiben Sie bitte an Barbara Schellhammer (barbara.schellhammer@hfph.de) oder an Michael Reder (michael.reder@hfph.de).

Eckdaten

Art des Studiums: Teilzeitstudiengang, berufsbegleitend
Abschluss: Master of Arts (M.A.)
(staatlich anerkannt)
120 ECTS

Regel­studien­zeit:

variabel; 4 - 8 Semester
Studien­beginn: Im Winter­semester
Kosten: Studiengebühren gesamt: 6000,- €;
semesterweise flexibel gestaltbar (50€ / 1 ETCS)

Verwaltungs­gebühr sowie Studenten­werks­beitrag
Voraus­setzung: Hochschulabschluss mit mindestens 180 ECTS-Punkten.
Berufserfahrung von mindestens einem Jahr.

Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt. Sie müssen sich um einen Studienplatz bewerben. (Bewerbungsverfahren)

Informationen für inter­nationale Studierende

Zielgruppe

Der Studiengang richtet sich an alle Interessierten mit einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss, die in ihrer beruflichen Laufbahn sozialer und kultureller Vielfalt begegnen. Der Studiengang ist spezifisch auf Berufstätige ausgerichtet (siehe Aufbau).

Inhalte

Die Vielfalt von Kulturen und die Pluralität individueller Lebensweisen sind heute zentrale Merkmale menschlicher Erfahrung. Interkulturalität als das Verhältnis und die Interaktion zwischen unterschiedlichen sozio-kulturellen Einflüssen und Traditionen wird damit zu einem elementaren Bestandteil modernen Lebens. Die Interkulturelle Bildung setzt sich mit diesen Erfahrungen auseinander. Sie zielt ab auf ein Verstehen der kulturellen Dimension des Zusammenlebens moderner Gesellschaften und das Einüben eines reflektierten und offenen Umgangs mit dieser Heterogenität.

Innerhalb des Masters Interkulturelle Bildung wählen die Studierenden zwischen den folgenden drei Schwerpunkten:

  • Schwerpunkt Interkulturelle Erwachsenenbildung:

    Die Interkulturelle Erwachsenenbildung untersucht, wie Fort- und Weiterbildungsangebote gestaltet sein müssen, damit sie speziell den Bedarf von Erwachsenen treffen. Dabei geht es um konkrete Fragen der Didaktik und Methodik, um die Planung, Organisation, kreative Gestaltung und Durchführung von Lehr-Lerneinheiten. Außerdem werden die Studierenden in strategische Themen des Bildungs- und Wissensmanagements sowie neue E-Learning-Verfahren eingeführt und sie lernen insbesondere mit heterogenen Zielgruppen umzugehen. Dabei spielt auch das Wissen um unterschiedliche Lernkulturen eine wichtige Rolle. Fragen der Macht und Manipulationsgefahren in Bildungsprozessen sollen kritisch beleuchtet und Möglichkeiten der Entwicklung von Potential und des Empowerment eruiert werden. Die Motivation in und Nachhaltigkeit von Bildungsprozessen durch eine bedarfsorientierte Herangehensweise wird ebenfalls reflektiert. Darüber hinaus geht es auch um die eigene Rolle als Gestalter/in von Bildungsprozessen, um eigene Vorurteile, den Umgang mit „schwierigen“ Menschen und die Entwicklung von Führungskompetenz (z.B. Coaching-Kompetenz, Umgang mit Konflikten, eigenem Versagen, Projektionen, etc.).

  • Schwerpunkt Völkerverständigung:

    Im Studienangebot unter der Überschrift Völkerverständigung werden verschiedene Kulturen und Religionen sowohl aus philosophischer als auch aus kultur-, sozial- und religionswissenschaftlicher Perspektive genauer analysiert. Damit wird dem inhaltlichen Aspekt von Bildung (Bildung über Kulturen) Rechnung getragen. Die Veranstaltungen sollen in die Denkmuster insbesondere außereuropäischer Kulturen einführen, religiöse Vorstellungen vor allem aus nicht-christlichen Traditionen verdeutlichen und gesellschaftliche Entwicklungen in ihrer überlokalen Bedeutung verständlicher machen. Es werden sowohl die monotheistischen Religionen Islam und Judentum als auch Hinduismus und Buddhismus behandelt. Im Bereich Kultur finden sich regelmäßig Angebote zu Afrika, Nordafrika/Naher Osten, Südasien, Südostasien, Ostasien (China/Japan), Lateinamerika, Nordamerika, Russland und Osteuropa.

  • Schwerpunkt Spiritual Care:

    Im Mittelpunkt von Spiritual Care steht der Patient in seinter spirituellen Dimension. Mit Hilfe von philosophischen Theorien wird ein Reflexionsraum bereitgestellt, der kultursensibel und interreligiös offen ist, um dieser Dimension angemessen zu begegnen. Mit dem Begriff (Health) „Care“ ist, bezogen auf den kranken Menschen, immer die „Unit of Care“ gemeint, also der/die Patient(in) im systemischen Kontext der Zugehörigen und der verschiedenen Gesundheitsberufe. „Spiritualität“ wird in den Gesundheitswissenschaften als Breitbandbegriff verwendet, der sich sowohl auf den kranken Menschen, seine Bedürfnisse, Wünsche und Belastungen bezieht als auch auf Medizin, Pflege, psychosoziale Dienste, Seelsorge und andere an der Krankenversorgung beteiligte Berufe sowie auf die hierfür relevanten Organisationen und Institutionen (z.B. Krankenhäuser, Träger, Berufsverbände). Das Adjektiv „spiritual“ bezieht sich auf die drei Pole des „Carings“: auf den kranken Menschen, auf die therapeutischen Interventionen und auf die Gesundheitsberufe. Im Hinblick auf die Implementierung von Spiritual Care in Organisationen, Institutionen und Teams erweist sich die Aus-, Fort-, und Weiterbildung als der entscheidende Transmissionsriemen. Migration, Fremd- und Mehrsprachigkeit sowie eine Vielfalt von religiösen und kulturellen Hintergründen stellen hohe Anforderungen an die Kultursensibilität der Gesundheitsberufe.

Qualifikation

Die Studierenden erwerben ein differenziertes Verständnis von Interkulturalität und Bildung und davon, wie sich interkulturelle Bildung in unterschiedlichen Kontexten darstellt oder darstellen könnte. Das Besondere ist dabei die spezifisch philosophische Herangehensweise, d.h. es geht nicht darum, ein letztes Wissen oder eindeutige Handlungsanweisungen zu vermitteln, sondern darum, Reflexionsprozesse in Gang zu setzen, um mit Erfahrungen der Pluralität und Andersartigkeit sinnvoll umgehen zu können. Dabei spielen besonders praxisnahe Themen, sowie konkrete Fragestellungen der Studierenden selbst eine große Rolle. Themen aus dem Berufsalltag erhalten so eine konkrete Rückbindung an philosophische Grundüberlegungen zur Interkulturalität.

 


Beratung

per Email:

(interkulturell@hfph.de)

persönlich:

Es sind auch persönliche Gesprächstermine nach vorheriger Absprache möglich.


Aufbau

Der Studiengang ist modular aufgebaut, wobei ein Modul jeweils eine oder mehrere inhaltlich und zeitlich aufeinander abgestimmte Lehrveranstaltungen umfasst. Die Vertiefungsmodule bieten die Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte zu setzen. Er kann flexibel berufsbegleitend in vier bis acht Semestern studiert werden. Studierende können selbst entscheiden, in welchem Semester Sie wie viele Credits erwerben wollen (Minimum: 12 ECTS pro Semester).

Die folgenden Studienpläne zeigen beispielhaft, wie das Studium in vier, sechs oder acht Semestern absolviert werden kann. Ein alternativer Aufbau entsprechend der Prüfungsordnung ist möglich.

Mögliche Studienpläne


Alternative
Zertifikat

Die ersten drei Schwerpunkte des weiterbildenden Master Interkulturelle Bildung können auch in Form eines weniger umfangreichen Modulstudiums studiert werden, das mit einem Zertifikat abschließt. Der Umstieg in den Master unter Anerkennung der im Modulstudium erbrachten Prüfungsleistungen ist möglich, sofern die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind.

Weitere Informationen zu den Modulstudien der Hochschule erhalten Sie hier.