William James' Konzept eines vernünftigen Glaubens auf der Basis religiöser Erfahrung

Katja Thörner
William James' Konzept eines vernünftigen Glaubens auf der Basis religiöser Erfahrung

Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 29

Stuttgart 2011. 240 Seiten

ISBN 978-3170217188

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Der amerikanische Philosoph und Psychologe William James (1842–1910) wendet sich in seinen Arbeiten in gleicher Weise gegen einen theistischen wie einen rationalistischen Dogmatismus. Auf der Grundlage eines erfahrungsbasierten Religionsverständnisses überdenkt er die Frage nach der Rationalität des religiösen Glaubens neu und versucht, eine metaphysisch überzeugende Basis für die Annahme der Realität eines personalen Gottes zu liefern. James will die Pluralität religiöser Erfahrungen und der daraus erwachsenen religiösen Anschauungen zum Vorschein bringen, deren Sinn sich im Leben des jeweiligen Individuums zeigt. Auf der Grundlage eines erweiterten Vernunftbegriffs ist es möglich, die eigene Rationalität des religiösen Lebens und der damit verbundenen Überzeugungen aufzuzeigen, aber auch kritisch zu befragen.


Das Christentum im Konzert der Weltreligionen. Ein Beitrag zum interreligiösen Vergleich und Dialog

Johannes Herzgsell
Das Christentum im Konzert der Weltreligionen. Ein Beitrag zum interreligiösen Vergleich und Dialog

Regensburg 2011. 599 Seiten

ISBN 978-3791723853

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Wie soll sich das Christentum im Ensemble der Weltreligionen situieren? Zur Beantwortung dieser virulenten Frage führt der Autor in die fünf großen Weltreligionen ein, um dann unter mehreren Aspekten das Christentum mit den anderen Religionen zu vergleichen. Dabei kommen verschiedene Wissenschaften zum Zug, u. a. Religionswissenschaft, komparative Theologie, Dogmatik, Fundamentaltheologie und Theologie der Religionen. Mit seinem detaillierten interreligiösen Vergleich bietet das Buch eine breite informative Grundlage für den interreligiösen Dialog und gibt ihm eine Orientierung.


Philosophische Anthropologie

Michael Bordt
Philosophische Anthropologie

Begleitbuch zur DVD-Vortragsreihe "Uni-Auditorium Philosophie"

München 2011. 173 Seiten

ISBN 978-3831203673

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Neben anderen Wissenschaften bemüht sich auch die Philosophie darum, den Menschen zu verstehen. Sie fragt, wie wir trotz aller Krisen zufrieden mit unserem Leben sein können. Nicht Gesundheit, Reichtum oder Erfolg sind dabei tatsächlich wichtig. Auf zwei Dinge komm es an. Erstens, ob wir tiefe persönliche Beziehungen haben, Menschen lieben und geliebt werden. Und zweitens, ob wir etwas tun, das nicht nur für uns selbst sinnvoll, sondern auch für die Gemeinschaft und Schöpfung wertvoll ist.


Religionsphilosophie

Josef Schmidt
Religionsphilosophie

Begleitbuch zur DVD-Vortragsreihe "Uni-Auditorium Philosophie"

München 2011. 124 Seiten

ISBN 978-3831203789

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Gibt es für uns einen Bezug zum Ewigen, Göttlichen, so dass die Welt nicht einfach alles ist? Haben wir eine letzte Orientierung, einen letzten Halt? Die Antwort der Religion ist die, dass wir aus einem uns tragenden, aber auch uns beanspruchenden Sinngrund leben, in dem wir Halt und Orientierung finden und für den der Name Gott steht. Seit Beginn des kritischen Denkens im alten Griechenland wollte man diese Antwort im Diskurs denkend entscheiden.


Kirchenbauten in der Gegenwart. Architektur zwischen Sakralität und sozialer Wirklichkeit

Angelika Nollert, Matthias Volkenandt ,Eckhard Frick u.a.
Kirchenbauten in der Gegenwart. Architektur zwischen Sakralität und sozialer Wirklichkeit

Regensburg 2011. 256 Seiten

ISBN 978-3791722092

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Was ist sakraler Raum, welche Rolle kann ihm heute zukommen? Was geschieht, wenn Kirchenbauten ihre originäre Bedeutung verlieren? Dieser Band verbindet die Dokumentation ausgewählter Kirchen mit einer interdisziplinären Diskussion der Bedeutung von Kirchen und ihrer Entwicklung aus theologischer, gesellschaftlicher, architektonischer, urbanistischer sowie philosophischer Perspektive.


Spiritualität und Medizin. Gemeinsame Sorge für den kranken Menschen

Eckhard Frick, Traugott Roser
Spiritualität und Medizin. Gemeinsame Sorge für den kranken Menschen

Münchner Reihe Palliative Care, Bd. 4

München 2011. 308 Seiten

ISBN 978-3170218758

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Dieser Band verbindet die theoretisch-wissenschaftliche Fundierung und die praktische Umsetzung von Spiritual Care, der Sorge für die spirituelle Dimension von Krankheit und Gesundheit, Heilen und Helfen, Leben und Sterben. Dabei berichten renommierte Experten über ihre Erfahrungen aus der Perspektive von Medizin, Pflege, Psychologie, Sozialarbeit, Religionswissenschaft, Soziologie, Theologie und Seelsorge sowie aus der Sicht von Trägern und Einrichtungen.


Die Wirklichkeit erkennen. Grundlinien im Denken Béla Weissmahrs

Harald Schöndorf
Die Wirklichkeit erkennen. Grundlinien im Denken Béla Weissmahrs

Stuttgart 2011. 98 Seiten

ISBN 978-3170220188

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Weissmahrs Denken ist aus thomistischen, transzendental-philosophischen und dialektischen Ansätzen gespeist und lässt somit nicht nur den Primat des Geistes, sondern ebenso die Interdependenz der gesamten Wirklichkeit und das Verhältnis zwischen Gott, Welt und Mensch einsichtig werden. Er war überzeugt davon, dass eine entsprechend situierte Philosophie auch die gültigen Erkenntnisse der heutigen Wissenschaften positiv aufzunehmen vermag. Er zeigte dies daran, dass er die Evolution als Konsequenz der in der Eigentätigkeit jedes Seienden geschehenden Selbstüberbietung ansah und zum Ausgangspunkt eines eigenen philosophischen Arguments für die Existenz Gottes machte. Die Beiträge dieses Bandes wollen Grundlinien im Denken Weissmahrs herausstellen. Dazu gehören beispielsweise das Retorsionsargument, das In-eins-Fallen von Selbst- und Wirklichkeitserkenntnis, die notwendige Zusammengehörigkeit von Identität und Differenz sowie die Selbstüberbietung jedes Seienden.


Ethik in Wirtschaft und Unternehmen in Zeiten der Krise

Johannes Wallacher, Christian Au ,Tobias Karcher
Ethik in Wirtschaft und Unternehmen in Zeiten der Krise

Globale Solidaritat – Schritte zu einer neuen Weltkultur, Bd. 21

Stuttgart 2011. 138 Seiten

ISBN 978-3170216495

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Was haben Wirtschaft und Politik aus der Finanz- und Wirtschaftskrise gelernt? Gibt es eine neue Sensibilität für ethisches Handeln – für das Individuum, die Organisation, den globalen Ordnungsrahmen? Das Lassalle-Ethikforum sucht eine Zwischenbilanz zu ziehen. Wissenschaftler aus den USA und Europa liefern eine Bestandsaufnahme. Politiker reflektieren ihre Verantwortung. Akteure der internationalen und Schweizer Wirtschaft berichten, wie sie Corporate Social Responsibility heute leben. Doch die Frage stellt sich nicht nur ökonomisch und politisch. Auch die Religionen und Kulturen haben einen Beitrag zu leisten zur Frage der Ethik in der Wirtschaft. Juden, Muslime und Christen ergreifen das Wort.

Mit Beiträgen von Peter Ulrich, George Brenkert, Peter Hess, Andreas Georg Scherer, Andreas Butz, Pierin Vincenz, Walter Grüebler, Stefan Rothlin, Johannes Wallacher, Karoline Scharpenseel, Herbert Winter, Khaldoun Dia-Eddine, Christoph Stückelberger und Georges Enderle

Aus dem Inhalt:

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Leseprobe


Theoretische Philosophie

Godehard Brüntrup
Theoretische Philosophie

Begleitbuch zur DVD-Vortragsreihe "Uni-Auditorium Philosophie"

München 2011. 160 Seiten

ISBN 978-3831203802

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Mit dem Wort Philosophie verbindet man gewöhnlich den Versuch, ein umfassendes Weltbild zu entwerfen und zu begründen. Die Metaphysik ist das Herzstück dieser theoretischen Unternehmung. Über den Bereich des naturwissenschaftlich Überprüfbaren hinaus versucht die Metaphysik, letzte Grundfragen vor dem kritischen Auge der Vernunft zu prüfen: Gibt es Beständiges, oder ist alles im Fluss? Gibt es nur Materie oder auch Geist? Gibt es Freiheit, oder ist alles determiniert? Gibt es autonome Personen oder nur das biologische Lebewesen Mensch?


Die globale Finanzkrise als ethische Herausforderung

Johannes Wallacher, Matthias Rugel
Die globale Finanzkrise als ethische Herausforderung

Globale Solidarität – Schritte zu einer neuen Weltkultur, Bd. 20

Stuttgart 2011. 180 Seiten

ISBN 978-3170216501

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Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise wirft noch immer eine Reihe von grundlegenden Fragen auf. Dies beginnt schon bei der Analyse der Ursachen. Die Probleme des Krisenmanagements sind offensichtlich – allen voran die langfristigen Folgen ausufernder Staatsverschuldung. Aus Sicht der Entwicklungsländer bleibt die Sorge, dass dies zu Lasten wichtiger Investitionen in Armutsbekämpfung, Klimaschutz und andere zentrale Aufgaben nachhaltiger globaler Politik gehe. Der politische Wille, in globaler Abstimmung eine strukturelle Neuordnung der Finanzmärkte einzuleiten, ist inzwischen erlahmt, die Finanzinstitute sind überwiegend zum "Business as usual" zurückgekehrt. Vor diesem Hintergrund werden Handlungsoptionen für eine stabile wie entwicklungsverträgliche und damit ethisch vertretbare globale Finanzordnung erörtert.

Mit Beiträgen von Bernhard Emunds, Georg Fahrenschon, Martin Hellwig, Gerhard Illing, Lukas Menkhoff, Walter Reese-Schäfer, Renate Schubert, Catharina Bening, Julia Blasch und Eva Terberger

Aus dem Inhalt:

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe


Medienethik. Verantwortung in der Mediengesellschaft

Rüdiger Funiok
Medienethik. Verantwortung in der Mediengesellschaft

Kontexte, Bd. 8

2. durchges. und aktual. Aufl.

Stuttgart 2011. 223 Seiten

ISBN 978-3170218253

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An normativen Erwartungen den Medien gegenüber fehlt es nicht. Doch wie lassen sie sich wissenschaftlich begründen? Als Kooperationsfeld von Medienwissenschaft und philosophischer Ethik hat Medienethik Argumentationsweisen aus beiden Wissenschaften aufzugreifen. Dabei erweist sich der Verantwortungsbegriff als besonders geeigneter Schlüssel zum Benennen von Akteuren, Normen und Umsetzungen. Was bedeutet das für Medienordnung und Medienpolitik, für das Handeln von Medienunternehmen, was für die Arbeit der Journalisten und anderer Medienschaffender? Welche Mitverantwortung tragen die Rezipienten und schließlich: Was verändert sich durch das Hybridmedium Internet? Im Stil eines Lehrbuchs werden alle wichtigen Autoren und Initiativen dargestellt, die die deutschsprachige Medienethik in den letzten 25 Jahren aufbauen halfen.

Prof. Dr. Rüdiger Funiok lehrt Kommunikationswissenschaft und Erwachsenenpädagogik an der Hochschule für Philosophie München. Er ist Begründer und seit zehn Jahren jährlicher Gastgeber des "Netzwerks Medienethik", einer offenen Arbeitsgemeinschaft zu Fragen der Verantwortung im Medienbereich.

Aus dem Inhalt:

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Leseprobe


Sozialphilosophie

Norbert Brieskorn, Michael Reder
Sozialphilosophie

Begleitbuch zur DVD-Vortragsreihe "Uni-Auditorium Philosophie"

München 2011. 155 Seiten

ISBN 978-3831203796

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Was ist Gesellschaft? Sie ist unser Raum und unsere Zeit, ihr gehören wir untrennbar an und stehen doch auch immer außerhalb von ihr. Ihre hierarchische Ordnung und ihr Gedächtnis spiegeln sich in den unvermeidbaren Konflikten, die in Wirtschaft und Politik besonders weitreichend sind. Unverzichtbar für ihre Lösung ist es dabei, sich über sozialethische Maßstäbe wie Gerechtigkeit zu verständigen. Zwei Brennpunkte dieser Debatte sind die Fragen nach der Gestaltung der Globalisierung und der Rolle von Religion in demokratischen Gesellschaften.


Religion und Rationalität

Johannes Herzgsell, Janez Perčič
Religion und Rationalität

Freiburg im Breisgau 2011. 190 Seiten

ISBN 978-3451022449

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Das Spannungsverhältnis von Religion und Rationalität wirft grundsätzliche Fragen auf: Was ist unter den Begriffen "Religion" und "Rationalität" zu verstehen? Was hat Religion mit Rationalität zu tun? In welchem Sinn können Religionen rational sein? Worin besteht das Wesen der Vernünftigkeit? Lässt sich von Kriterien der Vernunft sprechen? Wann gilt eine religiöse Überzeugung als rational? Welche erkenntnis- und handlungstheoretischen Konsequenzen lassen sich daraus ableiten?


Mehrwert Glück. Ein Plädoyer für menschengerechtes Wirtschaften

Johannes Wallacher
Mehrwert Glück. Ein Plädoyer für menschengerechtes Wirtschaften

München 2011. 216 Seiten

ISBN 978-3776626568

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Rein wirtschaftlich betrachtet ist die Rechnung einfach: Höheres Vermögen oder größeres Einkommen mehren den Nutzen, und wer mehr Nutzen hat, dem geht es besser, er ist also zufriedener. Doch ist das wirklich so? Die Glücksforschung als neuer Zweig der Ökonomie erhebt Einspruch. Ihre Erkenntnisse zeigen deutlich, dass unser stures Handeln nach wirtschaftlichen Sachzwängen und Kosten-Nutzen-Kalkülen nicht nur an der Realität, sondern auch am Menschen vorbeigeht. Deshalb fordert der Wirtschaftsethiker Johannes Wallacher ein grundlegend neues Verständnis von unternehmerischem Erfolg und Wohlstand, das eines zum Ziel hat: Wirtschaften muss den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden. Erst dann haben wir die Chance, glücklich zu werden.


Der Fall Darwin. Evolutionstheorie contra Schöpfungsplan

Christian Kummer
Der Fall Darwin. Evolutionstheorie contra Schöpfungsplan

Wegweisungen, Bd. 4

2. Aufl.

Sankt Ottilien 2011. 336 Seiten

ISBN 978-3830675020

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150 Jahre nach der Veröffentlichung von Charles Darwins Hauptwerk 'The Origin of Species' ist der Streit über den Darwinismus aktueller denn je, obwohl damals die Idee eines Schöpfergottes ausgedient zu haben schien. Der Jesuit und Biologe Christian Kummer ist der Meinung, dass sich Evolutionstheorie und Gottesglaube nicht ausschließen, sondern sogar aufeinander angewiesen sind.


John Henry Newmans Theorie der religiösen Erkenntnis

Andreas Koritensky
John Henry Newmans Theorie der religiösen Erkenntnis

Münchner Philosophische Studien. Neue Folge, Bd. 31

Stuttgart 2011. 352 Seiten

ISBN 978-3170218307

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Der Plausibilitätsschwund religiöser Anschauungen macht es notwendig, die Suche nach rationalen Argumenten für den Glauben auszuweiten. Die erkenntnistheoretische Fragestellung muss die vielfältigen interdependenten Prozesse mit in den Blick nehmen, die auch bei der vernunftgeleiteten Überzeugungsbildung eine Rolle spielen. Das Werk John Henry Newmans (1801–1890) enthält zahlreiche Bausteine für eine Theorie religiöser Erkenntnis, die dem englischen Empirismus und der Philosophie des Aristoteles entlehnt sind. Dazu gehören ethische Grundhaltungen, die die Erkenntnisbildung fördern, die Funktion des Vorstellungsvermögens beim Erfassen von Glaubensinhalten, vor allem aber eine Konzeption von Rationalität, die wichtige Eigenschaften der praktischen Vernunft (phronesis) aufgreift.

Aus dem Inhalt:

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Leseprobe


Anima et intellectus. Albertus Magnus und Thomas von Aquin über Seele und Intellekt des Menschen

Paul D. Hellmeier
Anima et intellectus. Albertus Magnus und Thomas von Aquin über Seele und Intellekt des Menschen

Beiträge zur Geschichte der Philosophie und Theologie des Mittelalters. Neue Folge, Bd. 75

Münster 2011. 362 Seiten

ISBN 978-3402102855

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Welches Verhältnis besteht zwischen den Theorien, die Albertus Magnus und sein Schüler Thomas von Aquin über Seele und Intellekt des Menschen entwickelt haben? Da diesen Theorien in beider Denken größte Bedeutung zukommt, ist von der Antwort auf diese Frage auch Aufschluss darüber zu erwarten, was es mit einer der berühmtesten Lehrer-Schüler-Beziehungen in der Geschichte der Philosophie auf sich hat. Bis heute hat sich dazu keine einhellige Meinung gebildet, vielmehr offenbart der Blick in die Literatur eine große Bandbreite verschiedenster und zum Teil widersprüchlicher Einschätzungen. Die detaillierte und auf breiter Textbasis ruhende Darstellung der Positionen, die Albert und Thomas in der Seelen- und Intellektlehre vertreten, dient jedoch nicht nur der Bestimmung ihrer Lehrer-Schüler-Beziehung. Als originelle Versuche, die Vermittlung von biologischem Leben und Geist zu denken, verdienen ihre Theorien an sich unsere Aufmerksamkeit.


Philosophie des 20. Jahrhunderts

Peter Ehlen, Gerd Haeffner ,Friedo Ricken
Philosophie des 20. Jahrhunderts

Grundkurs Philosophie, Bd. 10

Stuttgart 2010. 463 Seiten

3. völlig neu bearb. Aufl.

ISBN 978-3170207806

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Die Philosophie des 20. Jahrhunderts ist gekennzeichnet durch die Krise ihres Selbstverständnisses. Die Vielfalt der Methoden, Ausgangspunkte und Gegenstandsbereiche läßt fragen: Ist Philosophie noch eine einheitliche Disziplin? Hat sie neben den Einzelwissenschaften noch eine Existenzberechtigung? Ist ein Gespräch zwischen den verschiedenen Richtungen noch möglich? Der Band informiert über historische Zusammenhänge, Methoden und Sachgebiete. Der Band umfasst die Entwicklung der Phänomenologie von Husserl und Heidegger u.a. zu Gadamer, Levinas, Ricoeur und Derrida; die Dialogphilosophie; die Philosophie der Existenz (u.a. Berdjajew, Jaspers, Sartre, Simone Weil); die philosophische Anthropologie und Kulturphilosophie (u.a. Cassirer, Scheler, Gehlen, Arendt) sowie neue Formen der Metaphysik (u.a. Whitehead, Frank, Bloch). Das Kapitel über politische Philosophie führt über Max Weber, Horkheimer, Adorno, Habermas und Taylor zu Rawls. Schwerpunkte der Darstellung der angelsächsischen Philosophie sind der klassische amerikanische Pragmatismus, die Anfänge der Analytischen Philosophie (Frege, Moore, Russell), Wittgenstein, die Oxford-Philosophie, der Wiener Kreis und die neuere Realismus-Antirealismus-Debatte (Kripke, Putnam).

Aus dem Inhalt:

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Leseprobe


Anthropologie und christliche Sozialethik. Theologische, philosophische und sozialwissenschaftliche Beiträge

Werner Veith, Axel Bohmeyer ,Alexander Filipović u.a.
Anthropologie und christliche Sozialethik. Theologische, philosophische und sozialwissenschaftliche Beiträge

Forum Sozialethik, Bd. 8

Münster 2010. 224 Seiten

ISBN 978-3402106341

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Die grundlegende anthropologische Frage, was wir als Menschen sind bzw. wie wir uns als Menschen verstehen wollen, ist Forschungsgegenstand aller handlungsleitenden Disziplinen. Sie ist damit eine Leitfrage, der sich auch christliche Sozialethik wie politische Ethik gleichermaßen widmen und widmen müssen. Schließlich sind grundsätzliche Annahmen über das Wesen des Menschen die Basis weitergehender ethischer Überlegungen – und zwar sowohl für individuelles Handeln als auch für die Gestaltung sozialer Strukturen. Mit Bezug auf sehr unterschiedliche anthropologische Ansätze veranschaulichen die Beiträge dieses Bandes, dass kein vorherrschendes oder gar einheitliches Bild vom Menschen existiert. Gerade dies macht jedoch die Erörterung der anthropologischen Grundlagen von Ethik ebenso notwendig wie interessant: Welche Perspektiven aus Theologie, Soziologie, Philosophie und Naturwissenschaft können das Verhältnis von Anthropologie und Ethik klären, wo liegen Herausforderungen, die es interdisziplinär zu untersuchen gilt, welche Menschenbilder liegen etwa in Wirtschaft oder Bildungsinstitutionen Pädagogik vor? – Die vielfältigen Antworten auf diese Fragestellungen verstehen sich als Beiträge zur Diskussion um eine modernitätsgerechte anthropologische Fundierung christlicher Sozialethik.


Ethik ohne Letztbegründung? Zu den nicht-fundamentalistischen Ansätzen von Alasdair MacIntyre und Jeffrey Stout

Patrick Zoll
Ethik ohne Letztbegründung? Zu den nicht-fundamentalistischen Ansätzen von Alasdair MacIntyre und Jeffrey Stout

Würzburg 2010. 120 Seiten

ISBN 978-3826043536

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Dieses Buch stellt mit Alasdair MacIntyres After virtue und Jeffrey Stouts Ethics after Babel zwei grundlegende Werke der anglo-amerikanischen Moralphilosophie vor. Beide Autoren behaupten, dass wir moralische Konflikte nicht lösen können, weil unsere liberale Gesellschaft von einem Ethikmodell ausgeht, das auf falschen erkenntnistheoretischen Voraussetzungen fußt. Der Fehler eines liberalen Ethikansatzes liegt ihrer Ansicht nach darin, dass er versucht, diese Konflikte durch eine Letztbegründung ethischer Prinzipien zu lösen. Im Gegensatz zu einem solchen "fundamentalistischen" Modell der Ethikbegründung argumentieren Stout und MacIntyre, dass die Rechtfertigung von Normen vom jeweiligen sozialen und kulturellen Kontext abhängig ist. Sie weisen nach, dass dies aber nicht zu einem umfassenden Relativismus führen muss. Während MacIntyre davon ausgeht, dass eine derartige "nicht-fundamentalistische" Ethikbegründung einen gleichzeitigen Bruch mit dem Liberalismus erfordert, zeigt Stout hingegen, dass eine kontextualistische Neubegründung der Moral gelingen kann, wenn man den Liberalismus selbst als moralische Tradition reinterpretiert. Nach einer Kritik an den "nicht-fundamentalistischen" Ansätzen MacIntyres und Stouts wird am Ende des Buches dargestellt, dass sich ihre Schwächen durch eine Kombination korrigieren lassen.